Online-Konfigurator: Tesla senkt Preis für Model S 75 und zahlreiche weitere Änderungen

Tesla hatte bereits angekündigt, dass man am 16. April das Model S mit 60 kWh Akkupaket auslaufen lassen wird. Zudem wurden damit einhergehend auch weitere Neuerungen im Online-Konfigurator erwartet. Unter anderem berichteten wir von einer möglichen Preiserhöhung der 100 kWh-Modelle. Was nun tatsächlich verändert wurde, fassen wir in diesem Artikel zusammen.

Model S 60/60D entfällt, Model S 75/90 im Preis gesenkt

Wie angekündigt, hat Tesla das Model S 60/60D aus dem Programm genommen. Seine Rolle als Einstiegsmodell übernimmt nun das Model S 75/75D, welches zugleich im Preis reduziert wurde, damit es sich für die Kaufprämie der Bundesregierung qualifiziert. Der neue Preis des Model S 75 liegt bei 69.350 Euro. Dafür kostet das optionale Komfort-Paket nun 12.000 Euro statt 8.000 Euro.

Zusätzlich dazu wurde laut Tesla auch der Preis der 90 kWh-Modellvarianten gesenkt. Das Model S 90D kostete zuvor 103.320  Euro und ist aktuell ab 101.450 Euro erhältlich (Danke an Kommentator Fritz! für den Hinweis). Beim Model X fehlt uns leider der alte Vergleichspreis. Aktuell kostet das elektrische SUV mit 90 kWh-Akkupaket 111.050 Euro.

Zusätzlich ist es nicht möglich, die Smart Air-Luftfederung beim Model S 75/75D zu bestellen. Dafür kostet das Upgrade vom Model S 60/60D auf ein Model S 75/75D nur noch 2.200 Euro statt zuvor über 7.000 Euro. Von 70 auf 75 kWh gibt es das Upgrade für 550 Euro.

Beim Model X ist uns der Euro-Preis für das Upgrade von 60 auf 75 kWh nicht bekannt. Der Dollar-Preis betrug zuvor jedoch 9.500 US-Dollar und wurde auf 6.500 US-Dollar reduziert. Wieso die Reduzierung hier deutlich geringer ausfällt als beim Model S, ist nicht bekannt.

Glasdach und elektrisch öffnende Heckklappe nun Standard, Aluminiumdach entfällt

Ab sofort ist es nicht mehr möglich ein Aluminiumdach für sein Model S zu bestellen. Standardmäßig ist das Glasdach inkludiert, wobei man die Möglichkeit hat gegen einen Aufpreis von 2.600 Euro ein Schiebedach zu erhalten. Weitere Dach-Optionen sind ab sofort nicht mehr erhältlich. Die elektrisch öffnende Heckklappe gehört beim Model S nun ebenfalls zur Standardausstattung.

Hochstrom-Bordladegerät nur für Model S/X 100/100D

Das Hochstrom-Bordladegerät, welches das Fahrzeug mit einem 16,5 kW Onboard-Ladegerät ausstattet, ist nunmehr nur noch bei Modellen mit 100 kWh-Akkupaket erhältlich und bei diesen im Preis inbegriffen. Andere Modellvarianten können das Ladegerät auch nicht gegen Aufpreis ausstatten.

Model X: Neue Felgen und zusätzliche Mittelkonsole für die zweite Sitzreihe

Beim elektrischen SUV hat Tesla ebenfalls einige Änderung eingeführt. Unter anderem gibt es ab sofort neue Felgen, welche den Namen Sonic Carbon tragen. Außer der Farbe, sehen diese genau so aus wie die silbernen Slipstream Felgen, kosten jedoch 3.400 Euro Aufpreis. Unklar ist, ob die Bezeichnung „Carbon“ darauf hindeuten soll, dass diese aus anderem Material gefertigt sind.

Wenn man beim Model X die Option Sechssitzer-Innenraum mit Mittelkonsole wählt (Aufpreis: 4.000 Euro), dann erhält man in der zweiten Sitzreihe eine zusätzliche Mittelkonsole mit zwei Becherhaltern und einem Staufach unter der Armlehne. Das Ganze ist nur in Schwarz oder Weiß mit passendem Dékor erhältlich. In Weiß sieht es dann so aus:

Tesla hat zudem das Rückenteil der Sitze im Model X verändert. Während dieses zuvor Hochglanz war, ist es nunmehr matt (Bild des matten Rückenteils via Reddit-Nutzer lundjordan / Bild des Hochglanz Rückenteils via Screenshot YouTube-Video MacTechGenius):

Preiserhöhung bei 100 kWh-Modellen am 24. April

Tesla gab zudem in einer offiziellen Mitteilung bekannt (via Electrek), dass man die zuvor bereits vermutete Preiserhöhung für die Topmodelle in der nächsten Woche durchführen wird. Man erwartet, dass der durchschnittliche Verkaufspreis aller Modelle identisch bleibt. In Dollar-Preisen wird die Änderung wie folgt aussehen:

  • Model S 100D:  $95,000 auf $97,500
  • Model S P100D:  $134,500 auf $140,000
  • Model X 100D: $98,500 auf $99,500
  • Model X P100D: $135,500 auf $145,000
  • Fritz!

    Das Model S 90D kostete vor 4 Tagen (ich habe zufällig den Preis notiert) 103.320,– Euro in der Grundkonfiguration (in den USA 89.500,– $ ohne Steuern).

    • Teslamag.de (TK)

      Vielen Dank, ist ergänzt.

  • Karsten Jung

    Für 550€ habe ich das Update vom 70D auf den 75D auch gemacht.

    Gut das ich gewartet habe. Bisher waren es 3.600€

  • Günter Horvath

    Das ist die falsche Entwicklung.
    Warum das Blechdach beim Modell S entfällt verstehe ich nicht. Wenn Tesla Premiumpreise verlangt, müssen auch entsprechende Optionen wählbar sein.
    Momentan hat Tesla noch nicht wirkliche Gegner beim Modell S, deshalb können Sie das machen. In Zukunft werden Sie so Kunden verlieren. Fahre seit 2 Jahren einen P85D, mit Glasdach hätte ich den nicht bestellt.

    • Fritz!

      Beim Model 3 wäre die Option „nur Glasdach“ für mich auch eigentlich ein NoGo, aber eine Folierung mit einer sehr dunklen Folie ist im unteren dreistelligen Bereich zu realisieren, daher sehe ich der Entscheidung gelassen entgegen.

      • mattAUT

        Das könnte damit einhergehen das die Roboter die Sitze nun durch die zusätzliche Öffnung vor einsetzen des Glasdaches hineinschwenken. schneller würde ich sagen als durch Menschen.

  • McGybrush

    Glasdach will ich auch nicht haben. Hoffe das Model 3 gibt es auch mit Alu Dach. Max Schiebedach würde ich nehmen.

    • mattAUT

      ich glaube das wird Standard sein. es soll aber eine Tönungen und den UV Filter besitzen.

    • Gatanis

      Das Model 3 wird es nur mit Glasdach geben. Es ist quasi teil des Gesamtkonzepts. Es geht nämlich nahtlos vom Dach in die Heckscheibe über.

  • Sonntagskuchen

    habe mal was ausprobiert.

    Ich kann ein Soundsystem nur buchen, wenn ich das KOmfort Paket mitbuche.

    Soundsystem allein geht nicht? Könnt ihr das bestätigen?

    • Fritz!

      JA, ist aber auch logisch. Sie reden vom kleinsten Model S, dem 75 (ohne D), der das Komfort-Paket ja auch nur hat (exklusiv in Deutschland), weil hier diese dämmliche Regelung für die „Umwelt-Prämie“ einen Maximal-Preis von unter 60.000,– (netto) voraussetzt. Mit dem auslagern sehr wichtiger Funktionen in dieses Komfort-Paket unterschreitet Tesla diese Schwelle und bekommt ebenfalls (bzw. der Tesla-Käufer) wie alle anderen auch die 2.000,– vom Staat dazu.

      Ein Model S ohne Komfort-Paket macht überhaupt keinen Sinn. Da ist quasi der 17″ TFT abgeschaltet, bzw. hat fast keine Funktion.

      Ab dem 90er ist das Komfort-Paket (ohne Preisangabe) immer mit dabei, kann garnicht abbestellt werden.

      • Sonntagskuchen

        Danke

  • Bones

    Da aufgrund meines Spekulationshinweises der Kommentar wohl als Spam markiert wurde, nächster Versuch :

    Ich könnte mir vorstellen, dass aufgrund der momentan anlaufenden Model 3 Produktion (Glasdach, vereinfachte Fertigung bzw. Einbau der Innenteile) auch Prozesse in der S/X Fertigung verändert werden. Der Einbau von Innenraumteilen kann von oben durch ein offenes Dach viel mehr automatisiert werden, als es von Hand nachträglich bei geschlossenem Dach möglich ist.

    Meine weitere Überlegung dazu:
    Die Dachkonstruktion beim P100D wurde doch von der IIHS bemängelt, evtl. stellt man auch aufgrund dieser Geschichte in dem Bereich um.

  • Heiner Merten

    Glasdach ablehnen frei nach dem Motto „was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht“? Vor dem Verurteilen Probefahrt machen! So wie sich der Tesla-Fahrer fragt, warum zum Teufel gab es früher Verbrenner, so ist die Frage nach der Probefahrt, wer kam auf die blöde Idee ein Dach undurchsichtig zu machen? Tesla ist in der Tat zu schnell für Steinzeitmenschen in ihren Höhlen mit geschlossenem Dach und Wänden. Und wie sieht es beim I.D. CROZZ aus? Glasdach!
    https://i1.wp.com/electrek.files.wordpress.com/2017/04/id_crozz_concept_7110.jpg

    • Günter Horvath

      Im Sommer, bei schönen Wetter ist das Glasdach vermutlich nicht schlecht.
      Im Winter, bei salznassen Straßen sieht das Dach weniger cool aus. Einmal die Waschdüsen betätigen, und schon sieht es schmuddelig aus.
      Ein Alcantara Dach schaut immer edel aus, das hat nichts mit Steinzeit zu tun.

    • Jürg Rieben

      Das Glasdach macht Tesla nicht für den Fahrer, das mit dem Licht ist nur ein angenehmer Nebeneffekt! Der Grund ist der, dass es für die Produktion günstiger ist (offen zum Bauen von oben).

  • PV-Berlin

    Werden die Preiserhöhungen irgendwie begründet? 10.000 $ plus ist auch schon Geld.
    Ein Schiebedach für 2.600 € ? Tja, da ist man sicher auf einem Niveau , wo die Luft dünn wird. Aber klar, niemand mit gesunden Menschenverstand wird ein Schiebedach in einem Glasdach nachrüsten (Handwerker) wollen. Das Glas ist ja eine Tesla Eigenfertigung ?