Model S P90D Ludicrous beschleunigt von 0 auf 60 mph in 2,6 Sekunden

Tesla kann durch Veränderungen an der Software völlig neue Funktionen in den eigenen Fahrzeugen integrieren. So wurde beispielsweise der Autopilot erst durch ein Softwareupdate aktiviert und erhält weiterhin mit jedem Update zahlreiche Neuerungen. Auch die Leistung der Fahrzeuge kann offensichtlich gesteigert werden, darauf deuten kürzlich durchgeführte Testergebnisse hin.

Das Automagazin DragTimes (via Electrek) hat mit dem Tesla Model S P90D mit Ludicrous-Beschleunigungsupgrade und der aktuellsten Software einen neuen Beschleunigungstest durchgeführt. Die Testergebnisse zeigen, dass das Topmodell die Beschleunigung von 0 auf 60 mph (97 km/h) in 2,6 Sekunden meistert. Tesla wirbt auf der offiziellen Webseite jedoch weiterhin mit 2,8 Sekunden für diesen Sprint.

Noch ist unklar, wie Tesla es geschafft hat, diese neue Leistungssteigerung durch ein Softwareupdate zu erreichen. Der Autobauer hat keine Informationen dazu preisgegeben und wirbt auch nicht mit den neuen Beschleunigungswerten. Es könnte jedoch sein, dass diese Fahrzeuge bereits ein 100 kWh-Akkupaket besitzen, welches elektronisch auf 90 kWh begrenzt wird. Ein solches Akkupaket wird Tesla in Kürze einführen, da es bereits von einer Zulassungsbehörde genehmigt wurde.

  • fränki1

    Und wozu braucht man das, außer zum Angeben?
    Unterstellen wir mal, dass man theoretisch den Modus ein mal alle 200 km nutzen kann,
    dann sind es für superoptimistische 200000Km für ein Akkuleben 1000 Nutzungen.
    Bei einem Preis von 10000€ sind das 10€ pro Nutzung Zusätzliche Verschleißkosten an Reifen, Antrieb, Speicher usw. nicht berücksichtigt. Zeitgewinn im Idealfall 0,6 Sekunden pro Blitzstart. Ein Mehrfaches steht man dann zu „Strafe“ am Lader länger und spätestens beim fahrerlosen Fahren wird es diese Funktion nicht mehr geben.
    Da kann man seine Entwicklungskapazitäten wirklich sinnvoller einsetzen.
    Zumal solche Technik bei einem 2,5 Tonnen „Panzer“ mit ökologischem Denken so viel zu tun hat, wie eine Wasserstoffbombe mit dem Friedensnobelpreis, um es mal drastisch zu formulieren!

    • Luganorenz

      Das ökologische Denken ist leider nicht besonders verbreitet.
      Es ist höchstens ein grünes Feigenblatt, das die Menschen sich vorhalten.
      Der beliebte Teslabjørn ist hier ein klassisches Beispiel. Heizt in Deutschland mit seinem Model X am Limit und steht praktisch an jedem SC zu einer Volladung.
      Dieselgate? VW verkaufen sich wie geschnitten Brot! Die Leute wollen nur wissen, ob nach dem Softwareupdate die PS noch da sind.
      Aber wenn ich 100.000 für ein Auto hinblättern würde, käme wahrscheinlich auch in mir der Wolf zum Vorschein…

      • Tesla-Fan

        Echt? Volkswagen arbeitet diese Woche kurz – und so wie es aussieht muss der Streit mit den Lieferanten als Vorwand herhalten.
        So kriegen sie noch Kurzarbeitergeld vom Amt anstatt ein zwei Wochen wegen schwacher Nachfrage/Sommerloch zuzumachen.

      • Grünspanpolierer

        @Luganorenz
        Ihr Beitrag könnte direkt von mir sein! O.k. Bis auf den letzten Satz…

    • MS

      Bei dem Ludicrous geht es doch nicht um einen Nutzen.
      Es geht doch nur darum zu zeigen was möglich ist, und das ein Tesla das einfach so neben her per Softwareupdate kann, wobei man für andere Autos ein paar 100000€ mehr zahlen muss um ein solches Beschleunigungserlebnis in einem Auto zu erleben (z.B. 918 Spyder).
      Wer über 100000€ für ein Auto ausgibt dem sind die paar T€ extra dann auch egal.
      Ich verstehe nicht warum jeder immer irgendwas gut oder schlecht rechnen muss.
      Ein Auto rechnet sich doch so gut wie nie, es ist einfach ein Komfort, der dem einen mehr dem anderen weniger wert ist.

      • Bübchen

        Der 918 Spyder kostet im Grundpreis ohne Sonderausstattungen 768.026€. Soviel bezahle ich in meiner Wohngegend nicht einmal für ein 220qm-Haus (400.000€) im Neubau, zzgl. 1000qm-Grundstück für 100.000€. Dann reicht das Geld auch noch für zwei P90DL…Außerdem ist der Porsche bloß ein Hybrid, wie gestrig ist das denn.

    • Erna

      Ein normal denkender Mensch wie Sie und ich sehen dies so. Doch letztlich werden doch nur Bedürfnisse befriedigt, die es beim Auto schon immer gab. Schon immer gab es Leute die das Auto eben noch schneller haben möchten egal ob die nun Sinn macht oder nicht und was es kostet. Lediglich die Höhe der Kosten für ein simples Softwareupdate toppt alles.

      Wenn man mal in den Tesla Gear Shop schaut kann man eigentlich nur den Kopf schütteln. Aber offensichtlich gibt es einen Bedarf dafür.

      • Tesla-Fan

        Stimmt, die Kosten für ein simples Software-update beim Tesla sind wirklich enorm!

        Einfach Auto dort abstellen, wo Netz ist und etwas warten…

    • Ben

      Dieses Prädikat macht das Model S „sexy“ und begehrenswert.
      Es ist eine gute Werbung.
      Und ja: es ist ein nettes Gefühl, die schnellste Serienlimousine der Welt zu fahren.
      Mit meinem P85D kann ich viele Male hintereinander beschleunigen, wenn gewünscht.
      Und jedes mal in 3,4-3,7 von 0-100.
      Für dieses Auto sind Verwandte aus Portugal nach Hamburg geflogen, um es zu „erfahren“.

  • iTesla

    Das ist eine Ansage.
    Sicherlich, der Porsche 918 schafft es auch in 2,6 Sekunden auf 100, 200 in 7,2 und Kurven fahren wird mit dem Geschoss sicherlich noch mehr spaß machen. Aber!
    Man hat die Option quasi 98% aller Autos auf den ersten Metern lautlos abzuziehen – und das in einer 5+2 Limousine mit abartig viel Drehmoment.

    • Erna

      Andere kaufen sich für das Geld des Upgrades einen Neuwagen und sind dank fehlender Ladezeiten trotzdem schneller als der Tesla in Südtirol im Urlaub angekommen 😉

      • Tesla-Fan

        Es gibt auch für 15000€ einen Picknick-Koffer für den Rolls Royce. Voraussetzung für den Erwerb ist der Besitz eines Rolls Royce.

        Wo ist das Problem?

      • W.Müller

        @Erna: Kann ich von München aus nicht bestätigen. Gerade in der Urlaubszeit sind die Verbrenner wegen der langen Schlangen an den Tankstellen beim Zwischenstopp nicht schneller weg als ich mit 20min nachladen am Supercharger. Kann man schön in den Sommerferien immer wieder beobachten. Im Stau dieselt der Diesel und benzint der Benziner nur so vor sich hin mit umgerechnet 15 Liter pro 100km wegen Stopp und Go während mein Tesla schön Strom spart bei der Schleichfahrt.
        Aber schön, haben Sie mal wieder faktenfreie Vorurteile präsentiert. Wäre ja sonst auch langweilig.

      • Bübchen

        Geld des Upgrades/Neuwagen = VW up!, Nein, damit fahre ich nicht nach Südtirol.

    • Ben

      Eher 99,8 % 😉
      Vergleichbare Supercars sieht man im Strassenverkehr so wahrscheinlich wie Lebron James in einer Schulturnhalle in Wanne-Eickel.

    • eCar-Fan

      Yep! Und versuche mal, 23 (i.W.: dreiundzwanzig) Bierkästen in einen Porsche 918 zu laden :))) Exakt soviel habe ich nämlich kürzlich in meinen S 85D verstaut Und zwei weitere hätten noch auf dem Beifahrersitz Platz gefunden.

      • Michael Reinhard

        Schon mal versucht die Bierkästen im S kühl zu halten? Wie weit kann die Klimaanlage kühlen? Ein selbstfahrender Kühlschrank! Das wär’s!

  • Steff

    Ich wäre nicht überrascht wenn rauskommt, dass Tesla den neuen grossen Akku schon verbaut und später per upgrade freigeben kann. Andere künden 600km (NEFZ) an, Tesla baut den nötigen Akku ein und informiert später.

  • C.M.

    Eigentlich kann man nur noch in Deutschland problemlos über 250 kmh fahren. Bei dem Rest der Welt ist das Limit in der Regel bei 130 kmh. Aber eigentlich ist auch aufgrund der Verkehrslage bei 300 kmh meist Schluss in Deutschland. Und die kann man meistens auch nur nachts fahren. Bis vielleicht auf die Schönheit des Designs, machen alle Supersportler wirtschaftlich überhaupt keinen Sinn. 250.000-2.000.000 Euro für ein Auto auszugeben, mit dem man in der Stadt auch nicht mehr als 60 KMH im Durchschnitt fahren kann, ist absolut sinnlos. Davon abgesehen, dass sich die Masse so etwas ohnehin nicht leisten kann. Wenn überhaupt, kommt es in der Stadt auf die kurze Beschleunigungen an. Da kann kein Supersportler Tesla das Wasser reichen. Und auch wenn, müssen die Fahrer solcher Boliden vor Anfahrt erst mal alles auf Racemodus einstellen. Was für ein Aufwand, um dann mit Lautern Motorgeheul loszupreschen. So ein peinliches Gehabe, sieht man auch bei vielen getunten Autos, wenn die Fahrer mit kreischendem Motor durch die Innenstadt Düsen. Oder wenn ein getunter Golf Fahrer ist einen Porsche mal so richtig zeigen möchte und den Motor voll aufdreht. Einfach nur nervig. Kommt dann ein Tesla und zieht lautlos und souverän an allen vorbei, bleiben die Münder immer offen stehen.

    • Bübchen

      Sehr richtig. Das ganze Motoren- und Auspuffgebrumm ist absolut nicht mehr zeitgemäß. Horst Lüning sagt dazu: „Da kann doch nicht einer seine Individualität auf dem Ruhebedürfnis seiner Mitbürger ausleben, wo sind wir denn?“ https://m.youtube.com/watch?v=k6Y74kvzfVY Sehr sehenswert.

  • Michael Reinhard

    Hat sich schon mal jemand mit der Energiebilanz bei solchen Beschleunigungen befasst. Wie viel mal effizienter beschleunigt ein EV als ein vergleichbares Verbrennerauto. Würde mich schon lange interessieren.

    • McGybrush

      Ja wenn man dem Tesla Fahrer mal unterstellt das er den Strom vom Hausdach hat dann ist es völlig Wurscht. Die Sonne wird deswegen ja nicht früher aufhören zu Brennen. Sollte er den Strom aus verbrannten Rohstoffen haben ist er maximal mit den Verbrennern gleich zu setzen. Quasi von „genauso schlimm“ bis „ist doch egal der Strom kommt von der Sonne“.

    • bübchen

      Gute Überlegung, unsere „heißgeliebte“ AutoBild hat mal den Porsche Cayenne Turbo S bei Vollgas getestet. Ergebnis: Verbrauch bei Vollgas: 63,9 Liter/100 km, der 100-Liter-Tank nach etwa einer halben Stunde leer.
      Wenn ich es recht in Erinnerung habe, darf „Insane“ maximal 1300 Ampere ziehen und „Ludicrous“ bis zu 1500 Ampere! Das muß doch glühen, wie verrückt. Irgendwie Wahnsinn, um nicht zu sagen: von Sinnen.

      • Michael Reinhard

        Bei voll abgezapfter Leistung wären das dann:
        Etwa 400 Wh für MS von 0 auf 100 in 3s
        Genannter Porsche bei gleicher Beschleunigung 1300Wh ohne vorheriges Hochdrehen des Motors um solch eine Bescheinigung zu erreichen. Lass mich gern korrigieren.

        • Grünspanpolierer

          Es sind ca. 483 Wh! Das ist doch ‚maximum plaid/blöd‘ !? 🙂

    • hakilos

      Verbrennerauto und Effizienz? Das schließt sich schon von selbst aus.

  • Pamela

    Wenn man viel Landstraße fährt, geht es gar nicht anders, als immer mal wieder zu überholen. Manche Tage hab ich das Gefühl, heute sind wieder alle Omis und Opis unterwegs, die fahren 40 wo 70 ist und 60 wo 100 ist. Wenn dann immer wieder Kurven auf der Strecke sind, ist es für alle Beteiligten entspannter und sicherer, wenn man den Überholvorgang so kurz wie möglich gestalten kann. Das ist ein weiterer Vorteil von E-Autos, je kürzer die Beschleunigungszeit um so besser. Ich nehme im Übrigen für mich in Anspruch, ein normal denkender Mensch zu sein. 😉

  • Mika

    Und wie viel braucht es von 0 auf 200 kmh.?
    Wie Lange dauert die Erholungsphase bis man wieder so beschleunigen kann?

    LG

    • Michael Reinhard

      Wohin? Auf 400?