Video: So funktioniert das Aufladen am Supercharger, wenn man 400 kWh/Jahr kostenlos laden kann

Tesla gab Ende letzten Jahres bekannt, dass man das kostenlose Superchargen bei Neukunden einstellen wird. Alle Kunden, die nach dem 15. Januar 2017 bestellt haben, dürfen lediglich 400 kWh pro Jahr kostenlos an den Superchargern aufladen. Jede Nutzung, die diesen Wert übersteigt, wird dem Kunden entsprechend dem Verbrauch in Rechnung gestellt.

Da dieses Konzept noch völlig neu ist und nur wenige Kunden gab, die nach Inkrafttreten dieser Regelung ihr Fahrzeug bereits ausgehändigt bekommen haben, ist noch gar nicht so viel darüber bekannt, wie der Ladevorgang nun tatsächlich funktioniert respektive wie abgerechnet wird.

Nun veröffentlichte der YouTuber DÆrik ein neues Video zu eben jenen Vorgang, welches aufzeigt, wie Tesla das Guthaben aus dem Kundenkonto abbucht. Während der Ladevorgang an sich wie gewohnt abläuft, ist auf dem Bildschirm des Fahrzeug während des Ladens ein neuer Bereich am unteren Ende zu sehen, der „Paid Supercharging“ betitelt wird und die Kosten des Ladens anzeigt.

Im Video zeigt sich, dass Tesla offenbar den Ladevorgang nicht in Echtzeit abrechnet bzw. das Guthaben entsprechend abbucht. Obwohl der Kunde sein Fahrzeug zu einem geringen Teil aufgeladen hatten, war in seinem Kundenkonto zunächst keine Abrechnung erfolgt. Erst als er wieder zu sich nach Hause gefahren ist, konnte er die Abbuchung in seinem Kundenkonto sehen.

  • Fritz!

    Das mit „in Echtzeit“ werden die auch noch hinkriegen. Andererseits wäre es auch nicht wirklich wichtig, sofort zu sehen, was bezahlt wird, da die Minuten/kWh-Preise ja bekannt sind. Interessant ist es (wenn überhaupt) nur beim nächsten Besuch zu schauen, ob man noch kWh frei hat.

    Wichtiger wäre bezüglich „Echtzeit“ zu sehen, welche Supercharger gerade konkret belegt sind, und zwar bevor ich von der Autobahn abfahre.

    • Pathologie TischDrei

      Zu sehen, wie belegt die SC sind, geht doch mit dem Navi. Da sind für jeden SC-Standort die freien und belegten Plätze zu erkennen. Habe das mal in einem Video gesehen, kann aber im Moment nicht sagen, welches es war.

      • Fritz!

        NICHT in Echtzeit. Diese Anzeige (die mir sehr wohl bekannt ist), hat eine Verzögerung (laut Aussage etlicher Tesla-Fahrer) von 3 bis 10 Minuten. Ist nicht viel, kann aber, wenns knapp ist, schon ausreichen, um einen unnötigen Weg zu machen, bzw. zu sparen. Und die Daten werden in Echtzeit an den Superchargern vorliegen, evtl. werden sie die Abfragezeitinterwalle verkürzen müssen. Alle 30 Sekunden und nicht alle 8 Minuten (oder welche Zeiten auch immer).

        • Stefan

          Die SuC Belegt Anzeige gibt es nun schon einige Zeit und meine Erfahrung damit ist, dass die Daten maximal 2 Minuten hinterherlaufen. Das finde ich völlig OK und gerade die Fahrzeuge die gerade zum SuC fahren und mir vielleicht den letzten freien Platz „wegschnappen“ wird auch in Echtzeit nichts bringen.

          In der Regel fahre ich einen SuC auch an weil ich laden „muss“ – da ist die Belegtinfo sowieso zweitrangig weil ich keine Alternative habe. Dafür sind dann doch zu wenig SuC vorhanden das ich einen auslassen könnte.

    • PV-Berlin

      Das mit der Echtzeit Abrechnung wird man nicht machen, das hat Systembedingte Gründe, die in der Ursuppe der Zahlungstransaktionen liegen und logisch und richtig sind.

      Es muss ja der gesamte Vorgang durch ein Algorithmus, ob er vollkommen korrekt abgelaufen ist.

      • Fritz!

        Die Menge der noch freien kWh sieht man in der App unten, war mir vorher entfallen.

        Und natürlich wird eine Echtzeit-Abrechnung möglich sein, da Tesla ja genau weiß, wieviel kWh, bzw. Minuten geladen wurde und die können mir sowohl währenddessen als auch hinterher sagen: „Wir belasten Ihr Konto jetzt mit 4,58 Euro.“ Die Abbuchung/Bezahlung/wie auch immer wird dann in absehbarer Zeit erfolgen. Und da alles in einer Hand ist, werden da auch keine versteckten Roamingkosten oder ähnliche Transaktionsgebühren zukommen.

        Und ein Algorithmus, der das Ganze auf Plausabilität und ähnliches prüft, wird (wie üblich bei Computerberechnungen) in Mikro-Sekunden ablaufen, Sie (und ich) werden die Verzögerungszeit nicht merken

        • PV-Berlin

          Ich spreche von der Buchung, sie vom Strom, zwei vollkommen unterschiedliche Dinge, aber egal, der Nutzer merkt davon genau so weit, wie bei seinem nur virtuellen Girokonto.

  • Will_Elektroauto

    Genau SO muß es funktionieren!
    Stecker rein, laden, fertig, und auf dem Display wird angezeigt wieviel Energie und was es kostet.

    SO könnte das auch an allen anderen Ladesäulen funktionieren. Mit nem beliebigen E-Auto ranfahren, einstecken, und der Bordcomputer zeigt alles relevante an. Unabhängig, ob StadtwerkeXXX, Eon, Allegro oder wer auch immer das Ding in die Gegend gestellt hat. DAS würde E-Mobilität weit nach vorne bringen, und nicht jeder Anbieter seine eigene App, Teuer-SMS, Ladekarte, und man noch an ein und der selben Lademöglichkeit unterschiedliche Preise in Abhängigkeit der verwendeten Karte hat.

    Aber NEIN: Man bestimmt ja lieber per Ladesäulenverordnung, daß unbedingt CCS Stecker dran sein muß, der die Ladesäulen unnötig teuer macht, anstatt viele kostengünstige AC-Lader, und alle mit einheitlichen Preisen.. Letzeres wäre echt wichtiger…

    Tesla hat (wieder einmal) alles richtig gemacht, und es funktioniert auch noch!!…

    • Markus

      „[…] Man bestimmt ja lieber per Ladesäulenverordnung, daß unbedingt CCS Stecker dran sein muß […]“
      Nur um das kurz klar zu stellen: Die LSV sagt, dass an jede DC-Ladestation ein „CCS-Stecker“ muss. Und an jede AC-Ladestation ein Typ2.

      Über Sinn und Unsinn kann man natürlich trotzdem streiten. 😉

      • Will_Elektroauto

        Ja, stimmt, Mein Verriss.
        Ich hatte im Hinterkopf gehabt, daß alles was mehr als 22kW laden kann, ist per Definition eine Schnelladestation, (das ist auch so) und an eine solche gehört zwingend so ein CCS dran (das ist nicht so) . Gibt ja auch 43 kW AC, was von Kleinwagen aus Frankreich gerne mal benutzt werden kann 🙂 Aber richtig, habs jetzt nochmal nachgelesen: §3 Absatz 3 der LSV regelt das: das gilt nur, wenn der Ladepunkt überhaupt DC kann…

  • McGybrush

    Wenn man in dem Auto selbst die Zahlungsdaten hinterlegen könnte dann wäre das mit jeder x Beliebigen Ladesäule Möglich. Säule und Auto Reden kurz miteinander und dann wird einem der Preis angezeigt. Ich weiss dann was es kostet und der Betreiber wo er sein Geld her bekommt. Ist billiger als ne App. Man muss sich nur mal auf einen Standard einigen wie sich beide Unterhalten und welche Zahlungsarten erlaubt sind, fertig. Kreditkarte und PayPal sollte ja möglich sein.

    • HP Piper

      Genau hier liegt das Problem: Einigen!

    • PV-Berlin

      Da jedes e-Auto eine verifizierte MAC Adresse haben muss/ wird, wäre es ein leichtes sich automatisch (Händler) anzumelden. Die Bezahlung selbst, wird dann ein Dienstleiter abwickeln und sicher werden alle zahlungsargen zum Zuge kommen.

      Warum ausgerechnet Tesla dieses System nicht etabliert hat, erschließt sich mir nicht, offensichtlich war E.M. nicht sehr am Kern seines ersten Unternehmens aktiv.

      Es ist so simpel und offensichtlich, dass es nicht mal lohnt, darüber nachzudenken, ob man da ein Start Up gründet oder eine Patent anmeldet.

      *eine MAC Adresse ist sicherer, eindeutiger und dazu ‚Lebenslang‘ identisch als jedes Kennzeichen, jede CC Karte etc. Sie ist systembedingt weltweit identisch strukturiert und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit selbst auf dem Mars etc. Bestand haben.

      *jeder Betreiber eines Ladesäule meldet sich an (Plattform) , bekommt die Software aufgespielt und automatisch das Stromgeld ohne wissen zu müssen, wer da ‚tankt‘.