Tödlicher Autopilot-Unfall aus 2016: Fahrer erhielt mehrere Warnungen vom System

Im Mai letzten Jahres ist es in den USA zu einem tödlichen Unfall in einem Tesla Model S gekommen, bei dem die Autopilot-Funktion eingeschaltet war. Seither wird dieser Unfall als erster tödlicher Unfall mit eingeschaltetem Autopiloten angesehen. Die Ermittlungen haben jedoch ergeben, dass nicht der Autopilot, sondern der Fahrer, Joshua Brown, schuld am Unfall war.

Nun wurden am Montag weitere Details bekannt (via Reuters), die erneut belegen, dass Brown fahrlässig gehandelt hat. Wie es heißt, habe er während einer 37-minütigen Periode die Hände nur für insgesamt 25 Sekunden am Lenkrad gehabt, obwohl ihm das Autopilot-System mehrmals visuell und akustisch darauf hingewiesen hatte, die Hände am Lenkrad zu belassen.

Insgesamt soll es sechs Mal ein akustisches Signal gegeben haben, bei dem Brown aufgefordert wurde, die Hände am Lenkrad zu belassen. Dies tat er auch immer wieder für eine bis drei Sekunden, damit das System das wahrnimmt und das Signal bis zur nächsten Warnmeldung verstummt.

Tesla hat im September letzten Jahres mit dem Firmware-Update 8.0 einige Restriktionen bei der Nutzung des Autopiloten eingebaut, die einen solchen Unfall womöglich hätten verhindern können. Unter anderem wird der Autopilot langsam automatisch deaktiviert und bleibt bis zum nächsten Fahrzeugstillstand abgeschaltet, wenn der Fahrer auf Warnhinweise und -signale nicht reagiert.