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Aktuell: Musk will mit Tesla und SpaceX beste Chips produzieren, setzt auf deutsche Stärken

14. Oktober 2026 | Kommentieren

tesla spacex terafab cgi luft

Bild: SpaceX (Computer-Foto geplanter Terafab)

Am vergangenen Wochenende kamen Fans von Elon Musk wie seit 2021 jährlich zu einer großen Veranstaltung in den USA zusammen, und weil ihr Idol inzwischen für weitaus mehr steht als Elektroautos, hieß sie in diesem Jahr statt „Tesla Takeover“ erstmals „X Takeover“. Ein weiteres Mal aber war Musk persönlich als Video-Gast dabei und beantwortete Fragen der Organisatoren. Unter anderem ging es dabei um die Chip-Fabrik Terafab als sein wohl ehrgeizigstes und teuerstes Projekt, das Tesla und SpaceX zudem gemeinsam angehen. Zum Gelingen beitragen sollen laut Musk deutsche Kompetenzen.

Chip-Projekt von Tesla und SpaceX

Bei der ersten Erwähnung einer riesigen Chip-Fabrik von Tesla und SpaceX Ende 2025 überraschte Musk Beobachter mit einem weiteren visionären Vorhaben. Erste Details zu den gemeinsamen Terafab-Plänen folgten in diesem März. Demnach will Musk nicht weniger, als die Menschheit zu einer „galaktischen Zivilisation“ zu machen, deren Rechenleistung sich zum Großteil im Weltraum befindet. Chips vor allem dafür soll die Terafab von Tesla und SpaceX produzieren – mit 1 Terawatt pro Jahr 20-mal so viel wie heute alle anderen Hersteller zusammen.

Seitdem wurde bekannt, dass die Terafab im Grimes County im US-Bundesstaat Texas entstehen soll. Allein die anfänglichen Kosten betragen 15 Milliarden Dollar, insgesamt dürfte laut Analysten ein dreistelliger Milliarden-Betrag benötigt werden. Selbst wenn nur die Hälfte davon bei Tesla anfällt, wäre das wohl mehr, als das Unternehmen je für ein einzelnes Projekt ausgegeben hat. Die deutsche Gigafactory in Grünheide bei Berlin zum Beispiel kostete rund 6 Milliarden Euro.

Musk lobt deutsche Tesla-Tochter

Genau auf solche Erfahrungen beim Bau von Elektroauto- und anderen Fabriken berief sich Musk jetzt in dem Interview zum X Takeover. „Um es klar zu sagen: Ich habe keine Ahnung, wie man Chips produziert“, bekannte er zu diesem Thema freimütig. Deshalb habe er noch enorm viel zu lernen, „aber wir werden es herausfinden“, lautete dann die kleine Pointe. Schließlich habe er früher auch keine Ahnung gehabt, wie man Autos oder Raketen produziert. Tatsächlich baut Tesla unter Musks Führung inzwischen massenhaft Elektroautos und SpaceX Raketen und Satelliten.

Er wolle nicht selbstzufrieden oder eingebildet erscheinen, sagte Musk weiter. Chip-Produktion sei mit das schwierigste überhaupt, aber „wahrscheinlich werden wir herausfinden, wie wir Chips besser produzieren können als irgendjemand sonst“, erklärte er dann für Tesla und SpaceX. Dabei hob er insbesondere die Kompetenz des Elektroauto-Herstellers und dessen Tochter Tesla Automation Germany hervor. Das vor Jahren übernommene deutsche Unternehmen sei „awesome“ und seitdem enorm gewachsen.

Tesla mit individuellen Maschinen

Hinzu kommen laut Musk kleinere Übernahmen im Bereich Produktionstechnik, die zusammen dazu führten, dass Tesla wirklich gut darin sei, Maschinen für die eigenen Bedürfnisse zu individualisieren. Die Fabriken des Unternehmens seien voll von Beispielen dafür, während er bei Besuchen von Chip-Produzenten zu seiner Überraschung wenig davon gesehen habe. Die Branche sei risikoavers und nutze statt individueller Ausrüstung vor allem bekannte Standard-Technik von immer denselben Anbietern.

Hier also sieht Musk den Hebel, den er nutzen kann, um mit Tesla und SpaceX in eine neue Branche mit notorisch komplizierten Produktionsprozessen einzudringen. Als Motivation dafür nannte er zuvor aber nicht Gier nach neuen Gewinn-Chancen, sondern nackte Notwendigkeit: Ähnlich wie vor einigen Jahren bei Batterien argumentierte Musk, dass bestehende Anbieter den rapide wachsenden Bedarf nicht nur bei Tesla schlicht nicht decken können.

Musk-Bilanz bei Batterien mäßig

In diesem Bereich ist die Musk-Bilanz bislang allerdings nur gemischt: Schon dafür benutzte er im September 2020 die Vorsilbe Tera, in diesem Fall um das von Tesla angestrebte Batterie-Produktionsvolumen zu beschreiben. 2030 sollten es 3 Terawattstunden jährlich sein, bei einem Gesamtbedarf für Elektroautos und stationäre Akkus von 20 TWh. Bislang in Betrieb oder Bau hat Tesla laut dem Bericht für Q2 2026 gut 47 Gigawattstunden, also etwa 1,5 Prozent des Ziels für 2030. Im deutschen Grünheide sollen ab 2027 weitere 18 Gigawattstunden hinzukommen.

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Tags: Elon Musk, SpaceX, Terafab, Tesla

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