In 2025 zählte Deutschland für Tesla mit einem Rückgang der Neuzulassungen um 48,4 Prozent zu den schwächsten Märkten überhaupt, im neuen Jahr aber sieht es hier weniger düster aus: Nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) sind die deutschen Tesla-Neuzulassungen im Januar 2026 gegenüber dem gleichen Monat im Vorjahr um 1,9 Prozent gestiegen. Der Gesamtverkauf von Elektroautos erhöhte sich allerdings viel stärker – und der weltweite Marktführer BYD verkaufte in Deutschland mehr als doppelt so viel wie Tesla.
Tesla in Deutschland bei 0,7%
Seine erste Statistik zu den Kfz-Neuzulassungen im Januar veröffentlichte das KBA am Mittwoch. Demnach ist der gesamte deutsche Auto-Markt im Vergleich zu Januar 2025 geschrumpft, um 6,6 Prozent auf knapp 194.000 Fahrzeuge. Alternative Antriebe aber legten weiter zu, vor allem rein elektrische. Hier stiegen die Neuzulassungen um 23,8 Prozent auf 42.692 Einheiten. Mit 23 Prozent war das Wachstum bei Plugin-Hybriden kaum schwächer, doch die absolute Zahl mit 21.790 nur etwa halb so hoch.
Der Anteil von Tesla mit seinen 1301 verkauften Elektroautos an allen deutschen Neuzulassungen im Januar 2026 lag laut KBA bei 0,7 Prozent. Auch das bedeutete eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr, als Tesla einen Anteil von 0,6 Prozent verzeichnet hatte. Andere reine Elektroauto-Marken schnitten zudem schwächer ab: Zwar tauchen davon in der deutschen Statistik mittlerweile einige davon auf, die meisten aber nur mit einem Anteil von (gerundet) 0,0 Prozent.
BYD-Neuzulassungen verelffacht
Eine Ausnahme bildet hier BYD, das in 2025 weltweit erstmals mehr reine Elektroautos verkaufte als Tesla. Für die chinesische Marke weist das KBA eine sprunghafte Steigerung um gut 1000 Prozent auf 2629 Deutschland-Neuzulassungen in diesem Januar aus, die 1,4 Prozent des gesamten Marktes ausmachten. In dieser Zahl sind jedoch auch Plugin-Hybride enthalten, die es von BYD ebenso gibt wie reine Elektroautos, und eine Aufschlüsselung nach diesem Kriterium gab das KBA zunächst nicht bekannt.
Das kleine Januar-Plus bei Tesla könnte damit zusammenhängen, dass dieser Monat im Jahr 2025 mit einem Minus von 59,5 Prozent besonders schwach war. Außer auf zunehmende Unbeliebtheit von CEO Elon Musk aufgrund politischer Ausflüge wurde das auf die Auffrischung des Model Y Ende Januar zurückgeführt, die schon vorher absehbar war. Seit Oktober 2025 gibt es das Tesla Model Y zudem in einer abgespeckten Version (s. Foto oben), die mit 39.990 Euro 5000 Euro weniger kostet als das vorherige Basis-Modell.
