Tesla-Investoren fordern Vorstandsmitglieder ohne Verbundenheit zu Elon Musk

Einflussreiche Tesla-Investoren fordern neue Vorstandsmitglieder für Tesla, die keine Verbundenheit zu Elon Musk haben, das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Offenbar haben das California State Teachers’ Retirement System und vier weitere Investoren am Montag in einem Schreiben an den Vorstand mitgeteilt, dass man die Unabhängigkeit des Vorstands gefährdet sieht.

Wie es heißt, haben fünf von sechs Vorstandsmitgliedern entweder eine berufliche oder eine private Beziehung zu Elon Musk. Im Schreiben heißt es, dass die Vorstandsmitglieder einen „höheren Standard der Unabhängigkeit“ anstreben sollten, da es bei den aktuellen Mitgliedern leicht zu Interessenkonflikten kommen kann. Von den Investoren wird ein unabhängiges Gremium gefordert.

Zu den Vorstandsmitgliedern von Tesla zählen Elon Musk, sein Bruder Kimbal Musk, Antonio J. Gracias (u.a. Verwaltungsmitglied bei SpaceX), Ira Ehrenpreis (u.a. Investor von SpaceX), Brad Buss (ehemals CFO von SolarCity), Steve Jurvetson (u.a. Verwaltungsmitglied bei SpaceX) und Robyn Denholm (COO von Telstra Corp., größtes Telekommunikationsunternehmen Australiens).

Tesla gab in einer Stellungnahme gegenüber Bloomberg bekannt, dass man bereits seit Monaten nach neuen Vorstandsmitgliedern sucht. Neue Mitglieder will man bereits „bald“ vorstellen. Ob bestehende Mitglieder ersetzt werden oder lediglich neue Mitglieder hinzukommen, ist nicht bekannt. Womöglich findet die Ankündigung auf der diesjährigen Hauptversammlung statt.

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  • KingArtus

    warum sollte man das tun?
    Immerhin entwickelt sich die Firma Prächtig, vielleicht ganz gut wenn alle an einem Strang ziehen und nicht gegeneinander Arbeiten, wie bei VW.

    • Kyle Seven

      Dazu sollte man wissen dass das Board in den USA nicht unterscheidet zwischen Aufsichtsrat und Vorstand, deshalb gibt es eine Kontrolle innerhalb des Boards, die durch diese Abhängigkeiten ad absurdum geführt wird

  • Nelkenduft / AHF

    Wenn man sich die korrupten Strukturen, auch bis in die Politik hinein, bei europäischen Autoherstellern so ansieht, dann steht Tesla wirklich noch sehr gut da.

  • Jens B. H.

    Ich sehe das Kritisch: Nach dem Motto: Never change a winning Team.

  • Bernard Sander

    bitte nicht. da wollen sie einem vor kraft strozenden Jüngling eine hand voll satter 100 jährige vor die Nase setzen? wem nütz das außer der fossilen lobby?

    • jomein

      Wie es hier bereits steht, in den USA gibt es keine Spaltung aus Vorstand / Aufsichtsrat. Einen Aufsichtsrat gibt es nicht. Aus dem Grund sollte das Board ausgeglichen sein.

      • Bernard Sander

        meine frage war: wem nützt das? real! nicht theoretisch.

  • Horst aus München

    Ich bin selber dicker Aktionär – es sollte so bleiben wie es jetzt ist, Elon Musk wird schon das richtige tun, im jetzigen Stadium braucht es keine anderen fremden Vorstandsmitglieder, dafür ist Tesla noch zu unausgereift . Allerdings kenne ich auch nicht die näheren Hintergründe, nicht alles erscheint in den Medien, was sich sonst so alles tut.