Tesla hat mehrere hundert Roboter für die Model 3 Produktionsstraße geliefert bekommen

Kürzlich wurden einige neue Fotos innerhalb der Fremont Produktionsstätte veröffentlicht, die eine riesige Auslieferung an Robotern der deutschen Firma Kuka zeigen, die Tesla vor wenigen Tagen offenbar entgegengenommen hat. Die Fotos wurden erstmals von einem Kuka-Servicetechniker im Online-Forum SoutheastTraders veröffentlicht (via Teslarati).


Laut Aussagen des Servicetechnikers soll es sich dabei um 467 Roboter handeln, die allesamt für die Model 3-Produktionsstraße vorgesehen sind. Der Kaufpreis der Roboter kann zwischen 50.000 und 500.000 US-Dollar kosten. Die Roboter können verschiedene Aufgaben übernehmen, indem man beispielsweise den Adapter am Kopf auswechselt.

Der Servicetechniker erklärte im besagten Forum, dass er mit weiteren Mitarbeitern für die nächsten sieben Wochen vor Ort sein wird, um die 467 Roboter und 21 KL Lineareinheiten zu installieren. Lineareinheiten dienen als Zusatzachse für die Roboter und sehen wie folgt aus:

Kuka Roboter auf entsprechender Lineareinheit KL 4000. (Foto: © Kuka)

Tesla plant die Produktion des Model 3 im Juli zu beginnen. Die sieben Wochen Installationszeit passen somit perfekt in die Planung, da man wenige Wochen vor Produktionsstart den Auftrag abgeschlossen haben dürfte. Zudem soll Tesla Grohmann Automation zwei Produktionsstraßen für die Model 3-Inverter ausliefern, welche offenbar ebenfalls im Zeitplan liegen.

  • W. Müller

    Das sind jetzt mal richtig gute Nachrichten. Freude herrscht.

  • McGybrush

    Glaube nicht das dieser Mitarbeiter noch die gesamten 7 Wochen vor Ort sein wird.

    • Alois Hofbauer

      Dem kann ich nur beipflichten

      • Horst aus München

        Nichts geschieht in dieser Welt aus Zufall, alles hat im Hintergrund einen ganz festen Hintergedanken.

    • Luganorenz

      Oder es wurde mit Absicht „geleakt“. Ich habe den Eindruck, dass diese Geheimnisse manchmal absichtlich durchgesteckt werden.
      Die Aufmerksamkeit ist einem dann sicher. Ich habe mal über Apple gelesen, dass die Funktionen der neuen iPhones durchaus absichtlich im Vorfeld durchsickern, um die Zeitspanne der Aufmerksamkeit zu verlängern (und bei Apple dafür sorgen, dass die Enttäuschung, dass eigentlich keine Innovationen dabei sind, verdünnt wird;-))

      • Markus

        Man kann eigentlich davon ausgehen, dass das alles mit voller Absicht und im Auftrag von Tesla veröffentlicht wird.
        Wenn ich mir ansehe, welche Summen in solchen „Geheimhaltungsverträgen für Fremdfirmen“ als Vertragsstrafen aufgerufen werden, kann ich mir kaum vorstellen, dass da einfach jemand ein paar Fotos in ein Forum stellt.

        • Melone

          Und selbst wenn nicht, hat Tesla wohl kaum etwas dagegen. Die Hauptquelle vieler solcher Informationen ist electrek. Und dessen Gründer hat Tesla-Aktien (Ähnliches dürfte wohl auch für andere Blogs gelten). Von solchen Leaks profitieren also beide Seiten. Ob das jetzt positiv ist, lasse ich mal dahingestellt.

          • MRd74

            Wenn man an die Zukunft der E-mobilität glaubt, und das tun hier, wie bei electrek, beinahe alle, fehlt es schlichtweg an Alternativen zu Tesla um sich zu engagieren. Ob finanziell, bei der Beschaffung von Fahrzeugen oder sonstwie, im Moment kann sich alles nur um Tesla drehen.
            Ich wünschte es wäre anders und das schon lange!

          • Melone

            Das stimmt leider ein Stück weit. Es gibt aber Alternativen, die allerdings bisher alle auf einen anderen Markt abzielen (einen i3 irgendwie mit einem Tesla zu vergleichen ist im Grunde genommen Unsinn). Von mehr Wettbewerb gerade im Premiumbereich würden alle profitieren. Am Horizont scheint sich dahingehend ja endlich etwas Konkurrenz anzubahnen, siehe Opel, Audi, Jaguar, Mercedes und mittelfristig wohl viele weitere. Es wird spannend.

  • Alois Hofbauer

    Trotzdem sind das gute Nachrichten und M3 könnte wirklich bis Sommer nächsten Jahres in allen Varianten auch in Österreich erhältlich sein

    • Horst aus München

      Da natürlich auch andere viele Kunden in Österreich und Deutschland und der Schweiz das gleiche Auto haben wollen, wird es eng in der Lieferung und beim Service

  • Jossele

    Ich hätte als vorsichtiger Mensch extremes Bauchweh wenn ich erst wenige Wochen vor dem geplanten Fertigungsstart diese knapp 500 Roboter in Stellung gebracht hätte. Wenn da irgendwas nicht flutscht, is EM’s Zeitplan wieder mal übern Haufen geworfen…
    Wodurch auch klar wird, wieso ich nicht in solchen Jobs arbeiten könnte! 😀

    • Jens B. H.

      Sie sind vielleicht (über-)vorsichtig aber auch außergewöhnlich ehrlich.

    • Horst aus München

      Ich bin schon etwas älter mit entsprechend viel Lebenserfahrung auch was das Auto betrifft – ein zuverlässiges Auto sollte mehrere Jahre Produktions Zeitraum hinter sich haben, für den, der einen zuverlässigen Begleiter durch den Alltag sucht. Das ist Uhr altes Erfahrungswissen auch ein neuer Mercedes im ersten Jahr der Produktion würde ich nicht mehr kaufen, das überlässt man anderen die es nicht wissen

      • Thomas Viet

        Uhr alt ??? Das heißt uralt und hat mit Uhren nix zu tun. Im übrigen lässt sich aus der Vergangenheit nur sehr bedingt auf die Zukunft schließen.
        Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.

  • Sonntagskuchen

    Passt doch alles. DIe ersten Autos gehen an die Ostküste, dann Westküste USA, dann Europa.
    D.h. wenn wir unsere Model 3s bekommen werden, sind schon circa 6-12 Monate Erfahrungen in den USA gesammelt worden.

    • Richard Müller

      Wieso zuerst an die Ostküste?

      • Sonntagskuchen

        Oder es war erst die West, dann die Ostküste. Weiß ich nicht mehr genau

        • Jakob

          Erst West (da hat Tesla die Fabrik) dann Richtung Ost-USA

      • Kai Otten

        Erst die Westküste um auf dem kurzen Weg etwaige Probleme und Fehler zu beheben.

    • Luganorenz

      Du meinst das klassische „Bananenprodukt“: Es reift beim Kunden 😉

      • Thomas Viet

        Zumindest reifen die Teslas ja wirklich beim Kunden. Die werden wirklich immer besser, zumindest die Software.
        Im Gegensatz zu allen anderen Fahrzeugen.

        • Luganorenz

          Wieso??? Die Dieselfahrzeuge von VW kriegen doch jetzt auch alle ein Softwareupdate.

          • Longcheck

            Genau, da fragt man sich, wie bescheuert das ist – nur ein Softwareupdate und warum dann erst eine Betrugssoftware installiert / vekauft?…
            Das verstehe wer will, ich bin zu dumm dafür.

          • Jens B. H.

            Also ich fühle mich da betrogen. Werde daher auch nie wieder einen VW kaufen.

          • Longcheck

            Jepp, ich erweitere auf aber auf alle‘, denn die haben es alle gemacht, so meine Auffassung. Ihre Entscheidung haben wir für uns so auch längst getroffen.

          • Jens B. H.

            Bislang hatte ich außer VW nur einen Nissan und einen Smart. An denen beiden hatte ich nichts auszusetzen. Bei Mercedes bin ich leider nicht zum Zug gekommen. Da waren die Verkäufer dermaßen arrogant und blasiert, dass ich mich dazu entschieden habe mein Geld in Zukunft lieber den Amerikanern zu geben.

          • Longcheck

            Ok, ich hatte da mehr die Dinos in Europa und USA auf dem Schirm

          • Kai Otten

            Genau so geht es mir auch damit. Zwar wünsche ich mir – und vermutlich der ein oder andere in diesem Forum auch – seit vielen Jahren ein Elektroauto, wodurch man quasi ein Tesla-Fan werden musste. Gleichzeitig kann ich einen gewissen Anteil Protest gegenüber den Machenschaften der etablierten Hersteller nicht leugnen…

          • PowerPanda

            Over the air und regelmäßig? Nein.

    • MRd74

      Weiss jemand ob Tesla Mitarbeiter ausserhalb der USA auch vorgängig beliefert werden?
      So bestünde die Möglichkeit das Modell 3 einiges früher in Natura zu bestaunen!

      • Fritz!

        Die Reihenfolge ist:
        Erst Tesla-Mitarbeiter, dann Model S/X Käufer, dann Erstbesteller aus dem Laden vom 31.3.2016 und dann der Rest in der Reihenfolge der Reservierungseingänge.

        Diese Liste wird pro Land abgearbeitet, also werden die Tesla-Mitarbeiter auch hier in Deutschland zuerst ihr Model 3 bekommen. Wann die jeweiligen Listen gestartet werden und in welcher Geschwindigkeit die abgearbeitet werden, wurde allerdings nicht verraten.

        Aber ich rechne definitv dieses Jahr mit den ersten Model 3 im Laden in Deutschland.

    • Don Barbone

      Erst West dann Ost.

  • cleeee

    Sehr gut. Es ist zwar alles nicht ganz unknapp aber wenn sich hier und da mal was verzögert, dann dauert es eben etwas länger bis zur Auslieferung. Tesla muss hier schon eine enorme fast nicht schaffbare Aufgabe erfüllen eine derartige Produktionsanlage für ein Volumenmodell zu schaffen. Ich bin zuversichtlich und wünsche besten Erfolg bei dieser Mammutaufgabe. Nur noch wenige Monate bis die ersten Reviews zum Model 3 kommen.

  • Skynet

    Ich denke so knapp ist die Zeit nicht. Es wird ja wohl am Ende mehrere parallele Fertigungsstraßen geben und die 467 sind nicht nur für eine Fertigungsstraße gedacht. Also würde ich mal davon ausgehen, dass erst eine Fertigungsstraße komplett aufgebaut wird und diese sicher vor Juli fertig ist.

    • Jens B. H.

      Tesla hat die Produktionsstraße vorher komplett am Computer entwickelt. Die Software steht und alle Anschlüsse sind vorbereitet. Im Prinzip kann Tesla nun einfach die Roboter an die vorgesehnen Plätze stellen, anschließen, kalibrieren und auf Play drücken.
      Wenn man also 457 Arbeiter nimmt von denen jeder einen Roboter an den richtigen Platz stellt und elektisch anschließt dauert das ungefähr 2-3 Tage bis alles steht und der erste Test gestartet werden kann. Die restlichen 45 Tage sind dann fürs Feintuning reserviert.
      So oder so ähnlich stellt sich das EM vor.

      • Pamela

        So denke ich auch.
        Und Simulation ist das Zauberwort. Null Differenz zur Realität.
        Wenn die Software stimmt, können eigentlich keine Fehler bei Fertigung/Montage mehr geschehen. Da geht die Reise hin. Nur die Herstellung des Materials ist nicht zu simulieren, das muss vorher geprüft sein.
        So gesehen nehme ich auch ein Auto aus der ersten Produktionswoche 😉

        • MRd74

          Liebe Pamela ich nehme die Gelegenheit beim Schopf um dich persönlich was zu Fragen.
          1. Stört es wenn ich dich duze?
          2. Hast du schon ein Buch geschrieben?
          3. Wenn ja, welches?
          4. Wenn nein, wann kann ich damit rechnen.
          Gruß!

          • Pamela

            Hallo lieber MRd74
            1. Nein gar nicht, da freue ich mich.
            2. Nein, sollte ich ?
            3. Ich hab vor, wenn ich später mal mehr Zeit habe, ein Kinderbuch zu schreiben, weil ich das gleich auch illustrieren möchte. Oder worüber würdest Du denn gerne was lesen ?
            4. Aber das dauert noch. Neben dem Job hab ich noch so einige unfertige Baustellen.
            Und dank Teslamag kann ich mich auch ganz gut davor drücken 😉
            Aber ich mag das hier wegen der wertfreien Beiträge von TK, der vielen guten Gedanken der Kommis, der netten Art miteinander und weil ich sonst die lange Zeit bis zum ersten Tesla nicht wüsste zu überstehen, außer alles Neue dazu aufzunehmen. Liebe Grüße

      • Gian Luca

        Produktionsstraßen werden heutzutage immer am Computer entwickelt. Dennoch müssen alle Roboter neu geteacht und getestet werden. Außerdem gibt es an einer Produktionslinie nicht nur Roboter, sondern noch viele andere Systeme die getestet werden müssen. Einfach auf „Play“ drücken reicht da bei weitem nicht. Sowas nimmt Wochen in Anspruch.

        • Jens B. H.

          Um genau zu sein: 7 Wochen

  • Melone

    Extrem knapper Zeitplan, aber es tut sich aich ganz schön was. @TK: das neue Plugin für die Mobilseite sieht ganz schick aus, aber auf den Artikelseiten werden die Überschriften alle großgeschrieben dargestellt. Das ist im angelsächsischen Raum ja durchaus so üblich, irritiert m.E. auf Deutsch aber etwas. Lässt sich das abstellen?

  • Juregen Vagt

    Interessanter
    Beitrag, aber auf das Thema bin ich in meinem Blog ausführlicher
    eingegangen:

    Autonomes
    Autofahren bei Tesla ist ein Schwindel? – Tesla wird in den USA
    verklagt

    Teslakunden verklagen Tesla, weil das
    Automatisierungstool nicht so leistungsstark ist, wie es versprochen
    war.

    http://automatisiertes-auto.de/autonomes-autofahren-bei-tesla-ist-ein-schwindel-tesla-wird-in-den-usa-verklagt/

    • Longcheck

      Zwei Anti-Tesla-„Informationen“ die nichts mit dem Artikel zu tun haben. Machen Sie das aus eigenem Antrieb oder ist so etwas lukrativ?

      • W. Müller

        Hallo Longcheck, da hilft nur eines: Der Beitrag ist auch in meinen Augen völlig unpassen. Da sollten dann auch Forenteilnehmer, die das genauso sehen, den in der Foren-Funktion „als unpassend markieren“ melden

        • Longcheck

          Ja, wir sind ja auch schon mal OT, allerdings hat der schon ein komisches Geschmäckle…Schönen Tag noch

    • Sonntagskuchen

      Ich kaufe ihr vermeintliches Buch bei Amazon auch jetzt nicht.

  • Jannis Jung

    „Der Servicetechniker erklärte im besagten Forum, das er mit weiteren Mitarbeitern…“ das/dass noch mal lernen – setzten, 6!