Tesla tritt Charging Interface Initiative (CharIN) bei, welche das CCS-Ladesystem fördert

Wie aus einer knappen Mitteilung hervorgeht, ist Tesla kürzlich der Charging Interface Initiative (CharIN) beigetreten. Die CharIN ist ein Zusammenschluss von Fahrzeugherstellern, Zulieferern und Organisationen, die das Ladesystem Combined Charging System (CCS) global fördern und weiterentwickeln wollen. Zu den Mitgliedern gehören vor allem deutsche Unternehmen, darunter BMW, Daimler, Porsche, Audi, Volkswagen und Opel.

Das CSS-Ladesystem ermöglicht sowohl das Laden mit Wechselstrom (AC) als auch das Laden mit Gleichstrom (DC) über einen einheitlichen Stecker, dem sogenannten Combo-Stecker. Wie InsideEVs berichtet, soll CharIN die Arbeiten an einem 150 kW CCS-Ladestandard vollendet haben und aktuell an Ladeleistungen von bis 300 kW arbeiten.

Sicherlich ist Tesla nicht beigetreten, um kurzfristig auf das Ladesystem CCS zu wechseln. Der Elektroautobauer bietet jedoch bereits einen CHAdeMO-Adapter an, welcher an entsprechenden Stationen genutzt werden kann. Einen ähnlichen Adapter könnte Tesla zukünftig auch für CCS anbieten, um die Lademöglichkeiten der eigenen Kunden zu erhöhen.

CHAdeMO-Adapter von Tesla.

CHAdeMO-Adapter von Tesla.

  • Dirk Weige

    Eine gute Sache! Mehr Möglichkeiten bedeuten mehr Flexibilität!

  • ich

    Da sieht man mal wieder wie viel Tesla an der E-Mobilität liegt. Sie bewegen sich auf andere sogar zu. Doch die restlichen Hersteller tuen nichts.

    • Grünspanpolierer

      Die anderen Hersteller waren schon vor Tesla im CCS Club!

      Wenn es nach Tesla ginge, würde deren ausserhalb der Spezifikation betriebener Typ2 Stecker mit propietärem Protokoll Standard?

      Wie der Brand in Norwegen zeigte, war das Tesla Ladeprozedere noch ‚updatefahig‘. Wahrscheinlich hat man sich unter dem Druck der Ereignisse mal das CCS DC Prozedere angeschaut und bemerkt, dass der Standard doch ein paar Vorteile hat, die man dann gleich implementierte?

      • Felix

        @Grünspanpolierer: ich glaube er bezog sich mit dem „nichts tun“ eher auf das aufeinander zu bewegen, nicht darauf das andere hersteller absolut garnichts tun würden. Eiiieiii jedesmal müssen die Brände wieder rausgeholt werden…die natürlich ein Problem sind/waren. Ich verstehe immer nicht wie von einem Autohersteller, welchen es nicht einmal seit zwei Dekaden gibt, erwartet bzw. verlangt wird dass ALLES pefekt läuft, keine Kinderkrenkheiten, null Unfälle, keine Liefer-oder Terminschwierigkeiten – Alles Dinge welche die Verbrennungmotorhersteller seit über hundert Jahren nicht abstellen können. Unfälle passieren leider, Fehler werden begangen, das war und wird immer so sein. Wichtig ist wie man damit umgeht, ignoriert oder verschweigt man es so wie GM mit den Zündschlössern, oder redet man sich raus bzw. versucht es hinten tum wie VW mit Schummelsoftware und Nichtrückrufaktionen wie bei den Steuerketten?

        • Starkstrompilot

          so isses.

  • Starkstrompilot

    Da können die Mitglieder von CharIN ja froh sein, dass sie endlich einen an Bord haben mit praktischer Erfahrung beim Schnellladen. Die Frage bleibt, was CCS besser macht als Tesla am Typ2? Eher nichts. Sieht mehr nach mechanischer Inkompatibilität aus.
    Mal abwarten, was daraus wird.

  • Erik

    Ich muss mich zuerst einmal Felix anschließen. Es wird nie ein hundert Prozent sicheres System geben.
    Bei einem Brand, nach was weiß ich von aber kWh geladener Energie in den letzten vier Jahren kann es halt mal passieren, ist nicht schön aber Hauptsache man hat daraus gelernt.
    Als Tesla die Supercarger in Europa eingeführt hat, gab es das CCS Standard noch gar nicht! Sie haben sich an Typ 2 orientiert (EU Standard) und DC laden implementiert.
    Zudem finde ich den Formfaktor handlicher als den CCS Standard bei dem noch zwei zusätzliche Kontakte zum Typ 2 Stecker hinzugefügt wurde.
    Außerdem finde ich, Tesla hat sich die alleinige Nutzung von den SC verdient, sie haben das finanzielle Risiko aufgenommen und wurden von anderen nur belächelt.
    Jetzt tragen sie die Früchte ihrer Bemühungen.

  • Grünspanpolierer

    Bei 500V ist beim Typ2 Schluss. Zukünftige Schnelladesysteme werden auch 800V fähig sein, dann hat Tesla ein Problem.

    • Erik

      Hätte hätte Steuerkette. Die Realität sieht halt so aus, dass mit CCS deutschlandweit nur mit 50 kWh geladen wird, zig Ladekarten braucht wenn man quer durch Deutschland fahren will und nicht wenige dieser Ladesäulen oft nicht funktionieren!

      Und dazu kommt, das die deutsche Autoindustrie in 2020, also in vier Jahren das liefern will, was Tesla seit vier Jahren schon produziert.

      Damit ist wohl alles gesagt

    • waschlappen

      Das ist speziell für die Teslafahrer in Deutschland ein sehr gutes Signal. Übrigens riecht hier ein Diskutant verdächtig nach Troll.

    • Ben

      Glaube ich nicht, Porsche hat eher das Prob, die 800V Charger mit der Lupe suchen zu müssen. Ein 400V-System kann hingegen von allen anderen genutzt werden. Rauf oder runter transformieren wäre zwar auch möglich, aber ob sie das tun, oder eher abschotten bleibt die Frage.
      Außerdem erfordert das 800V-System ganz neue Komponenten, da die hohen Spannungen für ALLE Bauteile einen deutlich teureren Überspannungsschutz erfordern, so lt. meiner letzten Li-Ionen-Batterie-Schulung bei Bosch. Aber Porsche darf auch gerne mal den Pionier spielen und üblicherweise die Entwicklungskosten übernehmen. Die Nachfolgenden werden die Nutznießer sein.

  • EeVee

    @Grünspanpolierer Ein Problem, dass sich sicherlich lösen lässt. Höhere Leistungen werden wohl erst bei deutlich höherer Batteriekapazität wichtig. Höhere Energiedichten werden aber meiner Einschätzung nach größtenteils zunächst dazu genutzt das Akkupaket kleiner ausfallen zu lassen.

    Man kann den Tesla ja IMHO auch an den normalen Typ 2 11/22 kW Säulen laden. Kann man den Tesla Stecker auch in eine Combo 2 Dose stecken?

    Ich finde es oke, wenn Strom tanken nicht so zügig möglich ist wie Sprit zu tanken. Schließlich kann man dafür auf normalen Parkplätzen stehen, muss nicht dabei stehen, muss keine dreckige Zapfpistole anfassen und über öligen, diesel- oder benzinbetropften Boden laufen. Viele können zudem daheim laden und entscheiden, was für ein Strom in ihr Fahrzeug gelangt.

    Neulich las ich, dass die ersten KFZ wie Kutschen aussahen, weil man es nicht anders kannte. Und jetzt soll man, nur weil es damals noch nicht die Kameratechnologie gab, an neuen Autos weiterhin seitlich Spiegel in Form von Miniöhrchen anbauen?

  • McGybrush

    Wenn ich immer lese „Inititative“. Was es nicht Weltweit alles für initiativen gibt. Entscheidend ist das Tesla im Alleingang ohne Politik und Lobby von der Motorenindustrie mal eben Weltweit Flächendeckend mit den Superchargern das elektrische Langstreckenfahren ermöglicht. Und die anderen wollen einem immer noch erzählen, es ist nicht möglich und die Kunden wollen es auch noch nicht. Das Elektroauto ist in Wahrheit der Erstwagen. Und für den Urlaub holt man sich dann den Verbrenner aus der Garage, Mieten ein Leihwagen oder hat ein Tesla der Langstreckentauglich ist.