Puerto Rico: Tesla realisiert erstes Solar- und Stromspeicherprojekt an einem Kinderkrankenhaus

Tesla hat auf Twitter einige Fotos von dem ersten realisierten Solar- und Energiespeicherprojekt in Puerto Rico veröffentlicht. Dabei wurde die Stromversorgung eines Kinderkrankenhauses wieder eingerichtet. Zahlreiche weitere Projekte dieser Art sollen zeitnah folgen, wobei zunächst sichergestellt wird, dass Krankenhäuser und Schulen mit Strom versorgt werden.

Den Bildern zu urteilen, besteht das Projekt aus einer großen Solaranlage mit zahlreichen Solarpanelen und vier Tesla Powerpacks, dem industriellen Großspeichersystem mit einer Energiekapazität von bis zu 210 kWh (Wechselstrom) pro Powerpack. Die Powerpacks sind zudem mit dem industriellen Wechselrichter von Tesla verbunden.

Tesla hatte bereits hunderte Powerwalls zur Stromversorgung nach Puerto Rico verschickt. Diese dienen jedoch lediglich einzelnen Haushalten oder kleineren Geschäftsbetrieben. Um größere Unternehmen oder Einrichtungen zu versorgen, sind wiederum Powerpacks vonnöten. Die Regierung von Puerto Rico möchte mehrere solche Micro und regionale Grids aufbauen.

  • George Wegener

    Liegen die Panels auf dem Boden auf dem Parkplatz? Geht dadurch nicht viel Parkplatzfläche verloren?

    • Richard Müller

      Ich glaube, dass es erstmal darum geht überhaupt Strom zu haben. Sobald das Netz wieder steht, kann man das woanders hinpacken.

      • Fritz!

        Oder, viel wahrscheinlicher, einfach etwas „hochbauen“, damit da die Autos drunter im Schatten parken können. Kann dann ja eine Metalbaufirma vor Ort machen, wenn die wieder arbeiten können.

      • PV-Berlin

        Das wäre ein ganz schön große Geldverschwendung. Demontage, + Wiedermontage kosten ca. 150 $ je kWp, ergo ca. 50% des Modulpreises.

        • Philipp

          Ich würde gerne mal wissen woher Sie Ihre Zahlen nehmen. Bei Fast jedem Thema kommt da irgendeine Zahl mit der Sie rechnen. Soll gar kein Angriff sein, interessiert mich.

          • PV-Berlin

            weil ich wohl einiges gemacht habe, in dieser Richtung.

        • RealUlli

          In diesem Fall ging es um Zeit. Die Module auf eine Metallkonstruktion zu stellen, sodass man noch Autos drunter stellen kann haette laenger gedauert.

          Abgesehen davon, die der Gegend sind die Loehne signifikant niedriger als hier oder in den USA – wenn der spaetere Umbau mehr als die Haelfte der genannten Zahl kostet wuerde mich das ueberraschen.

          • PV-Berlin

            Es wäre super schön, wenn man sich dann zum Thema äußert, wenn man einen Beitrag zum Thema leisten kann.

            Ich wette um einen Keks, das ich die kWh billiger in D. aufs Dach bekomme (Flachdach Große Anlage) als überall sonst auf der Welt.

            Warum?

            Ich habe es schon in Kenia probiert, in Frankreich und bekannte von mir im Rest dieser Welt.
            Logistik 2.0:
            Um 250 kWp (komplett) auf ein Dach zu bekommen, benötige ich genau 1 Mann und nicht mal einen Arbeitstag. Noch weitere Fragen zum Thema?

            *sorry musste mal sein, es ist lächerlich geringe Lohnkosten mit niedrigen Lohnstückkosten gleichzusetzen.

          • Will_Elektroauto

            Ja, habe weitere Fragen:
            250 kWp macht bei 300W Modulen 833 Stück.
            1 Arbeitstag mit 8 stunden 104/Stunde, oder 1,7 Module pro Minute, die zu installieren sind. Wenn es also in weniger als ein Tag passieren soll also mindestens alle 30 sekunden 1 Modul hochtragen, festschrauben, anschließen? Von Restlicher Installation (Wechselrichter, Speicher, Kabelkanäle noch gar nicht zu reechnen.. )
            Demzufolge müßte eine Kleinere Hausanlage mit 40 Modulen in einer halben Stunde installiert sein. Ernsthaft??

          • PV-Berlin

            In Kenia benötigst du > 100 Mann Stunden, um das Zeug auf das Dach zu bekommen. Von der Montage habe ich gar nicht gesprochen.

            DENN ich kenne das Aufdach System ja nicht, was Tesla verwendet. Das System, welches wir verwenden, geht bis Windzone 5. Was ein Tropensturm an Anforderungen hat, kann ich nicht beurteilen.

            Die Sogkräfte bei 10° Ost/West unter diesen Bedingungen , kann ich nicht beurteilen. Mit Beschwerung würde ich es aber nicht mehr versuchen. Ich meine, man müsste das gesamte System am Dach verschrauben, was möglich ist, da es da keine Frost Gefahr gibt ( Schweranker)

    • tslaintr

      Die werden wohl wichtigere Probleme haben, als sich über (wie ich annehme) temporär nicht nutzbare Parkflächen zu beklagen.
      Diese ebenen Plätze dürften ideal für einen schnellen Aufbau der benötigten Module sein, zumal sich diese auch direkt neben den zu versorgenden Objekten befinden.

    • Nelkenduft / AHF

      Könnte es nicht auch sein, dass man die fertigen Gerüste dann per Kran aufs Dach hebt? Ist sicher hierzulande unüblich, aber vielleicht machen die das in dem Fall so.
      Auf dem einen Bild sieht es allerdings eher aus, als blieben die Module am Boden.

      • dwJulian Berger

        Nein, ich habe auf instagram eine Antwort von musk gelesen, in der er sinngemäß meinte, dass das Dach nicht ausreiche um die notwendige Menge Strom zu liefern.

    • W. Müller

      Oh, ein Haar in der Suppe… Herr Ober…

  • Longcheck

    Na ja, durch den mehr als schleppenden Produktionsanlauf des M3 hat auch wohl noch ‚die eine oder andere Zelle‘ z. Zt. übrig und kann so die Produktion der Giga-F. besser auslasten – win win – ist doch prima und für einen absolut guten Zweck.

  • Jonathan Gehrke

    Puerto Rico ist immernoch im Ausnahmezustand. Strom und Datennetze liegen am Boden. Jetzt meldet Iridium (Satellitentelefonie Anbieter) das die Nachfrage in Puerto Rico um 4000% gestigen ist. https://www.humanmarsmission.de/iridium-leistet-wichtige-hilfe-in-der-karibik