Tesla-Fahrzeuge erhalten „wesentliche Veränderungen alle 12 bis 18 Monate“, sagt Musk

Dass Tesla nicht wie herkömmliche Hersteller in einem vordefinierten Zeitzyklus eine überarbeitete Version der eigenen Fahrzeuge (Facelift/Modellpflege) auf dem Markt bringt, ist unlängst bekannt. Zahlreiche Kunden haben sich bereits darüber geärgert, dass es teilweise „über Nacht“ starke Veränderungen am Fahrzeug gab, ohne dass diese zuvor von Tesla angekündigt wurden. Oftmals heißt es, dass man als Kunde dann womöglich gewartet und die aktuellere Version des Fahrzeugs bestellt hätte.

Nun kam Elon Musk kürzlich auf Twitter genau auf diese Umstand zu sprechen, nachdem ein anderer Nutzer ihn darum gebeten hatte, darüber nachzudenken, eine mögliche Nachrüstung des verbesserten Autopiloten anzubieten. Unabhängig von der neuen Autopilot-Hardware stellte Musk noch einmal klar, dass man auch zukünftig so verfahren wird und man mit „wesentlichen Veränderungen alle 12 bis 18 Monate“ rechnen müsse.

Wie es heißt, wird Tesla niemals aufhören innovativ zu sein. Laut Musk kauft man das falsche Auto, wenn man so etwas erwartet. Das bedeutet, dass weiterhin wesentliche Veränderungen an den Fahrzeugen eingeführt werden, ohne dass der Kunde vor dem Kauf informiert wird. Als Beispiel seien hier der Allradantrieb oder neue Akkupakete, wie das kürzlich eingeführt 100D, zu nennen.

Bezüglich einer Nachrüstung von Autopilot der 1. Generation auf den verbesserten Autopiloten, hat sich Musk dann anschließend noch einmal spezifischer geäußert. Wie es heißt, sei dies nur mit einem außerordentlichen Aufwand möglich und wird deshalb nicht angeboten. Für eine solche Umrüstung müsste man das gesamte Fahrzeug auseinandernehmen und über 300 Teile ersetzen.

  • Leider hat Elon Musk recht. Tesla ist halt ein innovativer Autohersteller und nicht wie andere. In 10 Jahren wird Tesla da stehen, wo andere es in ca. 2 bis 4 Jahren geschafft haben.

    Irgendwo habe ich mal gelesen, im Jahr 2028 soll die Powerwall 100 kWh haben. Wo gibt es eine so schnelle Entwicklung? Das ist nur ein Beispiel.

    • Dirk Pakosch

      „In 10 Jahren wird Tesla da stehen, wo andere es in ca. 2 bis 4 Jahren geschafft haben.“
      Kannst du das bitte nochmal erklären, was du genau meinst? Ich verstehe den Satz so, das andere Autobauer in 2-4 Jahren soweit sind, wofür Tesla 10 Jahre braucht, oder wie?

  • McGybrush

    Des einen Freud ist des andere Leid. Der eine erwischt nochmal ein Update obwohl er es ohne bestellt hatte und freut sich durch den schnellen Zyklus ist aber dann wieder angenervt wenn 6 Monate darauf wieder ein grosses Update gibt. Hat man das Auto noch nicht findet man es gut. Besitzt man es bereits nimmt man das eher negativ wahr. Es gibt hier keinen „richtigen“ oder „falschen“ weg für so etwas.

    • theBIGeasy

      Es geht ja nicht um den Zyklus, sondern um die Transparenz. Bei der Vorstellung des AP 2 wurden die Besteller vor vollendete Tatsachen gestellt. Ich kenne keinen Autohersteller, der eine Modellpflege nicht vorher ankündigt. Das ist einfach nur fair gegenüber dem Kunden. So ist Tesla ein Überraschungsei, krieg ich was ich bestellt habe? Ist das dann vllt schon bei der Auslieferung nicht mehr aktuell?
      Aber stimmt schon, muss jeder selber wissen, ob er das Spiel mitspielt.

  • Will_Elektroauto

    Scheint aber nicht schlimm zu sein, denn seltsamerweise scheint sich das nicht auf die Gebrauchtwagenpreise auszuwirken.. Wenn das Auto ja dann sooo veraltet ist, müßte man den Preis doch locker auf bezahlbare Werte drücken können…
    Wer eine Kolbenkiste, 3 Jahre alt mit 100000 auf der Uhr für mehr als den halben Neupreis kauft macht was falsch. (klar, die will auch keiner mehr, warum wohl.. 🙂
    Wenn ich sehe, was da bei Gebrauchtwagenportalen so für Tesla zumindest verlangt wird.. Nee, wenn ich das Geld hätte, würde ich den dann eher für ein paar Tausender mehr in Neu mit voller Garantie und neuester Hardware nehmen.

    • theBIGeasy

      Immerhin bietet Tesla Neuwagen mit AP 1.0 mit 11.000 Euro Rabatt an.

  • Matthias

    Ich weiß nicht, wo das Problem sein soll? Das ist doch wie mit vielen anderen Dingen. Man kauft was, und schon gibt es was besseres. Sowohl in der Automobil Branche, wie auch in anderen Dingen des täglichen Lebens. Siehe Computer, etc.

    Ich bin mit meinem Model S, welches ich gebraucht gekauft habe, völlig zufrieden. Auch wenn es nur den AP 1.0 hat. Und noch kein face-lift etc.

    Never Stop innovating

    • Fritz!

      Die einzige (ein wenig nachvollziehbare) Kritik wäre, daß „bisher bei anderen Herstellern“ man sich darauf verlassen konnte, nicht vor dem Ablauf von ca. 5 bis 7 Jahren mit einem neuen Model (nebst echten Verbesserungen) rechnen zu können. Es wird Tesla also seine hohe Innovationskraft vorgeworfen.

      Aber, wie alle oben schon geschrieben haben, war zum Zeitpunkt der Kaufentscheidung das vorhandene Model ja bereits OK, also ein guter Kauf. Und, ganz wichtig, alte Modelle werden eben NICHT vergessen, so wie bei den deutschen „Premiumherstellern“.

  • Stefan

    Ich habe meinen Tesla auf Basis der damals vorhandenen Beschreibung erworben und habe dann als Überraschung das Facelift und den Hepafilter „zusätzlich“ erhalten.
    Aus meiner Sicht habe ich mehr erhalten als ich bestellt hatte und bin deshalb nicht unzufrieden. Zwei Monate nach Lieferung wurde dann der Autopilot 2.0 eingeführt.

    Natürlich habe ich mich dann gefragt ob ich gewartet hätte wenn bereits zu meinem Bestelltermin bekannt gewesen wäre das das so schnell passieren würde. Letztendlich bin ich zur Meinung gekommen das es falsch gewesen wäre zu warten. Wäre mir ein Level5 AP so wichtig gewesen hätte ich den Tesla mit AP 1.0 nicht kaufen dürfen, denn es war klar das er das nicht bieten kann.
    Da mir aber das was AP 1.0 kann ausreicht habe ich bestellt und das gilt auch heute noch.

    Hardwarebezogene Änderungen kann man nun mal nur schwer nachrüsten. Sehr gut finde ich, dass Tesla seine „älteren“ Versionen nicht völlig vergisst und Änderungen die über Software möglich sind auch für diese Varianten anbietet. Bei vielen anderen Produkten/Herstellern habe ich den Eindruck das mit der Verfügbarkeit einer neuen Version das alte „Modell“ völlig vergessen wird.

    Tesla macht es meiner Meinung genau richtig. Innovationen werden sobald sie verfügbar sind ins Angebot aufgenommen und schafft es auch für ältere Varianten noch Verbesserungen via Softwareupdate auszuliefern. Toll – bitte weiter so.