Tesla Semi Truck: Mindestens weitere 90 Trucks vorbestellt, u.a. vom Budweiser-Produzenten

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat der Bierproduzent Anheuser-Busch (u.a. Budweiser) insgesamt 40 Tesla Semi Trucks reserviert. Das Unternehmen möchte damit die Treibstoffkosten und die Emission der eigenen Flotte senken. Die Trucks sollen eingesetzt werden, um Großhändler im Radius von 500 Meilen (etwa 800 km) zu beliefern.

Zeitgleich berichtet GlobeNewswire, dass auch Nahrungsmittelproduzent Sysco eine größere Reservierung an Semi Trucks getätigt hat. Der Konzern hat 50 Tesla Trucks bestellt und damit die bisher größte bekannte Reservierung getätigt. Auch hierbei wurden die Reduzierung der Flotten-Emission und der Treibstoffkosten als Beweggrund für die Reservierung genannt.

Die genaue Anzahl der eingegangenen Reservierungen ist aktuell nicht bekannt. Laut Reuters sind 117 Reservierungen bekannt, wobei dort noch nicht die 50 Trucks von Sysco hinzugezählt sind. Man kann also davon ausgehen, dass man mittlerweile eher bei 200 Reservierungen liegt. Die Anzahlung für eine Reservierung wurde kürzlich von 5.000 US-Dollar auf 20.000 US-Dollar angehoben.

  • eCar-Fan und TESLA-Fahrer

    „Ich denke, dass es weltweit einen Markt für vielleicht fünf Computer gibt”.
    Das prognostizierte Thomas Watson, Chairman von IBM, im Kriegsjahr 1943. Das Netz ist voll von solchen spektakulären Fehlprognosen und Irrtümern.

    Genauso fabeln seit vielen Jahren die Bosse und Marketingabteilungen der großen deutschen Automobilkonzerne, dass es keinen Markt für Elektroautos – und schon gar keinen für schwere LKWs gibt. Letztere aufgrund fehlender Machbarkeit! 🙂

    • Armando Portela Valledor

      „alle sagten das geht nicht.dann kam einer der wusste das nicht und hat’s gemacht“

  • Sonntagskuchen

    Ich bin fest davon überzeugt , dass der Tesla Truck die Speditions Landschaft massiv verändern wird. Manchen sagen, Tesla tanze auf zu vielen Hochzeiten. Ich denke, Tesla stellt sich direkt breit auf. Und das wird auch der Grund sein, warum Tesla nicht untergehen wird, sondern wachsen.

    • Tilman Winkler

      Ich gehe auch davonhusche, dass Sie Recht haben. Es kommt aber meines Erachtens nicht mehr entscheidend auf Tesla an: Tesla hat der Welt gezeigt, dass Elektromobilität mit faszinierenden Fahrzeugen geht und damit eine Weiche umgestellt. Von dem neuen Gleis kommen die etablierten Verbrennungsmotor-Bauer nicht runter, da jetzt so viele andere mit auf Elektromobilität setzen (müssen).

    • Allgemein sollte ein Unternehmen nie nur ein Schwerpunkt haben. Dann ist das Risiko unterzugehen viel zu hoch. Tesla macht es genau richtig.

      1. PKW (Mittelklasse, Oberklasse, Sportwagen, …)
      2. Solaranlagen
      3. Solarspeicher
      4. LKW
      5. BUS (wurde doch angekündigt?)
      6. Verkauf von Strom mit eigenen Anlagen/Solar

      Das Rund-Um-Paket für potentiale Kunden. So kann Tesla schwer untergehen.

      • PV-Berlin

        Daimler fertigt sogar Akkus selbst, mal ganz vom gigantischen Geschäft mit Bussen, Nutzfahrzeugen Spezial-Maschinen, der Formel 1 etc. abgesehen.

        Das passt bestens zusammen, wenn man mal mit den Leuten redet (Technik)
        UND wer sich in dem Markt bewegt, wird feststellen, wie cool es ist, vom Smart bis zum DH (teuerstes Fahrzeug der Daimler AG in Serie = Doppeldeckers) auf alles an Mobilität zurückgreifen zu können.

        • Ja, Daimler bietet auch Akkus an. Aber preislich total überteuert und ein Witz.

          Bei Tesla erhalte ich für den gleichen Preis ungefähr das 2 bis 3 Fache an Speicher.

      • dwJulian Berger

        Bus wurde von Musk persönlich wieder angekündigt, macht aber nichts.

      • Fritz!

        Könnte evtl. sogar sein, daß Mercedes ihnen damals, als sie noch zusammen gearbeitet haben, genau das empfohlen hat und Elon Musk diesen Gedankengang gut fand und ihn nun beherzigt. Sehr zum Nachteil von Mercedes…

        • Kyle Seven

          Spekulation sorry! Könnte Auch sein das Zetsche sich jetzt in den Hintern beißt, weil er bei tesla ausgestiegen ist, anstatt sie wie Smart zur separaten Marke auszubauen.

      • Kyle Seven

        Naja das widerspricht aber klar dem eigentlich shareholder value Ansatz wonach es nicht die Aufgabe des Untenehmens ist, sich zu diversifizieren, das ist Aufgabe der Eigentümer.

        Das heißt zwar nicht, dass ich vertikale und horizontale Coverage bei tesla nicht sinnvoll finde.

        Allerdings sollten sie sich überlegen, was du Dauer ihr Kerngeschäft ist.

        • Fritz!

          Hauptanliegen ist es, die Welt sauberer/besser zu machen.

          Nicht mehr und nicht weniger!

    • Fritz!

      Möglicherweise könnte ein solches Schild ein paar deutsche Speditionen mehr dazu bewegen, sich mal Gedanken über einen Tesla Semit Truck zu machen.

      Zeit ist Geld… https://uploads.disquscdn.com/images/6ec727a654edc7c5f5543ee834909cb9b23057d98503b4e4c6b16ec23a4cd5b0.jpg

    • Gatanis

      Es ist eine Sache, sich mit zu vielen unterschiedlichen Produkten zu verzetteln, aber eine andere, Synergie-Effekte innerhalb der Firma zu nutzen. Ein Elektrotruck, der die selben Motoren verwendet wie bei den bereits in Produktion befindlichen Autos, nur einfach in einer größeren Anzahl, ist z.B. ein solcher Synergie-Effekt. Und die einzelnen Module aus denen sich die Batterie zusammensetzt dürften die selben sein, egal ob Model 3 oder Semi Truck. Die Powerwall nutzt ebenso den selben Aufbau. Und die Antriebselektronik kann auch problemlos für den entsprechenden Anwendungsfall skaliert werden.
      Optimierungen an einem der Komponenten kommt dann gleich mehreren Produkten zugute.
      Gleichzeitig ist man breit aufgestellt.
      In meinen Augen die richtige Strategie.

  • PV-Berlin

    Ich hoffe schon, dass die Kopie (Budweiser USA ist nur eine Scheiß Kopie) einen gescheiten Techniker hat und erkennt, welchen dramatischen Vorteil ein Semi mitbringt.

    Strom! Strom mit dem man eine sauggasgekühle geregelte Kühlmaschine Betreibern kann.
    Anstatt Minimum 35.000 $ für Müll auszugeben, der unglaublich viel Diesel säuft (Thermo King) eine super effiziente Maschine von z.B. Mitsubishi (Profi Reihe) , die benötigt deutlich weniger Energie und kostet ca. 10.000 $.

  • Luganorenz

    Das schöne ist, das im Berufsverkehr die Rechner das Sagen haben und nicht die Spaltmaßfetischisten.
    Und wenn es sich rechnet, und das tut es sich wohl, ist das Ding ganz schnell durch. Hoffe, der Omnibus ist als nächstes dran. Aber manch Lokalpolitiker ist da noch mit einem Bündel Scheinchen von der alten Technik überzeugt. Zumal es ja nicht um sein Geld geht…

    • theBIGeasy

      Und jetzt kommt hier ein Der-Scheibenwischer-kann-so-nicht-funktionieren-Fetischist=)

    • Herbert

      Spaltmaßfetischisten…

      Den Spruch muss ich mir merken.

      • Luganorenz

        Ich verstehe ja, dass man für 90 TEUR oder TCHF ein sauber verarbeitetes Auto haben will, aber an Spaltmaßen oder Nähten der Polster ein Auto schlecht zu reden, das im Bereich Antriebstechnik Lichtjahre voraus ist, kommt mir immer als Ausrede vor.

        • Herbert

          Es geht noch absurder, mache vergleichen E-Autos nicht mehr mit Verbrennern, weil es ja E-Autos sind.

    • Stefan

      Ja, da ist viel dran – im Berufsverkehr geht es kaum um Emotionen – die Post ist ja hier ein gutes Beispiel. Da wurde ja schon ein eigenes Unternehmen hochgezogen weil die Lösung nicht von den etablierten angeboten wurde.
      Im Gegensatz zum privaten Verkehr ist der Berufsverkehr auch in der Lage die notwendige Infrastruktur selber einzurichten.

      Bin gespannt wie es weitergeht – Tesla zeigt auch hier „das“ es möglich ist. Mal sehen wie lange die Etablierten brauchen um das zu erkennen

    • ThomasJ

      Und im Fährbetrieb geht auch was. Finnland macht es vor und Siemens Norwegen lieferte das elektrische Antriebssystem mit den Energiespeichern:
      „Der Tesla der Schären“
      https://www.nzz.ch/mobilitaet/verkehr/der-tesla-der-schaeren-ld.1335556