EPA-Dokumente zeigen, wie die Größe der Räder den Verbrauch des Model S und Model X beeinflusst

Es ist unlängst bekannt, dass die Größe der Räder die Fahreigenschaften eines Fahrzeugs verändern kann. So schreibt Tesla im Online-Konfigurator des Model S:

Die 21- und 19-Zoll-Räder weisen jeweils eigene Vorteile auf. Zum Beispiel ermöglichen die 21-Zoll-Räder ein noch sportlicheres Handling, während die Reifen bei 19-Zoll-Rädern langsamer verschleißen und mehr Schutz vor Hindernissen auf der Straße und schlechten Straßen bieten.

Beim Model X sieht es ähnlich aus:

Die 22- und 20-Zoll-Felgen bieten unterschiedliche Vorteile und Eigenschaften. Während die 22-Zoll-Felgen für strafferes Handling sorgen, punkten die 20-Zoll-Felgen durch geringeren Verschleiß, höheren Schutz vor Hindernissen und schwächere Reaktion auf Unebenheiten.

Nun beeinflusst die Radgröße nicht nur das Handling oder den Verschleiß, sondern auch den Verbrauch. Ein Reddit-Nutzer hat Dokumente der amerikanische Umweltschutzbehörde EPA (Environmental Protection Agency) veröffentlicht, die zeigen sollen, wie die unterschiedlichen Radgrößen den Verbrauch der Fahrzeuge beeinflussen.

Die Dokumente sind vom Dezember letzten Jahres, wurden jedoch erst jetzt auf der Internetseite der Behörde veröffentlicht. Anzumerken ist, dass die gemessenen Werte nicht zwingend repräsentativ für tatsächliche Ergebnisse sind, da sie unter bestimmten Fahr-, Bedienungs- und Umgebungsvoraussetzungen geschätzt bzw. bestimmt werden.

  • 4,9% mehr Verbrauch beim Model S P100D mit 21″ vs 19″ Räder.
  • 5,2% mehr Verbrauch beim Model S P90D mit 21″ vs 19″ Räder.
  • 11,6% mehr Verbrauch beim Model S 60/75 mit 21″ vs 19″ Räder.
  • 11,8% mehr Verbrauch beim Model S 60D/75D/90D mit 21″ vs 19″ Räder.
  • 22,2% mehr Verbrauch beim Model X P90D mit 22″ vs 20″ Räder.
  • 22,5% mehr Verbrauch beim Model X 60D/75D/90D mit 22″ vs 20″ Räder.
  • 23,3% mehr Verbrauch beim Model X P100D mit 22″ vs 20″ Räder.
  • Jakob

    Wow, beim Model X sind die Unterschiede ja immens!
    Beim M3 werde ich definitiv die kleineren Räder nehmen.

    • Nelkenduft / AHF

      Sieht halt leider schon mit 19″ optisch recht bescheiden aus bei dem riesen Radkasten, insofern eine schwierige Entscheidung.

  • Fritz!

    Da ich eh die kleinere Räder nehmen wollte, paßt das ja ganz gut. Das es bis zu 23% Mehrverbauch sind, überrascht mich dann doch ein wenig. Konnte diesen ganzen Hype um größere Felgen/Räder noch nie verstehen…

  • Dirk Pakosch

    Sowas ist doch aber schon seit Jahren bekannt, betrifft doch nun nicht unbedingt nur E-Autos.

    • Jakob

      Das es einen Unterschied gibt schon, den hätte ich allerdings < 5% erwartet.
      Beim Model X sind es über 20%.

  • Fatehjot Florian Singh Zach

    In dem Fall müsste ja dann die Reichweite immens angepasst werden und das nur für einen „härteren look“

    • jomein

      Ist aber bekannt. Egal welche Hersteller, Autos. Größere Felgen verringern nun halt mal die Reichweite, ob nun Benzin oder Elektro

      • Nordlicht05

        Bei e-Antrieben aber viel ausgeprägter.

        • Nelkenduft / AHF

          Warum wäre das bei einem Model 3 ausgeprägter? Wenn der Verbrenner statt 7 Litern plötzlich 8,5 verbraucht, dann ist das genauso schlimm.

  • McGybrush

    Wenn das soviel aus macht dann hoffe ich mal das es bis 2019 ein Markt für Schmiedefelgen oder vergleichbares vom Rennsport beim Model 3 gibt. Die wiegen nämlich gefühlt gar nichts. Kosten aber etwas mehr. Auf dem Nürburgring fahren ja einige damit rum weil es auch Performance Vorteile für ungefederte Massen gibt. Man kann mit 19″ schnell mal von 11kg auf 7kg pro einzelne Felge abspecken. Bei 17″ auf 6.5kg statt 10kg. Meine derzeitigen 18″ mit Run Flat wiegen komplett mit Reifen 21kg.
    Da ist noch richtig Potenzial drin wenn das so viel aus macht.

    • Matthias Fritz

      stimmt es eig. das die Beschleunigung mit kleineren Felgen auch besser ist als mit großen? habe ich jetzt schon von mehreren Kommentatoren gelesen.

      • McGybrush

        Je weiter das Gewicht zur Radmitte wandert um so schneller kann die Masse beschleunigt werden. Und (mit ausnahmen) kann man sagen das dies bei kleinere Felgen mit mehr Gummi eher zu trifft als mit Grossen Felgen und weniger Gummi.

        Also, ja, dem wäre so. Aber ich glaub das ist bei einem 1.6t bzw. 2,4t und 2,6t Auto nicht spürbar. Wenn dann nur messbar. Mal googeln. Vielleicht haben es ja schon welche getestet.

      • McGybrush

        Noch ein gutes Anschauliches Beispiel.

        Nehm ein Regenschirm streck ihn ungeöffnet nach vorne und dreh Ihn ganz schnell um seine Achse hin und her.
        Jetzt spann ihn auf und mach das gleiche.

        Man kann auch ein kleinen Tischtennisschläger und ein Tennisschläger nehmen. Gleicher effekt. Es wird träger und braucht mehr Kraft.

        Dann siehst Man was die Masse anrichtet je weiter aussen sie ist. Und der Regenschirm selbst ist noch nicht mal schwerer geworden, während eine grössere Felge neben der Aussenliegenden Masse sogar noch mehr Gesammtgewicht hat.

  • Andreas Ullrich

    Das ist nicht explizit ein Tesla Problem. Der Roll- und Luftwiederstand sowie die ungefederte Masse werden bei grösseren Rad/Reifen Grössen bei allen Autos deutlich schlechter…aber aussehen solls ja auch gut 🙂
    Beim BMW i3 und i8 sind deshalb Reifen wie „Trennscheiben“ montiert sieht zwar übel aus aber hilft sparen.
    Bei den 21″ (MS) und 22″ (MX) sieht man meist übel verschrammte Felgen, weil bei solchen Grössen der Felgenschutz durch den Reifen quasi aufgehoben ist.
    Beste Wahl beim MS ist aus meiner Sicht die 19″ Felge

  • Graf

    23,3 % Mehrverbrauch ist doch völlig utopisch, da sich ja der Rollwiederstand durch die gleichen Reifenbreite von 245 kaum erhöhen kann. Das geringe Mehrgewicht wirkt sich dafür wieder positiver beim Verzögern durch Rekuperation aus. Die Aerodynamik könnte sich noch geringfügig verschlechtern. Sinnvoller wäre es die hätten das gemessen und nicht nur geschätzt. Tesla gibt 5% Mehrverbrauch an , das ist viel realistischer.

  • E-Moti

    Hatte vor kurzem einen Leihwagen S75D und hab gegenüber meinem P85 eine nicht geringe Verschlechterung des Verbrauchs Wh/km von mind. 10-15% festgestellt. Zuerst dachte ich, das wäre der Doppelmotor, aber nach dem Artikel glaub ich eher, dass es die 21“ Felgen waren. Ich selbst fahr 19“. Das würde es zumindest erklären.

  • Paul Hoos

    Ich glaube dem nicht. Die Radbreite hat Einfluss, der Durchmesser der Felgen nur sehr gering, wenn überhaupt. Das kann nur eine Falschmeldung sein. Über 20% Mehrverbrauch. Kann ja gar nicht sein. Und das bei gleicher Reifenbreite.

    • Fritz!

      Da dürfte das Gewicht (Stichwort „ungefederte Masse“) deutlich relevanter als die Breite sein. Und das ist schon erheblich höher bei den Felgen mit Reifen. Vor allen Dingen, da durch die Drehbewegung auch noch der Ort des Gewichtes wichtig ist (je weiter außen, desto schlechter).

      • Paul Hoos

        Das ist mir sehr wohl schon aus beruflichen gründen bekannt. Dass die Rotationsträgheid aufgrund der weiter aussen liegenden Masse zusätzlich höher ist, das ist mir ebenfalls bekannt. Dass dadurch mehr Verbrauch entsteht ist liegt auch auf der Hand. Aber 20% mehr… Es ist ja nicht so, dass die erhöhte Masse das Auto während der Fahrt ständig bremst. 20% sind ja ein Fünftel mehr.