Semi Truck: Tesla verschickt Einladungen zum Enthüllungs-Event mit neuem Teaser-Bild

Tesla hat angefangen Einladungen für das Enthüllungs-Event des Semi Truck zu verschicken, welches am 16. November stattfinden soll. Die Veranstaltung wurde bisher zweimal verschoben, doch nun dürfte eine erneute Verschiebung eher unwahrscheinlich sein, da die finalen Einladungen mit Bitte um Antwort (RSVP) verschickt wurden.

Die Einladungen sind vor allem auch deshalb interessant, da sie ein neues Teaser-Bild zum Tesla Semi Truck enthüllen. Zwar erkennt man keine wirklich neuen Details, doch sieht man das Sattelkraftfahrzeug aus einer anderen Perspektive inklusive dem gekoppelten Sattelauflieger.

Einladung zum Enthüllungs-Event (Bild © Reddit-Nutzer rcnfive)

In der Einladung heißt es, dass die Veranstaltung um 19 Uhr beginnt, wobei dann zunächst Einlass ist. Womöglich beginnt die eigentliche Präsentation und der Live-Stream um 20 Uhr, also eine Stunde nach Einlass. Hierzulande wäre das der 17. November um 5 Uhr morgens.

  • Jakob

    Die Oberfläche sieht aus als wäre sie aus Glas, auch beim Anhänger.
    Hm, bin auf die Enthüllung gespannt 🙂

    • PV-Berlin

      Ich sehe gar nix. Bin ich zu alt &/ zu fantasielos?

      Ich hoffe die Aktie stürzt noch mal kräftig ab, bis die vielen Investoren checken, dass in dem Markt viel mehr Musik steckt, als in dem PKW Geschäft.

      Meine Hoffnung schwindet schon. ich muss echt einen Not-Wiedereinstieg organisieren.

      • Jakob

        Das kann & will ich nicht beurteilen.. 🙂
        Aber zum Thema der Aktie:
        Tesla gibt vor, sich intensiv mit den entsprechenden Kunden und deren Wünschen auseinander gesetzt zu haben. Wenn sie für diese Bedürfnisse ein passendes Fahrzeug entwickeln oder diese sogar übertreffen, wieso sollte das keine Abnehmer finden?

        • PV-Berlin

          Es geht um die Margen, und die Größe des Marktes.

          Es ist viel wahrscheinlicher, das Tesla 30% des Nutzfahrzeugmarktes sich schnappen wird, als 30% des weltweiten PKW Marktes. Zudem kommt dazu, das die eigene Wertschöpfung (Anteil) selbst dann größer ist, wenn man bei den Nutzfahrzeugen nur die Antriebs-Plattform liefert und beim PKW Geschäft alles selbst fertigt.

          Im PKW Geschäft muss man halt vieles zukaufen und der Anteil am fertigen Produkt der Fremdleistungen ist sehr hoch.

          Im Falle der Nutzfahrzeuge ist der Antriebsstrang plus Akku plus Steuerung etc. bestimmt > 30% (netto Ladenpreis) der Wertschöpfung.

          Der Teil lässt sich bei Nutzfahrzeugen auch am besten industriell darstellen, soll heißen, hier sind Zuwächse bei der Effizient drin, die den dramatische Verfall der Erlöse auf der Zell Ebene (Fertigung) mehr als kompensieren.

          10% Reduktion der Zellpreise sehen wir sicher, bis ca. 2025 durchgehend.

          • Pamela

            Die Chancen bei elektrischen Nutzfahrzeugen sehe ich genauso.

            Aber bei den Zellpreisen bin ich mir da nicht so sicher, trotz Skalierung.
            Tesla hat sich z.B. Lithium für 5 Jahre gesichert. Die Rohstoffpreise werden aber demnächst durch die Decke gehen, auch bei Kobalt und Graphit.

          • PV-Berlin

            Ich meine zu wissen, das die Rohstoffkosten bei weitem überschätz werden. Selbstverständlich können die nominal um 100% steigen, aber wie viel $ macht das dann am Ende je kWh aus?

            Wir sprechen hier von einer Industrie, die noch recht jung ist und 10% Kostenreduktion packt. Das sind 12 bis 15 $ p.A. zur Zeit je kWh.

          • Pamela

            Ich hoffe sehr, dass Du recht haben wirst.

          • Fritz!

            „Im PKW Geschäft muss man halt vieles zukaufen und der Anteil am fertigen Produkt der Fremdleistungen ist sehr hoch.“

            Genau deswegen hat Tesla ja auch mit die höchste Fertigungstiefe im PKW Bereich. So können sie schneller und effektiver entwickeln, leider nicht immer zu ihrem Vorteil. Tesla liegt, glaube ich, bei über 70% Fertigungstiefe, VW teilweise bei deutlich unter 30%. Und dann will VW immer noch keine eigene Akku-Fertigung. Also dann unter 15% bei VW in Zukunft… 🙁

          • PV-Berlin

            Das ist korrekt und das Kernproblem von Tesla. Denn es ist exterm unwahrscheinlich, das Tesla bei der Fertigungstiefe über alle ganz vorne bei der Produktivität mitspielt. VW nutz die überragenden Kompetenzen seiner Partner und zahlt sicher am Ende weniger, als wenn sie es versuchten selbst zu machen. Dazu kommt die Flexibilität und die Tatsache, dass die F&E Abteilungen sich konzentrieren kann, auf die wesentlichen Aufgaben.

            Beim Nutzfahrzeug ist es aber so, das hier schon immer, der überragende Anteil an der Wertschöpfung der Antzriebsstrang war und immer sein wird. Der ist um ein mehrfaches höher, als beim PKW, bei dem z.B. die Sitze und Innenausstattung schon mehr als 10% ausmachen.

            Dazu kommt, dass der Antriebsstrang eines e-Nutzfahrzeug auch die Bremsanlage (Energierückgewinnung) umfasst. Mit ganzen Achsen, der passenden Lenkung etc.

            irgendein nette Blechkiste oben drauf und einen Sattel und schon ist der Truck fertig! Den Verkauf, die Wartung etc. muss man sich selbst nicht antun (ist unbezahlbar selbst weltweit aufzubauen)

            Tesla kann im Kern jeden Nutzfahrzeughersteller zwingen seine Plattform zu nutzen. Wer das nicht macht, wird gnadenlos untergehen und das nicht erst in 5 bis 10 Jahren, sondern genau in dem Moment, in dem klar ist, mit welchen Kosten ein e-Truck von Tesla an den Start geht. *Kosten je km

            Die Nutzer (Logistik) ist die größte und umkämpfteste Branche der Welt, mit super gut ausgebildeten Leuten (Post AG)

            Da fließt sofort das Blut in reißenden Flüssen. Wer das nicht glaubt, der schaut sich mal an, was die Post AG mit seinen e-Karren grade anstellt!

          • Jakob

            Ich habe gerade gemerkt, dass ich den ersten Kommentar in negativer Ausrichtung verstanden habe. Jetzt macht alles mehr Sinn, Danke! 😉

  • der_medicus

    Tesla Motors und EM tanzen auf zu vielen Hochzeiten. Die sollen sich einmal um den Anlauf der Serienproduktion des M3 kümmern. E-LKWs sind für den Verteilerverkehr in der Stadt hervorragend geeignet. Da gibt es schon etliches von Mercedes und MAN. Überland sind die Akkus viel zu schnell leer. Vor allen auf topographisch anspruchsvollen Strecken ist der Akku leer so schnell kann der Fahrer nicht Trucker sagen kann. Es wird argumentiert, dass ja der E-LKW bergab vorzüglich die Akkus aufladen kann, nur wenn die bergauf Strecke zu lang ist, nutzt das nix.
    Auch wenn das keine wirklich intelligente Lösung darstellt, macht eine Oberleitung mehr Sinn. Was aber schnurstracks zur besten Lösung im Fernverkehr führt: der Guten alten Bahn! Der Elektro-LKW macht dann Sinn von der Entladestelle bis zum Ziel. Im Übrigen zeigt es Magna Steyr im Werkverkehr ohne jedes Marktgeschrei vor. Dort fahren schon elektrische Sattelzugmaschinen.

    • Fritz!

      Ihnen ist schon klar, daß da nicht nur Elon Musk arbeitet und die anderen 32.999 Leute schauen ihm dabei zu? Da sind ein ganzer Haufen guter bis sehr guter Leute (und auch weniger gute, aber von denen wurde sich ja gerade getrennt) bei, viele von denen aus entsprechenden Spitzenpositionen bisher erfolgreicher Unternehmen abgeworben. Das mit den „mehreren Hochzeiten“ sollte also kein Problem darstellen.

      Und, zum Truck (inzwischen ja nicht mehr Semi), Tesla hat ihn ja mit den amerikanischen Spediteuren zusammen entwickelt, die werden ihm da schon ein realitätsnahes Pflichtenheft gegeben haben und sicherlich mehr Ahnung als Sie von der Materie haben, da brauchen Sie also keine Angst zu haben, daß das nichts werden könnte, nur weil Sie es sich nicht vorstellen können.

      Und auch da gilt die Aussage von Elon Musk, je mehr elektrische Autos/LKWs fahren, umso besser, desto weniger Dreck wird erzeugt.

      • der_medicus

        Ich weiß ja nicht ob Sie schon jemals einen LKW von innen gesehen haben, geschweige denn einen 40 to Zug gefahren sind. Auf ebener Strecke rollt ein aerodynamisch gut gemachter Zug mit den üblichen Geschwindigkeiten erstaunlich sparsam. Bergauf hat so ein Zug einen Leistungsbedarf von 250-300kW. Da gehen selbst große Akkus schnell in die Knie. Wenn steile Anstiege sich mit Gefällestrecken abwechseln, ist das kein Problem weil sich die Akkus bergab wieder aufladen. Aber auf typischen Gebirgsstrecken mit langen Aufstiegen reicht das unter Umständen nicht. Aber vielleicht wissen Sie mehr als ich, und kennen die Akkukapazität schon.

        • Fritz!

          Noch 6 Tage, dann werden Sie es erfahren.

    • Luganorenz

      Kennst Du die?
      https://www.youtube.com/watch?v=DbSIAvx3kYk
      Leider ist das Projekt in den letzten Jahren ein bisschen eingeschlafen. Schlechte Verkehrspolitik halt!

      • Dejan Stankovic

        Das ist genial!

  • Graf

    Der Tesla Truck wird alle anderen Trucks alt ausschauen lassen, ein großer Vorteil wird sein das Aggregate und Akkus schnell wechselbar sind. Ein Truck muß dann nicht mehr tagelang in der Werkstatt stehen, das wird die Spediteure schnell überzeugen.

    • Fritz!

      Soll das bedeuten, daß der einen Wechsel-Akku bekommt? Da würde ich keine großen Wetten drauf eingehen…

      Einen Akku-Tausch in 15 Jahren, wenn der unter 70% ist, dafür könnte der dann auch mal für einen Tag in die Halle.

      • Graf

        In 10 Minuten einen leeren Akku gegen einen vollen tauschen wäre schon sinnvoll, und das Patent wurde auch erst vor kurzem eingereicht. Mercedes E-LKW sind fest verbaut das ist schon ein entscheidender Nachteil gegenüber Tesla. Diesel Trucks sind ja extrem Reparatur und Wartungsintensiv , Speditionen haben kaum noch die gefürchteten Standzeiten zu befürchten , wenn mögliche defekte in Akku oder Motor schnell gewechselt werden kann.