Abgasemissionen 25 Mal tödlicher als das Auto selbst, sagt Tesla-Führungskraft

Jon McNeill, Teslas Verantwortlicher für den weltweiten Absatz, wurde kürzlich von Melissa Gecolea interviewt (via EVANNEX), die für Hongkongs TVB Pearl arbeitet. Obwohl das Interview auch zahlreiche Fragen enthielt, die man als Elektroautobauer womöglich nicht mehr hören kann („Wann erreichen Elektrofahrzeuge den Mainstream?“, „Wie lange dauert der Ladevorgang?“ etc.), gab es auch einen sehr interessanten Aspekt, den McNeill direkt zu Beginn anspricht.

In Bezug auf Abgasemissionen sagte McNeill: „Letztes Jahr sind hier in Hongkong circa 122 Menschen durch Autounfälle gestorben. Über 2.000 starben aufgrund von durch Fahrzeugemissionen verursachten Lungenkrebs und Lungenkrankheiten. Genau genommen ist das Auspuffrohr des Autos somit 25 Mal tödlicher als das Auto selbst.“

Ein weiterer interessanter Aspekt des Interviews betrifft das Model 3. Gecolea sagte zum Preis des Model 3, der bei 35.000 US-Dollar liegen soll, dass es für Entwicklungsländer weiterhin ein zu teures Fahrzeug sei. Hierbei stellt sich die Frage, ob man diese Länder außen vor lässt und sie auch in Zukunft den tödlichen Abgasemissionen von Verbrennungsmotoren ausgeliefert sind.

McNeill erklärte, dass es Teslas Ziel ist, die Kosten der Batterieproduktion weiter zu senken, um die Fahrzeugkosten von Elektrofahrzeugen insgesamt zu reduzieren und diese dann weltweit günstiger anbieten zu können. Genau dafür sei die Gigafactory vorgesehen, welche die weltweite Lithium-Ionen-Produktion in den nächsten Jahren verdoppeln soll.