Tesla Roadster 3.0: Batterie-Upgrades werden bereits durchgeführt

Im Dezember 2014 hat Tesla erstmal Informationen zu einem Batterie-Upgrade für den Roadster veröffentlicht, wodurch der Elektro-Sportwagen eine Reichweite von bis zu 400 Meilen (ca 640 km) erreichen sollte. Dieses Upgrade zum Roadster 3.0 sollte dann bereits im  August letzten Jahres auf dem Markt kommen, wurde jedoch immer wieder aufgeschoben. Bis jetzt. Denn wie die ersten Kunden berichten (via Electrek), wird das Batterie-Upgrade aktuell eingebaut.

Ein Nutzer aus dem Tesla Motors Club Forum meldete sich gestern mit einem Beitrag zu Wort, in dem er erklärte, dass sein Roadster am Tag zuvor im Service Center in Palo Alto abgegeben wurde und zwei Tage später – also heute – wieder abgeholt werden kann.

Die Roadster erhalten unter anderem ein 80 kWh-Akkupaket eingebaut, was man an dem neuen Modellschriftzug „R80“ identifizieren kann. Durch weitere Maßnahmen an der Karosserie wird die beworbene Reichweite erreicht. In einem Test ist es Tesla gelungen 340 Meilen (550 km) von San Francisco nach Los Angeles ohne Pause zu fahren.

Für den ganzen Umbau muss man jedoch satte 29.000 US-Dollar auf den Tisch legen. Das liegt daran, dass die Akkupakete in Kleinserie und per Hand produziert werden.Tesla produziert laut eigenen Angaben maximal fünf solcher Akkupakete pro Woche. Wie viele Kunden sich für dieses Batterie-Upgrade entschieden haben, ist nicht bekannt.

Beitragsbild: Roadster mit Batterie-Upgrade. Zu erkennen am „R80“-Modellschriftzug (Bild: TMC-Nutzer augkuo).

  • volsor

    Hallo ,
    29000$ hören sich erstmal viel an , das sind rund 362$ pro kWh.Hand geklöppelt.
    Könnte schlimmer sein.

  • Alfred Zastrow

    Ja, mit diesem Gedanken hatte ich auch schon mal gespielt:
    Mir einen gebrauchten Roadster zu kaufen und das Upgrade einbauen zu lassen. Zwischenzeitlich sind es dann doch zwei Modell 3-Reservierungen geworden und ich hoffe nun doch, dass (mindestens) diese 80 kWh auch im 3er erhältlich sein werden – Aufpreis ist zweitrangig.

    • Tesla-Fan

      Ich bin mir ziemlich sicher, dass es gegen Aufpreis 80kWh im Model 3 geben wird, eher noch mehr. (Beim Model S steht aktuell der 100kWh Akku vor der Tür, bis zum Model 3 vergeht noch über ein Jahr, die Gigafactory fährt nach und nach hoch, das wird schon. )

      Das Einstiegsmodell für 35000$ wird eine Reichweite von 215 mi (345km) haben. Dafür sind in etwa 55-60kWh Akkukapazität nötig. Elon Musk hat auf der Model 3 Präsentation Ende März gesagt „… these are minimum numbers…“

  • kaminfilter

    Ja, ein Tesla wird mit zunehmendem Alter besser. Weiter so.

  • Tesla-Fan

    Roadster R80 (bzw. 80 kWh) klingen gut – war nicht anfangs für das 3.0 Upgrade immer von 70kWh die Rede?

  • McGybrush

    Vorbildlich. Ein Auto der ersten Stunde hat die Möglichkeit auf höhe der Zeit zu kommen. Man stelle sich vor man könnte solche Sprünge bei anderen Autohersteller macchen. In Serie. Nicht für alte Gurken wohlgemert. Da bin ich bei BMW schon überrascht das man es da auch anbietet. Leider ist am Ende immernoch die Batterie grade mal am untersten „mit leben können“ und zu wissen das da im Kofferraum noch freier Bauraum ist.

    • Harald Wenzel

      Ja, man stelle sich vor, jemand kaufte sich vor 9 Jahren einen Mercesed SLK und lässt sich diesen heute für 25.000 Euro mit neuem Motor ausstatten.
      Entschuldigung Leute, abgesehn von irgendwelchen Sammlern bei denen der Roadster nur konserviert in der Garage steht oder bei den Leuten bei denen dieses Summe in der Monatsabrechung nicht auffällt wäre es mir ein Rätsel warum das jemand tun sollte. Normal veranlagte Menschen handeln dann eher wie Alfred Zastrow, wobei auch die Aussage „Aufpreis ist zweitrangig“ sehr kritisch zu sehen ist.
      Ein Clou von Tesla wäre es ein Elektroauto für 10.000 Euro zu bringen, damit wäre dann jeder in der Lage sich ein E-Auto zu kaufen, und nicht nur die besser gestellten 25%.

      • Bern

        Also er bekommt einen größeren „Tank“, keinen neuen Motor.

  • FMH

    Ich würde mir wünschen, dass Tesla auch andere Hardware-Teile etwas austauschbarer gestalltet. Z.B. die Autopilot-Hardware konnte ja nicht nachgerüstet werden.
    Für ein modulares System was ich gerade neu aufgesetzt habe wäre das aber ein Designkriterium gewesen.
    Schade eigentlich – vieleicht ist da bei dem Model 3 mehr möglich…