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Aktuell: Tesla arbeitet laut Bericht an neuem Elektroauto unterhalb von Model 3 und Model Y

tesla china klein

von: https://mp.weixin.qq.com/s/3LYZkKw4_0qXwlJlip-B5A

Bild: Tesla (frühe China-Skizze für kompaktes Elektroauto)

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Bis April 2024 wurde erwartet, dass Tesla Ende 2025 wie von CEO Elon Musk angekündigt ein Elektroauto auf den Markt bringen würde, das mit kompakterer Form und niedrigerem Preis neue Segmente erschließen sollte. Dann änderten sich die Pläne, und neue Teslas kamen zunächst nur als abgespeckte Versionen von Model 3 und Model Y auf den Markt. Endgültig aufgegeben aber wurde das spekulativ als „Model Q“ bezeichnete Elektroauto aber offenbar nicht: Laut einem aktuellen Bericht arbeitet Tesla derzeit konkret an einem kleineren SUV.

Neuer Tesla billiger und leichter

In den vergangenen Wochen habe das Unternemen mit Zulieferern über Details dieser Pläne gesprochen, meldete am Donnerstag die Nachrichten-Agentur Reuters; dabei berief sie sich auf vier Personen, die darüber informiert seien. Anders als bei den Standard-Versionen von Model 3 und Model Y soll es dabei um ein wirklich neues Elektroauto gehen. Als vorgesehene Länge wurden 4,28 Meter genannt. Damit wäre das kompakte Tesla-SUV etwa einen halben Meter kürzer als das Model Y.

Nach weiteren Angaben in dem Reuters-Bericht will Tesla das neue Modell zu einem deutlich niedrigeren Preis anbieten als das Model 3, das in Deutschland derzeit ab 37.000 Euro zu haben ist. Die Kosten sollen unter anderem mit einer kleineren Batterie gesenkt werden, was weniger Reichweite bedeutet, sich aber positiv auf das Gewicht auswirken würde. Hier soll Tesla 1500 Kilogramm anstreben, etwa eine halbe Tonne weniger als beim Model Y.

Kompaktes Tesla-SUV zuerst aus China

Als erste Produktionsstätte für das mögliche Tesla Model Q ist offenbar die Fabrik in China vorgesehen. Eine der von Reuters befragten Personen sagte laut dem Bericht, dass es später auch in den USA und Europa gebaut werden soll. Mit einem Beginn der Produktion noch in diesem Jahr sei nicht zu rechnen, weil sich das Projekt noch in einem frühen Entwicklungsstadium befinde, hieß es weiter. Ob die Produktion des neuen Elektroautos schon fest beschlossen sei, konnte die Agentur nach eigenen Angaben nicht in Erfahrung bringen.

Sollte es als Model Q oder unter einem neuen Namen tatsächlich kommen, könnte das als Abkehr von der reinen Technologie-Strategie zu verstehen sein, auf die CEO Musk vor etwa zwei Jahren umgeschwenkt war. Wirklich autonomes Fahren und humanoide Roboter haben nach seinen Worten für Tesla viel mehr Potenzial als bloße Elektroautos. Jedoch fließt aus diesem Stammgeschäft weiterhin Geld, das für die teuren Zukunftsprojekte gebraucht wird – neuerdings auch noch eine riesige Chip-Fabrik zusammen mit SpaceX.

Model Q als Cybercab-Ableger?

Gleichzeitig ist es Tesla bis heute nicht gelungen, seine Elektroautos wie von Musk seit Jahren in Aussicht gestellt in der Breite autonom fahren zu lassen. Dazu sollte die Autopilot-Option FSD dienen, die aber im September 2024 den Zusatz „supervised“ bekam und seitdem nicht verloren hat. Unbeaufsichtigtes FSD wäre auch die Voraussetzung dafür, dass Tesla mit seinem Cybercab loslegen kann. Die Produktion des als reines Robotaxi konzipierten Zweisitzers in Texas hat allem Anschein nach bereits begonnen.

Einsetzen ließe er sich bislang aber, wenn überhaupt, nur in Teilen der USA wie in Austin, wo Tesla einige wenige Model Y ohne FSD-Aufsicht als Robotaxis betreibt. Aus diesem Grund wird schon länger spekuliert, dass Tesla einen Cybercab-Ableger mit Lenkrad und Pedalen auf den Markt bringen könnte, was Musk immer wieder dementierte. Ob das laut Reuters geplante neue Elektroauto auf der Plattform für das Cybercab basiert, geht aus dem Bericht nicht hervor.

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