Pariser Klimaabkommen: Elon Musk kündigt Beratertätigkeit für US-Präsidenten Donald Trump

Elon Musk ist seit Ende letzten Jahres einer von 17 Beratern des „strategischen Forums“ des US-Präsidenten Donald Trump. Dafür hatte er von Anfang an Kritik einstecken müssen, denn viele sahen einen Interessenkonflikt zwischen den Zielen des Unternehmens Tesla und den Aussagen und Amtshandlungen von Trump, der schon vor seiner Amtseinführung den Klimawandel leugnete.

Nachdem Trump den internationalen Klimapakt nun vor wenigen Stunden offiziell gekündigt hat, da dieser laut seiner Auffassung die USA „zugunsten anderer Länder“ bestrafe, hat auch Musk angekündigt, seine Beratertätigkeit für den Präsidenten einzustellen. „Der Klimawechsel ist real. Das Pariser Abkommen zu verlassen ist weder gut für Amerika noch für die Welt“, twitterte Musk.

Musk ist jedoch nicht der Einzige, der mit der Entscheidung des Präsidenten unzufrieden ist. Auch Disney-CEO Robert Iger, der ebenfalls zum Beratergremium von Trump angehörte, hat seinen Posten „aus Prinzip“ aufgegeben. Hunderte Konzerne – darunter Apple, Facebook, Microsoft, Morgan Stanley und selbst der Ölkonzern ExxonMobil, haben sich für das Klimaabkommen ausgesprochen.

  • Nelkenduft / AHF

    Im Grunde wäre diese Entscheidung wirtschaftlich gut für Europa und schlecht für Amerika.
    Da unsere Politiker und Entscheider aber so rückwärtsgerichtet denken sowie agieren, und da Amerikas Wirtschaft nicht vom Präsidenten geleitet wird, sehe ich gute Chancen dass die Amerikaner uns trotzdem auch bei diesem Thema davon eilen werden.
    Die Energie- und Verkehrspolitik in Deutschland hat Frau Merkel mit beispiellosem Totalversagen gegen die Wand gefahren, die Folgen sieht man zum Teil jetzt schon, so richtig in der Breite spüren werden wir es erst in einigen Jahren.

    • Fritz!

      Eine Spezialität der deutschen Regierung:

      Gute Idee, grottige Ausführung!

  • Jakob

    Man kann es auch so sagen;
    Der Umstieg auf erneuerbaren Energien, insbesondere im Verkehr macht auch ohne den Glauben an den Klimawandel Sinn. Daher werden sich diese Themen durchsetzen.
    – Ressourcen schonend
    – Elektro-Fahrzeuge werden billiger als Verbrenner
    – Energieerzeugung wird billiger als mit fossilen Brennstoffen
    – im Straßenverkehr senken wir die Feinstaub Belastung, die ist für den Menschen messbar schädlich (kausal)
    – macht Mobilität für eine breitere Masse bezahlbar
    – Macht einfach mehr Spaß als Verbrenner zu fahren

  • PV-Berlin

    Man hat gehofft, er und sein Team finden einen Weg aus dem Schlammassel. Real ändert sich nix. Es wird nicht ein einziges neue Kohlekraftwerk gebaut werden. Total lächerlich, wer das glaubt. Trump wird nicht mal den Versuch starten, ein Pro Kohle Subventiongesetz an den Start zu bringen. Daher ist das ’nur‘ eine Sprechblase für die Wutbürger im Land. Leider wirken auch Sprechblasen, wenn nicht im eigenen Land, dann eben anderswo. Schön zu sehen an Dr. Merkel, die ja jetzt meint und bestätigt bekommt, auf dem Pfand der Tugend zu wandeln.

    Für die USA selbst ergibt sich folgendes:

    Kalifornien wird noch viel krasser zum Vorreiter und am Ende noch viel brutaler und schneller den Rest der USA alt aussehen lassen. Vielleicht baut Kalifornien eine Mauer? Die Wut Bürger fern halten. Der Rest hängt sich u.U. selbst noch weiter ab ( Öl und Gas zu kaufen aus andere Regionen verbessert ganz sicher nicht die örtliche Kaufkraft etc.) und industriell wird sich die Zukunft verbaut.

    • Fritz!

      Naja, es gibt Bestrebungen in Kalifornien, sich von den USA zu lösen. Da sollte die EU jetzt aber sofort handeln, wir haben gerade einen Platz frei…

      😉

      • PV-Berlin

        Super Idee! darauf muss man erst mal kommen.

    • PV-Berlin

      mein vollständiger Beitrag zum Thema: * PV Forum

      Warum wird sich diese Entscheidung zur Wohltat in Sachen Energiewende in den USA entwickeln? Die Menschen benötigen halt heftigste Kontraste und die Politik eine schöne leere Leinwand auf Schwarz.

      Nun können sich alle Politiker in den Bundesstaaten profilieren und die Bürger werden es zum Großteil mittragen, wenn nicht sogar verlangen und befördern. *Trump macht wenn überhaupt nur eine Amtszeit.

      Wer glaubt, durch diese Entscheidung wird auch nur ein neues Kohlkraftwerk in den USA gebaut, der ahnt nicht, wer auf der Gegenseite steht: Ganz oben sämtliche Investmentbanken NY.

      Ich persönlich glaube nicht mal, dass sich auch nur ein Kohlekraftwerk länger halten wird, denn so einfach kann Trump keine neuen Gesetze durchprügeln, die diesen dann Subventionen zusichern.

      Die US Wirtschaft ist ja nicht homogen, nun wird Kalifornien noch mehr den Rest des Landes abhängen, weil dort die Rahmenbedingung stimmen.

      Das die EU und die Deutschen Politiker diese „Tat“ missbrauchen, war zu erwarten. Schön wäre es, wenn sie ihren Phrasen eine Aktivität folgen lassen, die sie mit China, Asien allgemein , Indien, Russland kurzfristig eine Strategie entwickeln läst, den Bau von neuen Kohlekraftwerken wenn irgendwie möglich zu stoppen. Russland deshalb, weil ohne Gas es beim Übergang wohl nicht gehen wird. Das darf für alle ein Bombengeschäft sein, denn nur diese Sprache versteht Trump & Fans.

      Zu verkünden, dass die Energiewende 10.000.000 neue Jobs bis 2020 sichern wird, wäre die Antwort, die selbst ein Trump & Fans sofort kapieren. * in der aktiven Gruppe beim G20 Gipfel.

      2° C, 4° C, 6 ° C Ziel?

      Welchem normalen Menschen, der sich nicht sehr tief ins Thema gelesen hat, sagt das was?

      Die Energiewende ist zuerst ein Wirtschaftsprogramm und Beschäftigungsprogramm, welches die Volkswirtschaften befördert.

      Das mit dem CO2, den 2° K etc. ist für den Bürger aus dem Mittelstand und die Intellektuellen. Die brauchen halt verkopfte Theorien an die sie glauben können.

  • Longcheck

    Konsequent, mit Ansage – einfach nur klasse.

    Bleibt zu hoffen, dass ihm als Retourkutsche von TumbTrump nicht die Mittel oder Aufträge für SpaceX gestrichen werden.
    Kopf hoch Leute, jetzt erst recht!

  • Longcheck

    (denke mal, das passt hier am besten hin)

    Hoch interessant, die Süddeutsche Zeitung mit schonungslosen Worten

    Der Kernsatz:
    „Von brisanten Erkenntnissen ist in Berlin die
    Rede, die Politik und Konzerne gleichermaßen nervös werden ließen. Und
    die Staatsanwaltschaft München II, die sowieso schon bei Audi wegen des
    Verdachts auf Betrug ermittelt, erklärte am Freitag, die Ermittlungen
    nun auszuweiten.“

    Es brodelt, aber hefig (endlich)

    mehrere untereinander verlinkte Artikel
    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/…greift-dobrindt-an-1.3532690

  • Longcheck

    Hier ein weiterer hochinteressanter Artikel bei „zeitonline“ zu den politischen Verstrickungen mit der Autoindustrie, national und europaweit. – Es lässt hoffen, dass nun wirklich was in Gang kommt…

    http://www.zeit.de/mobilitaet/2017-06/abgasskandal-vw-eu-emissionen-kontrolle/komplettansicht

  • Longcheck

    Einfach nur vorbildlich, absolute Avantgarde:
    Hier war ich gestern, hatte mich dort mit einem netten Ampera-Forumsmitglied zwecks Kauf eines T1 auf T2-Ladekabels getroffen: Ich war hin und weg.
    Von hier aus wurde übrigens auch seinerzeit des bekannte Teslafahrertreffen zum Reichweitenbeweis gegen einen Artikel bei AutoMotorSport.gestartet.

    Regio-Großbäckerei Schüren in Hilden im Rheinland,
    Ladepark mit 28 Ladestationen
    jeden Samstag E-Mobile Stammtisch

    Link: http://www.ihr-bäcker-schüren.de/Ladepark.htm

    https://uploads.disquscdn.com/images/4a0986b7d2f51e6273290f4ce37420c8541f08c1a5e2ade25a092d9b774eb229.jpg
    https://uploads.disquscdn.com/images/d742f1899e143c5455622d64b3954843bcccb0e50a03364dfbac3c1fa0051ee3.jpg
    https://uploads.disquscdn.com/images/f62c86ebe5e145f53f2727bf344b4e8fb5bf4f450fbeb7a239feb6b2f68be7ea.jpg

    • Pamela

      Das treibt einem vor Freude das Grinsen ins Gesicht, lieber Longcheck !
      Unsere kleine Gemeinde hat es zu einer kostenlosen Ladesäule geschafft, aber immerhin.
      Kleine Gemeinden/Unternehmen und Privatleute handeln, während die Manager der Autoindustrie in Marktschreiermentalität verfallen und die Politiker immer weinerlicher werden …

      • Longcheck

        Moin liebe Pamela, schön dass ich Dich zum Grinsen bringen konnte. 😉

        Um das weiter zu Fördern, hier noch etwas Interessantes zum Ausmerzen der typisch deutschen Ladesäulenprobleme. Es ist ein Projekt vom wichtigen Zulieferer Continental.
        Wenn es sich denn wirklich durchsetzen und so funktionieren wird – es wäre wohl die „eierlegende Wollmilchsau“ in Sachen Laden…?

        http://www.goingelectric.de/2017/06/02/news/…tem-fuer-elektroautos/

        • Pamela

          Cool, aber ich habe nicht ganz verstanden:
          Muss an den Antrieben im Auto was geändert werden und wenn ja, wie wäre es dann mit der Garantie der Hersteller ?
          Was würde das konkret bei einem Tesla bedeuten ?

          PS: Ich hab gelesen, dass der Ampera mit Strom/Benzin bei einmal laden+tanken eine Reichweite von 50+450 km hat. Kannst Du das bestätigen ?

          • Fritz!

            Das muß der E-Auto-Hersteller einbauen/entsprechend konstruieren. Ist nicht für den normalsterblichen E-Auto-Fahrer wie uns gedacht. Die E-Auto-Hersteller müssen nur bei der Konstruktion das AllCharge-System von Conti statt ihres eigenen verbauen und schon klappts auch mit jeder Ladesäule.

            Sehr gute Idee von Conti, dafür sollten die tatsächlich gelobt werden.

          • Pamela

            Vielen Dank, lieber Fritz!, das macht Sinn. Man kann eigentlich davon ausgehen, dass in den nächsten Jahren noch viele sehr gute Ideen auf den Tisch kommen werden.
            Interessant zu sehen, welche Entscheidungen die Autohersteller dann treffen. Die können damit rechnen, dass sie dabei von allen Seiten sehr genau und kritisch beobachtet werden, das finde ich gut !

          • Longcheck

            Hi Pamela,
            Mehr als was Conti‘ da meldet weis, ich auch noch nicht. Wenn es und vor allem auch noch problemlos kommen sollte, wäre das nach meinem Verständnis ein Hammer. Für Näheres müssen wir halt noch warten. Deine guten Fragen habe ich mir auch schon gestellt…

            @ Ampi: Das stellt sich für uns sogar noch etwas besser dar. Im Winter sind rein-elektrisch ca. 50 km realistisch. Im Sommer ca. 60 bis 70 km. Z. Zt fahren wir den mit ca. knapp 70 km bei „bewusster“ Fahrweise. Mit dem REX kommt man je nach Fahrweise noch bis etwa 520 km zusätzlich. Wir brauchen den sehr wenig mit unserem Fahrprofil. Der große systemische Vorteil beim Ampera-Konzept: Man fährt innerorts mit Batterie, schaltet dann außerorts um auf Batteriekap. „Halten“ und lädt durch Rekuperation (Schiebebetrieb, Bremsen) teilweise wieder auf. In den Orten wechselt man dann wieder auf Batteriebetrieb, usw. Unter dem Strich ist’s dann halt so wie oben beschrieben.
            Der Ampera macht aber nur Sinn, wenn sich ein Opel-, bzw. Chevi Hochvolt-Spezialhändler nicht zu weit weg befindet. Normalen Opelanern ist das Warten / Reparieren verboten…

          • Pamela

            Guten Abend, lieber Longscheck,
            das hört sich richtig gut an. Ich dachte immer, die Hybriden sind Mogel- packungen mit so 20-30 km elektrisch, was bei 140 km ++ am Tag für mich eher sinnfrei war. Schade, Opel hat den Ampera nicht richtig beworben, da kam immer die Mocca-Werbung mit Kloppo, vom Ampera hab ich nichts gesehen. Der war, glaube ich, aber auch nicht billig, gelle?
            Auf jeden Fall sollte er auf dem Gebrauchtmarkt noch ne gute Figur machen.
            Lieben Gruß

          • Longcheck

            Guten Morgen liebe Pamela,
            wir haben i. 04 noch einen recht guten Preis (knapp 19 „Riesen“…) gezahlt.
            Inzwischen haben die Kurse angezogen (Opel-Gebrauchtportal)

            GM/Opel waren technologisch damals (2011) um Jahre voraus (Toyota sowieso, allerdings leider nicht mit PlugIn-Reichweite). Aber wer wollte davon schon was wissen?… Der Ampi gilt nun auf dem Gebrauchtwagenmarkt als günstige und gute „Einstiegsdroge“ zur E-Mobilität mit für die Erstbesitzer sehr leider hohem Wertverlust. Des einen „Leid“ des anderen „Freud“, wie so oft… Unser‘ ist direkt vom erstbesitzenden Händler.
            Da wir die alte Dieselbaggerdreckschleuder ja im April sinnigerweise aus div. gravierenden Aspekten ins Nirvana geschickt hatten, ist für für uns der Ampi der richtige Schritt, den wir bislang nicht bereut haben – ganz im Gegenteil. Den fahre ich sogar lieber als den noch recht neuen A4-Dienstwagen, den ich im Dez. abgeben werde. Dann ist der A. eh unser einziges Gefährt.
            Nen schönen 2. Pfingsttag 🙂

        • Fritz!

          Bei mir geht der Link nicht. Meinten Sie den hier?
          https://ecomento.tv/2017/06/01/allcharge-continental-will-elektroautos-fit-fuer-jede-ladetechnik-machen/

          Das ist ein System von Conti, daß der E-Auto-Hersteller von Conti beziehen kann (als Zulieferer) und dann bei der Konstruktion seines E-Autos anstelle des eigenen Ladesystems verbaut. Er spart damit Entwicklungskosten und das Ganze klingt garnicht schlecht, finde ich. Und da Conti bisher gut mit den Herstellern konnte, könnte es bald Standard sein. Tesla kann das ja eh alles schon, deshalb sind die da draussen.

          • Longcheck

            Ah, danke für Ihren Link. Genau das ist es. Mein Link hatte wohl einen Bug – hab ich berichtigt. Er bezieht sich auf die Meldung zum exakt selben Thema bei „goingelctric“. Ihr Link ist da noch ausführlicher – klasse