Bild: @BLKMDL3
Im Jahr 2019 führte Tesla eine neue Generation seiner Autopilot-Hardware ein, genannt FSD-Computer und später HW3, die endgültig ausreichen sollte, um mit Software-Updates autonomes Fahren zu erreichen. Tatsächlich dienen mittlerweile einige Model Y als Tesla-eigene Robotaxis in Texas, aber normale Kunden müssen die FSD-Software immer noch beaufsichtigen; Updates gab es zudem seit 2025 nur noch für die neuere Tesla-Hardware HW4. Allen anderen versprach Tesla Besserung mit einer Light-Version von FSD 14 – deren Verbreitung jetzt pünktlich begonnen hat.
FSD v14 Lite für erste Tesla-Kunden
In diesem April räumte CEO Elon Musk erstmals ein, dass der Einsatz von FSD ohne menschliche Überwachung mit der Hardware von 2019 nicht möglich sein wird. Um das frühe Versprechen trotzdem zu erfüllen, kündigte er eine große Umbau-Aktion für Kunden Tesla-Kunden mit HW3 an, auf längere Sicht wohl auch für solche, die FSD nicht gekauft haben. Eine zeitliche Perspektive für dieses Vorhaben nannte er nicht. Aber sein KI-Chef Ashok Elluswamy ließ wissen, dass für die alte Hardware vorher eine Light-Version der aktuellen FSD-Version 14 kommen werde.
Bis Ende Juni sollte es so weit sein – und diese Ankündigung hat Tesla eingehalten, wie Elluswamy am Montag bekanntgab. Aktuell werde FSD v14 Lite an erste Kunden mit HW3 verteilt, schrieb der KI-Chef auf X. Wenig später wurde das von einigen der Teilnehmer am „early access“-Programm von Tesla bestätigt, die Bilder und Videos von der Installation der Software (s. Foto oben) oder ersten Fahrten damit veröffentlichten (und sich, wie in dieser Gruppe bevorzugter Kunden üblich, begeistert davon zeigten.
FSD v14 Lite is now rolling out to AI3 early-access customers. Based on the feedback, will rollout to more customers over the next few weeks.
This build distills the driving behavior from AI4’s v14 series into both the camera and compute config of AI3. It includes destination…
— Ashok Elluswamy (@aelluswamy) June 29, 2026
Auch CEO Musk meldete sich dazu, indem er zunächst dem KI-Team dankte. Der frühere FSD-Computer (von ihm wie die neue Generation HW4 mit dem Präfix AI bezeichnet, hier also AI3) habe nur 15 Prozent der effektiven Speicher-Bandbreite von AI4, weshalb die Entwicklung von FSD 14 Light eine „schwierige Herausforderung“ gewesen sei, schrieb er. Laut den auf X veröffentlichten Hinweisen zu der Software entspricht ihr Funktionsumfang weitgehend der Vollversion für HW4, wie es Elluswamy in Aussicht gestellt hatte.
Für EU neue Zulassung erforderlich
Nach den „early access“-Teilnehmern dürften in den USA bald auch reguläre Kunden mit FSD-Option und HW3 die Light-Version von v14 erhalten. Internationale Märkte sollen folgen, hatte Tesla dazu Ende April angekündigt.
In Europa könnte das aber länger dauern: FSD ist dort bislang nur in wenigen Ländern zugelassen, und diese Ausnahme-Genehmigungen beziehen sich auf eine bestimmte Software-und Hardware-Version, die von der niederländischen Behörde RDW vorher intensiv getestet wurde. Eine Genehmigung für das Tesla-System auf EU-Ebene steht noch aus – und wenn sie für HW4-Fahrzeuge kommt, dürfte FSD Light zunächst ähnlich intensive Tests durchlaufen müssen.

