Tesla möchte offenbar eigenen Musikstreaming-Dienst anbieten

Wie das Nachrichtenmagazin Recode berichtet, ist Tesla aktuell in Gesprächen mit Vertretern der Musikindustrie, um einen eigenen Musikstreaming-Dienst anzubieten. Wie nicht näher genannte Quellen berichten, soll Tesla bereits mit allen großen Musiklabels in Bezug auf Lizenzrechte gesprochen haben, um den Streaming-Dienst zusammen mit den eigenen Fahrzeugen anzubieten.

Noch sei unklar, wie das Angebot genau gestaltet sein soll. Man geht jedoch davon aus, dass Tesla verschiedene Serviceleistungen anbieten will, beginnend mit einem Radiodienst ähnliche Pandora. Wieso Tesla keine bereits existierenden Anbieter wie Spotify (nur in Europa integriert) oder Apple Music in sein Angebot aufnimmt, ist indes nicht bekannt.

In einer Stellungnahme erklärte Tesla, ohne die Meldung zu dementieren: „Wir glauben, es ist wichtig eine außergewöhnliche Erfahrung im Auto zu haben, weshalb unsere Kunden die Möglichkeit haben sollten, die Musik zu hören, die sie wollen, von egal welcher Quelle sie sich aussuchen. Unser ganz einfaches Ziel ist es, die Maximale Zufriedenheit unserer Kunden zu erreichen.“

Elon Musk zeigte sich schon zuvor offen für Verbesserungsvorschläge im Hinblick auf den Media Player der Tesla-Fahrzeuge, da er anscheinend selbst noch nicht ganz zufrieden damit ist:

  • Richard Müller

    Vorschlag für den Namen den Dienstes:

    Mus(i)k

    😉

    • McGybrush

      Oder

      eTon

      Ableitungen:
      Elon
      Ton
      Tesla T
      elektrisch

  • Stefan

    ich habe den Eindruck das Elon sich immer wieder auf Themen stürzt bzw. seine Leute darauf ansetzt wenn ihm etwas nicht gefällt. So sehr ich es schätze, dass er Lösung findet wo andere nur diskutieren, so sehr habe ich die Befürchtung das die Dinge die begonnen wurden nicht fertig werden weil die Kapazitäten schon wieder auf neue Themen angesetzt werden und damit für die Fertigstellung des bereits begonnenen nicht mehr ausreichend zur Verfügung stehen. Der Browser im Tesla ist dafür ein Beispiel. Man kann im Internet surfen, aber Spass macht das nicht.

    Hoffentlich ist mein Gefühl falsch.

    • Nelkenduft / AHF

      Ich bin auch der Meinung, dass Elon Musk bzw. seine guten Leute sich um wichtigere Dinge kümmern sollten. Was ist denn an Spotify so schlecht, dass man das nicht zukünftig weiter nutzen kann?

      • Richard Müller

        Ich glaube, da geht es viel mehr um Marge usw. Kann mir auch vorstellen, dass ein Vertrag mit Spotify ausläuft und die neuen Verhandlungen und Bedingungen für die Fortführung etwas..naja..erdrückender für Tesla sind.

        • Roman Caluori

          naja, ich habe das auto gekauft mit lebenslangem laden und internet und spotify.. also ist es mir egal..

          • Stefan

            wer sagt das Spotify erhalten bleibt, vorher gab es einen anderen Dienst und der wurde für alle Bestandskunden geändert.
            Wir werden uns dieser Änderung sicherlich nicht entziehen können. Ich sehe das aber auch ganz entspannt. Im Zweifelsfall nutze ich mein Smartphone und Bluetoothverbindung zum Auto.

          • Roman Caluori

            passt schon .. bin mal froh wenn ein besserer browser kommt

        • PV-Berlin

          25% von viel ist besser, als 100% von Nix. Zumal wenn das nur 5 Blatt Papier an Aufwand bedeutet und man den ganzen Stress auf den Partner abwälzen kann.

          Ich bekomme jeden Tag Angebote rein, wo ich Geld verdienen kann. Wenn ich 1 bis 2 mal im Jahr zuschlage, dann ist es viel. Die Kunst ist es, alles nicht zu machen, was einem nicht wirklich ganz nach vorne bringt.

          Ihr kennt es ja selbst, bei miesen Klitschen steht auch immer ein Haufen Zeug, was sie angeblich alles prima machen. Richtig gesunde Unternehmen konzentrieren sich auf 1 bis maximal 2 Felder, weil sie es können und drauf haben.

          • ThomasJ

            „Richtig gesunde Unternehmen konzentrieren sich auf 1 bis maximal 2 Felder, weil sie es können und drauf haben.“

            Nestle, Panasonic, Apple, Swatch. Ohne länger nachzudenken 4 Unternehmen die einiges mehr als 2 Felder drauf haben und gesund sind.

            Das ist eine alte Denkweise, dass der der Schrauben herstellt auch nur Schrauben herstellen soll. Dabei ist heute jeder innovative, erfolgreiche Bauer als Kleinunternehmer mehrfeldrig unterwegs. Verkauft Milch, Honig, Gemüse, Eier, etc. vom Hof, bietet Übernachtung auf dem Bauernhof an, jeden letzten Sonntag im Monat Bauernbrunch mit Ponyreiten…. .

          • PV-Berlin

            Das Nachdenken wäre schon mal ganz nett gewesen. Nestle ist ausschließlich im Umfeld von Nahrungsmitteln und Getränken unterwegs, Apple baut Hard und Software , Swatch Uhren, Uhrwerke .

            Wollen wir jetzt Tesla mit Nestle vergleichen? Wie lange gibt es Nestle ? Nestle macht so viel Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen, wie Tesla Ende 2018 Umsatz machen wird.

          • ThomasJ

            Gut haben Sie dem Bauer seine erfolgreiche Mehrfeldrigkeit nicht abgesprochen. Und Panasonic nicht genannt, da die auch für Sie zu sein scheinen, darum weglassen. Auch schon Swatch Autos gesehen (zugegeben, mässiger Erfolg)? Tesla wie Apple (Uhren!) ist auch ein Hard- und Softwarebauer, was eine sehr allgemeine Aussage ist in der heutigen digitalen Zeit.

            Ich will Nestle nicht mit Tesla vergleichen, da liegen schon sehr viel Zeit und Geschichte dazwischen. Was beide gemeinsam haben ist, dass in der Nestle-Gründungsphase (Gründungsjahr 1867) und viele Jahre danach nicht nur sehr viele innovative Ideen, die als unmöglich schienen (Milchpulver als haltbare Form und jederzeit verfügbar) mit MACHER bei Nestle umgesetzt und zu finden waren (sind?), genau wie bei Tesla jetzt. Wenn Sie Bilanz ziehen wollen, warten Sie doch bitte ca. 50 Jahre für den fairen Vergleich.

          • Melone

            Bitte verallgemeinern Sie die Autoindustrie nicht auf Hard- und Software. Die Autoindustrie ist um ein Vielfaches komplexer als das, womit IT-Konzerne ihr Geld verdienen. Der Markt funktioniert auch völlig anders.
            Man muss da einfach differenzieren. Viele Unternehmen haben sich tatsächlich damit verzettelt, wenn sie zu sehr in die Breite expandiert sind. Es gibt aber auch genug erfolgreiche Mischkonzerne gerade im Technologiesektor (z.B. noch Samsung oder in Deutschland v.a. Siemens und Bosch). Auf Wikipedia gibt es eine Liste der größten deutschen Unternehmen an, die zeigt, dass das dennoch eher Ausnahme als Regel ist.
            Bei Kleinunternehmen in gewissen Sektoren ist das nochmal etwas anderes (Und auch die haben ihr Kerngeschäft). Und genauso ist es bei Automobilkonzernen etwas anderes. In aller Regel sind das keine Mischkonzerne im klassischen Sinne. Schaut man sich dann aber die Konzernstrukturen an, merkt man, dass sie es heutzutage zum Teil sein müssen. Die meisten betreiben eigene große Banken, haben riesige Logistik-, Infrastruktur- und IT-Abteilungen oder sowas wie die bekannte VW-Currywurst. Oder eben Streamingdienste. Das sind aber oftmals Dinge, die helfen, den Betrieb am Laufen zu halten. Und so ist es immer die Frage, ob man als Unternehmen etwas potenziellen Gewinn an Zulieferer und Dienstleister abgibt und das Risiko gering hält oder es selbst macht auf die Gefahr hin, sich zu verzetteln oder Investitionen in den Sand zu setzen. Letzteres ist der Weg, den Tesla zunehmend zu wählen scheint mit dem überdurchschnittlich hohen eigenen Wertschöpfungsanteil. Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Bei aller Lästerei sind Entscheidungen wie diese mit der Grund, warum Manager so viel Verantwortung tragen und so hoch bezahlt werden.

          • ThomasJ

            Gute Differenzierung!

    • Fritz!

      Naja, das würde ich bei einem kleinen Unternehmen auch denken, aber Tesla hat inzwischen so um die 10.000 Mitarbeiter, da wird es durchaus möglich sein, viele Dinge nach dem Anstosen weiter zu delegieren und nur alle paar Wochen mal Bericht zu erstatten, bzw. einzufordern.

      • Mannhofer

        Am 31.12.2016 hatte Tesla 17782 Mitarbeiter.

        • Fritz!

          Dann sind ja fast doppelt so viele Mitarbeiter da als ich gedacht habe, da wird sich ja noch eher einer finden, der das Problem dann lösen wird/könnte.

          • Stefan

            und warum sind Probleme wie der Browser nicht gelöst?

          • Fritz!

            Dann hat Tesla da wohl den Falschen oder zuwenig Leute dran gesetzt.

            Ja, da haben Sie Recht, auch Tesla hat in einigen Bereichen noch Luft nach oben…

        • PV-Berlin

          Da nur 1% dieser maximal in der Lage sind, die Dinge zu durchdringen, ist die Anzahl der MA zwar schon groß, aber in der Realität fehlt es Tesla an allen Ecken und Enden, denn sie bearbeiten schon jetzt ein Vielfaches an Themen, die vergleichbare Unternehmen zeitgleich sich aufhalsen.

          Ein gutes Management schützt seine raren Talente vor allzu großen Stress.
          Ein sehr gutes Management dosiert den Stress genau so, dass ein Optimum herauskommt.

          Innovation? Echte Innovation ist , wenn der Kunde am Ende restlos zufrieden, bzw, sogar positiv überrascht ist.

          Heute wird in einem Großteil der Unternehmen nur noch Effekthascherei betrieben, weil man meint, mit Aktion und ständig neunen Ideen als innovativ zu gelten.

          Bei Tesla spielt es eine große Rolle, dass der Kurs vorwiegend von Kleinaktionären und anderen Akteuren betrieben wird, die eher von gar nix ganz viel keine Ahnung haben.

          • Fritz!

            „Heute wird in einem Großteil der Unternehmen nur noch Effekthascherei
            betrieben, weil man meint, mit Aktion und ständig neunen Ideen als
            innovativ zu gelten.“

            VWs Gestensteuerung ist so ein total bescheuertes Beispiel. Und sie wollen tatsächlich auch Sprachsteuerung ins (relativ laute) Auto integrieren.

            Sämtliche Geräte, die ich kenne oder hatte, die einen Annäherungs- oder Gestensteuerung hatten, waren derartig unlogisch und schlecht, daß es IMMER besser war, selbige abzuschalten oder das Gerät sofort zu verkaufen, bzw. zurückzugeben. Die aktuellen Kopierer bei vielen meiner Kunden haben einen Annäherungssensor, sobald jemand zu nah am Gerät vorbeigeht, schaltet es sich mit lautem Getöse ein, um dann nach ein paar Minuten wieder abzuschalten. Grauenvoll im Büro…

            Effekthascherei, mehr nicht. Bislang habe ich solche Auswüchse bei Tesla noch nicht gesehen, es war nicht immer alles perfekt durchdacht, aber viele Ideen waren besser, als sie auf den ersten Blick wirkten.

          • Melone

            Ihrem Beispiel mit der Gestensteuerung stimme ich zu. Allerdings halte ich das für kein allzu neues Phänomen. Es gab schon immer Firmen in gesättigten Märkten, die Kram verkaufen, den eigentlich kein Mensch braucht. Momentan ist der Trend da „Whatever it is, put a Chip in it“ (Google-Stichwort Juicero). Wobei Innovation auch heißt, dass es schief gehen kann. Und so mögen bei 100 Features 90 nutzlos sein, aber immerhin bleiben dann 10 übrig, die tatsächlich einen Mehrwert bieten. Da gilt es nicht, Innovation an sich zu verspotten (auch wenn der Begriff etwas inflationär benutzt wird), sondern herauszustellen, was sinnvoll ist und was nicht und was sich vielleicht noch entwickeln kann (Sprachsteuerung z.B. bietet da noch eine Menge Potential und wird von Vielen auch schon benutzt).
            Auch bei Tesla fallen mir einige Dinge ein, die nicht sonderlich hilfreich waren und in neuen Modellen deshalb auch wieder abgeschafft wurden und werden. Z.B. die Falcon Wing Türen (unpraktisch und v.a. zu teuer), die man am ehesten noch Effekthascherei nennen kann, die fehlenden Ablagen im Model S, das Wechselbatterieexperiment etc. Dafür gibt es auch wieder zahlreiche, die sich erfolgreich etabliert haben.
            Ich hoffe übrigens, dass dieser Touchscreentrend im Auto mal wieder aufhört. Bei meinem Smartphone ist das ein echter Mehrwert, im Auto und für viele andere Applikationen finde ich Touchscreens in ihrer jetzigen Form einfach ungeeignet. Aber das sehen hier wahrscheinlich Viele auch wieder anders.

    • Melone

      Ich denke nicht, dass er als Firmenchef die Kapazitäten hat, Mikromanagement auf einer solchen Ebene zu betreiben. Das wäre kein überzeugendes Management bei solch einem großen Unternehmen (bei Startups ist das natürlich anders, aber Tesla ist einfach kein Startup mehr, egal wie man es dreht und wendet). Er bemüht sich aber vermutlich sehr darum, diesen Eindruck dennoch zu schaffen (siehe das scheinbar spontane persönliche Eingehen auf Twittervorschläge). Dass es beim Browser hakt, hat aber vermutlich andere Gründe (vielleicht war es realistisch in der Zeit bisher obwohl versprochen schlicht nicht umsetzbar oder die Hardware reicht nicht aus oder irgendein anderes fundamentales Problem verzögert das Ganze). Wenn das am Management liegen sollte, hätte Tesla an diesem Punkt ein ziemliches Problem mit sich selbst.

      • Stefan

        Glaub mir @Melone solch ein Mikromanagement oder besser Missmanagement gibt es auch in größeren Unternehmen (unser Unternehmen hat ca. 30.000 Mitarbeiter und unser Management ändert immer wieder die Zielvorgaben und verhindert das Dinge richtig gemacht werden).

        Dazu muss man auch nicht bis auf den letzten Mitarbeiter durchgreifen. Es reichen Zielvorgaben die monitär bewertbar sind und eine Budgetkontrolle.

        • Melone

          Das glaube ich dir gern, kenne ich selbst in verschiedenen Ausprägungsformen. Ich hatte nur gedacht, dass Tesla als junges Unternehmen das ganze etwas geschickter angeht. Anderenfalls wäre das aber auch plausibel, EM ist ja quasi Synonym zu Tesla geworden. Nur kann so etwas einem Unternehmen schnell das Genick brechen, Beispiele gibt es zahllose, bis hoch zu VW. Und auch Tesla kocht nur mit Wasser…

        • Jens B. H.

          Wenn man 30.000 Mitarbeiter jeden Monat bespaßen kann und in Lohn und Brot bringt kann das Management nicht ganz schlecht sein.

    • Roman Caluori

      sehr richtig!!!

  • Heinz Wagner

    Die maximale Zufriedenheit ist bei mir schon erreicht, nämlich immer, wenn ich in den Tesla einsteige , wenn ich an einer Tankstelle vorbeifahre, wenn ich am Supercharger lade und und und. Die Musik, die ich am liebsten höre, ist das leise summen des Elektromotors!

    • Longcheck

      ‚Kann ich gut nachempfinden, allerdings noch nicht mit einem Tesla (es ist ein Ampera v.. 2012)
      aber ebenfalls mit diesem leichten Surren…

  • Teslamuckl

    Hurra!

    Nicht!

    Sollen lieber mal CarPlay integrieren.