US-Insel Nantucket soll über 200 Tesla Powerpacks zur Energiespeicherung erhalten

Nantucket, die 125 Quadratkilometer große Insel des US-Bundesstaates Massachusetts soll das nächste größere Energiespeicher-Projekt von Tesla werden. Wie das Nachrichtenmagazin Electrek berichtet, soll Tesla demnächst über 200 Powerpacks mit einer Speicherkapazität von 48 MWh auf der Insel installieren, um erhöhte Ausfallsicherheit zu gewähren.

Die etwa 30 Meilen (~50 km) von der Küste Massachusetts‘ entfernte Insel verfügt über knapp 10.000 Einwohner und wird mit zwei Seekabel vom Festland aus mit Strom versorgt. Aktuell dienen zwei 6 MW Dieselgeneratoren zum Schutz vor Ausfällen, doch eben jene Generatoren erreichen allmählich ihr Lebensende und müssen ersetzt werden.

Da die benötigte Energie der Insel immer weiter ansteigt, würde ein drittes Seekabel innerhalb der nächsten zehn Jahre vonnöten sein. Um das zu umgehen, hat man sich darauf geeinigt, Batteriespeicher in Kombination mit lediglich einem neuen Dieselgenerator einzusetzen. So kann das Batteriesystem bei Stromausfällen als Backup genutzt werden und der Generator schaltet sich dann ein, wenn es nötig ist, die Akkus wieder aufzuladen.

Man glaubt, dass man durch dieses System für mindestens weitere zehn Jahre kein drittes Seekabel benötigen wird. Außerdem soll es damit möglich sein, Verbrauchsspitzen und dadurch Stromkosten zu reduzieren.

  • PV-Berlin

    Genau das ist der Ansatz, der mehr als logisch ist. Selbstverständlich wäre es wünschenswert, wenn dazu noch PV &/ WKA kommen.

    Was viele vergessen bzw. verdrängen. Ein Kabel wird extrem selten mit 100 % (kann auch kurzzeitig 110% ) ausgelastet, meist liegt die Verteilung der Last < 50% oft auch weit drunter (Nacht)

    48 MWh für 10.000 EW ist aber auch viel ! Das sind 4,8 kWh je EW. schon recht ordentlich, wenn man sich anschaut, dass es da keine Industrie gibt und auch keine Fischfang und kaum Landwirtschaft. Was machen die da den ganzen Tag, außer auf ihren schönen Grundstücken (keine Zäune, viel Platz) zu sitzen? Boot fahren! Da kann man wenigstens richtige Boote anlegen lassen, nicht wie in Berlin, wo schon ab …. m dicke Backen gemacht werden!

    • Fritz!

      Naja, um mal mit meinen Vorurteilen zu glänzen, dafür haben die da aber Häuser eher 500 als 100 qm und in fast allen Räumen Klimaanlagen und das Wort „Wärmedämmung“ kennen die noch nicht.

      Nein, im Ernst, der Stromverbrauch eines amerikanischen Durchschnittshaushalts ist schon erheblich höher der eines deutschen Durchschnittshaushalts.

    • Jossele

      10.000 permanente Bewohner. Bis zu 50.000 im Sommer (Ferienhäuser) – dann also 1kWh je EW.