SolarCity nimmt über 238 Millionen US-Dollar durch Monetarisierung zukünftiger Cashflows ein

Bereits Ende letzten Jahres hatte SolarCity 241 Millionen US-Dollar durch die Monetarisierung zukünftiger Cashflows seines Portfolios beschafft, indem zukünftige Einnahmen durch Solarprojekte in 16 US-Bundesstaaten, darunter 26.000 Privathaushalte und 19 industrielle Projekte, an andere Unternehmen abgetreten wurden.

Nun erfahren wir (via Teslarati), dass der niederländische Pensionsfonds PGGM ebenfalls eine größere Investition in SolarCity getätigt hat und dafür die zukünftigen Cashflows von über 38.000 Solarprojekten aus dem privaten Sektor erhält. Zwar sind keine Angaben zur Investitionshöhe bekannt, diese wird jedoch auf über 200 Millionen Euro (238 Millionen US-Dollar) geschätzt.

SolarCity bietet Hausbesitzern an, eine Solaranalge zu leasen statt zu kaufen. Dies erfordert jedoch hohe Investitionen vom Unternehmen, die es im Voraus tätigen muss. Um an frisches Kapital zu kommen, kann SolarCity zukünftige Projekte an andere Unternehmen abtreten. In Zukunft möchte das Unternehmen jedoch auch vermehrt Solarmodule verkaufen statt zu verleasen.

  • Nolagadh

    In letzter Teil hat Tesla mehr R&D in ein „Loan“ (Kredit) Modell gesteckt.
    Durch den rasanten Preisverfall, der anhaltend ist und sogar schneller wird, wollen Kunden die PV-Anlage lieber selbst kaufen anstatt zu Mieten.

  • PV-Berlin

    solche Geschäfte sind nur mit einem satten Abschlag zu tätigen (30% schätze ich mal) die vom abgezinsten Preis noch mal abgezogen werden. Keine gutes Geschäft für Tesla, denn das bedeutet selbstverständlich Abschreibungen in der Bilanz.

    Sehr richtig, bei einem Preis von ca. 1.000 $ je kWp ( ab 5 kWp) ist es Unfug zu leasen, da jeder Hausbesitzer, sofern er Luft hat, seine Hypothek sehr unkompliziert ausweiten kann. Das spart nicht nur viel Papier, sondern auch viel Provision etc. Daher ist das alte Geschäftsmodell von Solarcity schon länger mausetot und deshalb ist Solarcity auch überschuldet und der kauf durch Tesla ein großer Fehler. Für das Geld hätte man sich besser in einen richtigen PV Hersteller eingekauft, wenn man das schon unter dem Namen Tesla machen möchte.

    • Nolagadh

      Solarcity montiert nicht nur. Die haben einen PV-Hersteller gekauft und bauen dessen Fabrik in Buffalo (Gigafactory 2) gerade auf das 5-fache der ursprünglichen Größe aus.

      • Manni

        Wohl verpasst , das die Tesla gerade einen Vertrag mit Panasonic geschlossen hat , und die Solarzellen für die Fabrik in Buffalo jetzt von dort bezieht. Und bei eher lächerlichen 150 MW im 1. Quartal 2017 ausgelieferten Solarmodulen, macht diese Fabrik sehr wenig Sinn