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Unter 1000 Dollar: CEO Musk drückt Tesla-Aktie mit weiteren Verkäufen um 5 Prozent

elon musk video interview texas

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Bild: Tesla (Archiv)

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Die ersten Verkäufe durch CEO Elon Musk seit Anfang November steckte die Aktie von Tesla noch relativ gut weg. Zwar blieb sie nicht auf dem kurz vorher erreichten Allzeit-Rekordniveau oberhalb von 1200 Dollar, konnte aber bis Handelsschluss jeweils die erstmals Ende Oktober überschrittene Marke von 1000 Dollar halten. Am Montag aber änderte sich das: Musk verkaufte laut einer Börsen-Meldung erneut die krumme Zahl von 934.091 Tesla-Aktien. Bis zum Ende des Handels verloren sie gegenüber dem Vortag rund 5 Prozent und schlossen bei 966,41 Dollar – weil sonst keine bedeutenden Nachrichten vorlagen, wohl wegen der erneuten Verkäufe durch den CEO.

Musk verkauft – und übt Optionen aus

Insgesamt hat Musk damit jetzt seit der zweiten November-Woche knapp 12 Millionen Tesla-Aktien zum Durchschnittspreis von 1065 Dollar pro Stück verkauft, geht aus einer Übersicht des Fondsmanagers Gary Black hervor. Die Verkäufe von Montag waren die dabei die siebten im Rahmen eines Planes, den Musk schon im September bei der SEC eingereicht hatte – bevor er auf Twitter über die Frage abstimmen ließ, ob er sich von 10 Prozent seiner Tesla-Aktien trennen solle.

Das Votum seiner Follower fiel deutlich mit Ja aus. Abhängig davon, ob man nur Aktien mitzählt, die Musk zu diesem Zeitpunkt schon besaß, oder auch noch nicht ausgeübte Optionen auf weitere, ergibt sich so eine Zahl von 17-23 Millionen zu verkaufenden Tesla-Anteilen. Bei dem niedrigeren Wert, mit dem die meisten Analysten zu arbeiten scheinen, wäre der CEO nach der Meldung von Montag jetzt mit etwa 70 Prozent davon fertig.

Diese Rechnung geht aber ohnehin nicht sauber auf, denn zusammen mit den sieben Verkäufen nach Plan übte Musk jeweils Optionen für gut 2 Millionen neuer Tesla-Aktien aus, insgesamt knapp 15 Millionen Stück. Weil er nur knapp die Hälfte davon gleich wieder abgab, hat sich die Zahl seiner Anteile seit November also insgesamt sogar um etwa 3 Millionen erhöht. Im Extremfall wäre somit selbst der Verkauf von noch einmal 26 Millionen Tesla-Aktien von der Twitter-Abstimmung gedeckt.

Der stark in Tesla investierte Fondsmanager Black geht jedoch davon aus, dass es bei insgesamt 17 Millionen verkauften Musk-Aktien bleiben wird. Ein Ende der Verkäufe noch in diesem Jahr oder früh in 2022 wäre also in Sicht. Dennoch ärgert sich der Finanzprofi zunehmend darüber, dass der CEO nicht eine kursschonendere Vorgehensweise für seine Transaktionen gewählt – ein Block-Verkauf des gesamten Volumens über eine große Bank hätte sich nach seiner Einschätzung innerhalb weniger Tage und mit viel geringeren Verlusten abwickeln lassen.

Tesla-Aktie in drittem Bärenmarkt

Mit einem Minus von 21 Prozent seit dem Schlussrekord bei 1229,91 Dollar Anfang November ist die Tesla-Aktie am Montag nach einer Börsen-Faustregel in einen Bärenmarkt eingetreten. Manchmal ist das ein beunruhigendes Zeichen, das als Hinweis auf drohende weitere Verluste verstanden wird. Bei Tesla könnte allerdings auch das anders sein als gewohnt, denn laut einem Bericht von Marketwatch befindet sich die Aktie jetzt schon zum dritten Mal in diesem Jahr im Bären-Territorium. Ende Februar und Mitte Mai kam es anschließend jedoch wieder zu erheblichen Gewinnen.

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