China: Tesla gründet neues Unternehmen für Forschung und Entwicklung

Wie der Branchendienst Gasgoo berichtet (via Electrek), hat Tesla in China ein neues Unternehmen für Forschung und Entwicklung gegründet. Offizielle Dokumente verraten, dass das in Peking ansässige Unternehmen unter dem Namen Tesla (Beijing) New Energy R&D Co. Ltd. registriert wurde. Geschäftsführer ist Xiaotong Zhu, Teslas General Manager für den chinesischen Markt.

Das Unternehmen soll im Bereich Elektrofahrzeuge, Autoteile von Elektrofahrzeugen, Batterietechnologie, Energiespeicher, Photovoltaiktechnologie und Informationstechnologie forschen – also all jene Felder, in denen Tesla tätig ist.

Wann die Arbeiten im neuen Forschungszentrum beginnen, geht aus den veröffentlichten Dokumenten nicht hervor. Möglicherweise ist es ein erster Schritt in Richtung eigene Produktionsstätte für den chinesischen Markt. Tesla plant schon lange, auch in China eine Produktionsstätte zu eröffnen. Aktuell befassen sich die Kalifornier damit, einen geeigneten Standort zu finden.

Wer in China eine Produktion eröffnen will, der muss mit einem heimischen Hersteller zusammenarbeiten. Die Regierung erlaubt es ausländischen Unternehmen ausschließlich mittels Joint-Venture eine Fabrik in China zu betreiben. Wie weit die Planung bei Tesla vorangeschritten ist und ob bereits ein Partner gefunden wurde, ist aktuell nicht bekannt.

  • Norbert Graf

    Super wenn Tesla in den Zukunft Markt mit einsteigt. Ohne China läuft nichts mehr. Vorallem die Chinesen reden nicht nur sondern machen.

    • PV-Berlin

      Ich wäre lieber nach Indien gegangen, aber Tesla lernt auch nur durch Schmerzen.

      • Fritz!

        Indien hat noch kein Geld, die Mittelschicht, wie in China, ist noch am entstehen. Für Autos unter 10.000,– ist Indien sicherlich ein guter Markt, aber das ist nun mal nicht Teslas Stärke.

      • Norbert Graf

        Indien greifen die auch noch auf. Wie Pakistan etc.

  • Pamela

    Gute Entscheidung.
    Zusammenarbeit mit Chinesen ist nicht einfach aber lohnend (f. beide Seiten). Ist auch legitim,
    dass die sich nicht einfach Binnenmarkt wegnehmen lassen, sondern da mitspielen wollen.
    Kritisch sehe ich das nur andersrum, wenn die Chinesen Afrika aufkaufen ohne Gewinn für diesen Kontinent oder sagen wir nur für die Staatsoberhäupter (aber sie haben halt gute Vorbilder).

    Der weltweite Automarkt wächst weiter an. Bei neuen Mobilitätslösungen könnte aber irgendwann ein Peak erreicht werden.
    http://live-counter.com/autos/

    So sehr uns das Tesla-Bashing in Deutschland auch anödet. Für Tesla ist Deutschland eher ein Prestigemarkt bei einem Autobestand von nur 46 Mio.

    Der E-Pionier wird weltweit anders wahrgenommen, denke ich. Ob z.Bsp. ein Chinese dann VW oder Tesla geiler findet, liegt nicht im Einflussbereich deutscher Politik/Lobby/Presse.
    In den USA teilt wohl GM öfter mal aus.
    Weiß jemand etwas über Tesla-Bashing in anderen Ländern ?

    • Skynet

      Nun auch Bashing hat immer zwei Seiten. Sind Fakten Bashing oder werden falsche Fakten gezielt als Bashing verbreitet. Ich denke wir Deutschen sind besonders anfällig und recht schnell dabei Sachen die uns nicht passen oder gefallen mit unterschiedlichsten Begriffen zu betiteln. Allgemein sinkt die Diskussionskultur seit Jahren kontinuierlich, egal zu welchem Thema. Foren werden geschlossen oder „tod“-moderiert. Sachlich geht es nur noch selten zu.

      Was Tesla betrifft gibt’s auch im Ausland eine kritische Auseinandersetzung – in den USA auch massive Angriffe – ohne das dort gleich von Bashing oder vergleichbares die Rede ist. Man ist gelassener und lässt Tesla einfach machen bzw. Fakten sprechen.

      Vergleichbares ist aber auch in Bezug auf die eigene Autoindustrie zu sehen. Egal was passiert, kommt im Ausland niemand (schon gar nicht die Presse/Medien oder Politik) auf den Gedanken (wenn dann mit fatalen Folgen), die eigene Autoindustrie anzugreifen. Auch das schaffen nur wir Deutschen.

      • Pamela

        Den ersten Ansatz unterschreibe ich voll.

        Beim letzten Absatz möchte ich anmerken:
        Das was in den USA die z.Bsp. Waffenindustrie ist, ist bei und die Autoindustrie.
        Wenn deren Wirken klar gegen die Interessen der Gesellschaft Einfluss nimmt (Diesebetrug, Technologieboykott) sollte man dies auch kritisieren und juristisch oder politisch ahnden.

      • Fritz!

        Nun hat aber auch die ausländische Autoindustrie nicht in dieser Quantität wie VW & Co. die ganze Welt belogen & betrogen. Zum Nachteil und vorzeitigem Tode von vielen Menschen, daß muß GM mit seinen defekten Lenkradschlössern erstmal toppen. Da liegen also zahlenmäßig gewaltige Unterschiede zwischen.

        Wir Deutschen scheinen es bei solchen „menschenverachtenden Dingen/Aktionen/Techniken“ gerne zu übertreiben. Und von Demut oder Reue sind wir leider oft ganz weit weg. 🙁