Analyst: Model X-Bestellungen wohl höher als erwartet, zahlreiche Angebote beim Model S

Pacific Crest-Analyst Brad Erickson hat für seine Kunden kürzlich bei einigen Tesla-Stores nachgeforscht, um eine Prognose darüber abgeben zu können, welches Quartalsergebnis Tesla erzielen wird. Er glaubt, dass die Auslieferungszahlen des Model X für das 3. Quartal einen guten Wert erreichen, beim Model S macht er sich jedoch Sorgen, ob langfristig genug Nachfrage besteht.

In einem Schreiben an die eigenen Kunden heißt es (via StreetInsider):

Basierend auf Unterhaltungen mit 20 Tesla-Verkaufsbetrieben innerhalb der Vereinigten Staaten, glauben wir, dass die Auslieferungen sich mit unserer Prognose von 22.000 decken werden, also 90 Prozent Steigerung im Vorjahresvergleich. Basierend auf unseren Überprüfungen, denken wir, dass die Model X-Auslieferungen tatsächlich über unseren prognostizierten 9.000 liegen könnten, während die Auslieferungen für das Model S etwa gleich auf oder sogar leicht unter den prognostizierten 13.000 liegen dürften.

Um das Absatzziel für 2016 von 80.000 bis 90.000 Fahrzeugen zu erreichen, bietet Tesla zahlreiche Angebote zum Model S an. Obwohl das auch einige Model 3-Vorbesteller zu Model S-Kunden werden lässt, sieht Erickson die Bruttomarge von Tesla darunter leiden. In seiner Beurteilung heißt es weiter:

Obwohl wir denken, dass Tesla das untere Ende des Jahresziels von 80.000 bis 90.000 Fahrzeugen anvisiert, nutzt man verschiedene Preisnachlässe, um dieses Ziel zu erreichen, was ein Grund zur Sorge ist. Erstens haben wir festgestellt, dass es viele weiterhin zur 9.000 US-Dollar günstigere 60 kWh-Variante im Gegensatz zum 75 kWh-Modell zieht, was die Bruttomarge um geschätzte 1.000 Basispunkte verdünnt (entspricht 10 Prozent, Anm. d. Red.). Zweitens glauben wir, dass bis zu ein Drittel aller Model S-Bestellungen von Model 3-Vorbestellern stammen, die sich für das neu eingeführte – und günstigere – Zweijahres-Leasing entscheiden (aktuell nur in den USA, Anm. d. Red.). Zu guter Letzt haben wir herausgefunden, dass Tesla ein tiefgreifendes Rabatt-Schema einsetzt, um den Verkauf der Vorführwagen voranzutreiben, wobei alle Angebote diesen Freitag ablaufen, dem letzten Tag des Quartals.

Erickson glaubt, dass Tesla noch einige Hürden zu überwinden hat. Unter anderem muss geklärt werden, wie man die Nachfrage weiterhin auf diesem Niveau halten will, bis das Model 3 Ende nächsten Jahres auf dem Markt kommt. Bezüglich der Ac­qui­si­tion von SolarCity glaubt man, dass diese glatt über die Bühne laufen, das Fahrzeuggeschäft jedoch 90 Prozent des Umsatzes ausmachen wird.

  • Slade

    Es ist ganz einfach:
    Die, die sich ein Model S leisten können, können sich auch ein X leisten – beide für die meisten genug Reichweite jedoch hat das X auch für 90D und 75/60D bessere Sitze + sitzbelüftung (ich selber kaufe keins mehr ohne) Türablagen USB Ports hinten dann auto present door Feature und (zwar kein muss aber nett) die Falcon Wing Türen … Das X ist einfach kompletter und für die Preisklasse sind belüftete Sitze schon wenigstens gegen aufpreis (nicht den P100DL aufpreis) ein muss … Außerdem sind Tesla Kunden Menschen die sich informieren und ich gehöre auch zu den Kunden die auf die 2. Generation von Akkupack und Autopilot Hardware warten weil diese in absehbarer zeit verfügbar sein wird … Dannach wird Tesla seine Ziele verdoppeln können und auch übertreffen da bin ich mir sicher

    • K. Genz

      Nach dem was Erikson bei seinen Nachforschungen heraus fand scheinen das aber viele Käufer in den USA nicht so zu sehen.Wobei ja man auch sehen muss das Tesla für höhere Akkukapazitäten ganz schön happige Aufpreise verlangt

    • jomein

      Es ist aber anzumerken, dass Tesla in den USA sich sehr ansprechende „Leasing“ Angebote hat. Da können die Deutschen nur staunen. Ein X ist ab 549 USD / Monat zu bekommen und zwar ohne extrem hohe Sonderzahlung.