Nach den unerwartet hohen Elektroauto-Verkäufen im zweiten Quartal 2026 hat Tesla am Mittwoch auch beim Umsatz in dem Zeitraum positiv überrascht: Laut dem nach US-Börsenschluss veröffentlichten Quartalsbericht stieg der Umsatz auf 28,2 Milliarden Dollar, rund 25 Prozent mehr als vor einem Jahr und etwa 1 Milliarde Dollar mehr als erwartet. Beim bereinigten Gewinn pro Aktie sah es allerdings anders aus: Hier war ein Anstieg auf 0,55 Dollar erwartet worden, erreicht hat Tesla 0,33 Dollar und damit weniger als in Q2 2025.
Hoher Tesla-Umsatz mit Services
Beim Tesla-Umsatz in Q2 hatten Analysten laut einer Übersicht des Unternehmens einen leichteren Anstieg auf 27,6 Milliarden Dollar erwartet, nach anderen Quellen eher um 26,5 Milliarden Dollar. Die positive Überraschung brachte hier vor allem der Bereich „Service und anderes“, zu dem unter anderem das Supercharger-Ladenetz gehört. Im Durchschnitt war mit 3,8 Milliarden Dollar Umsatz gerechnet worden, tatsächlich meldete Tesla dafür jetzt 4,6 Milliarden Dollar.
Der bereinigte Gewinn pro Tesla-Aktie fiel auf der anderen Seite deutlich niedriger aus als erwartet. Der Börsen-Konsens hatte hier bei 0,54-0,55 Dollar pro Aktie gelegen und war nach der Bekanntgabe der überraschend hohen Tesla-Auslieferungen in Q2 2026 Anfang Juli noch etwas gestiegen. Gemeldet wurden jetzt jedoch nur 0,33 Dollar pro Aktie. Damit unterschritt Tesla den Wert von Q2 2025, der bei 0,40 Dollar bereinigtem Gewinn pro Aktie gelegen hatte.
FSD-Quote in USA auf Rekordwert
Noch nicht bekannte Informationen über die Geschäftszahlen hinaus scheint der Q2-Bericht kaum zu enthalten. Positiv hoben Beobachter kurz nach der Veröffentlichung die Angabe hervor, dass der Anteil der Kunden, die beim Kauf eines neuen Tesla das Assistenz-System FSD Supervised abonnieren, in den USA auf den Rekordwert von 55 Prozent gestiegen ist. Im Großteil Europas ist es noch nicht zugelassen. Wo das doch bereits der Fall ist, lässt sich laut Tesla ein erhöhtes Interesse an den eigenen Elektroautos feststellen.
Bei anderen Projekten scheint Tesla jedoch vorsichtiger geworden zu sein. Laut einem Bericht von TechCrunch fiel im Q2-Bericht für den Zweisitzer Cybercab, den Sattelschlepper Semi und den Speicher Megapack 3 die Formulierung weg, dass sie in diesem Jahr den Status der Volumen-Produktion erreichen sollen. Im Bericht für das vierte Quartal 2025 von diesem Januar sei dies in allen drei Fällen noch erwähnt worden. Auch eine Volumen-Produktion des Tesla-Roboters Optimus noch in diesem Jahr werde nicht mehr erwähnt.
Für 23.30 Uhr deutscher Zeit war eine Konferenz mit Analysten angesetzt, bei der das Tesla-Management weitere Auskünfte geben und Fragen von Anlegern beantworten dürfte.
