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Größer und teurer: Tesla-Akku Megapack jetzt ab 3,9 Megawattstunden und 1,9 Mio. Dollar

tesla megapack draussen

Bild: Tesla

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Seit vergangenem Juli kann jeder im Internet sehen, was ein Megapack von Tesla kostet, also eines der Module für stationäre Strom-Speicherung, die das Unternehmen seit 2019 als Nachfolger der kleineren Powerpacks anbietet. Vor einem Jahr musste man für ein Megapack mindestens gut 1,2 Millionen Dollar anlegen und bekam dafür eine Kapazität von 3 Megawattstunden. Im März erhöhte Tesla den Preis dafür auf 1,5 Millionen Dollar und vor kurzem ein weiteres Mal. Doch auf die neue Erhöhung folgte jetzt mehr Kapazität, sodass sie pro Einheit etwas weniger kostet als zuvor.

Tesla Megapack jetzt 9,2 Meter lang

Die neuen Daten für das Tesla Megapack entdeckte am Freitag ein Mitglied des Forums reddit, und wie die Preise scheinen sie sich in den vergangenen Monaten häufiger verändert zu haben. Nach dem neuesten Stand kostet ein Megapack zur Installation in Kalifornien laut der Tesla-Website jetzt 1,934 Millionen Dollar bei 1 Megawatt Leistung und 3,9 Megawattstunden Kapazität. Der Preis ist damit unwesentlich höher als im Juli, geht aus einem anderen Reddit-Beitrag hervor. Verschiebungen gab es aber bei Leistung und Kapazität: Erstere nahm von 1,3 MW etwas ab, letztere stieg von zuvor 2,6 Megawattstunden um 50 Prozent.

Das spricht dafür, dass Tesla wie von CEO Elon Musk angekündigt inzwischen LFP-Zellen in seinen Megapacks nutzt. Die kosten weniger und sind robuster, haben aber eine geringere Energie-Dichte, was mehr Gewicht und Volumen bedeuten kann. Im Juli 2021 nannte Tesla noch gut 30 Tonnen pro Megapack-Modul mit 3 Megawattstunden, jetzt sind es etwas mehr als 38 Tonnen für 3,9 Megawattstunden. Zugleich wurde das Speicher-Modul merklich größer: Die Länge nahm von 7,3 Meter auf 9,2 Meter zu, die Breite blieb bei 1,65 Metern, aber auch in der Höhe wuchs es um 30 Zentimeter auf 2,8 Meter.

Deutlich abgenommen hat dagegen der Preis pro Kilowattstunde Kapazität – gegenüber Juli von etwa 730 Dollar pro Kilowattstunde auf knapp unter 500 Dollar, was ebenfalls für LFP spricht. Die Leistung pro Einheit wurde durch die Reduktion bei gleichem Preis allerdings teurer, und im vergangenen Juli konnte man eine Kilowattstunde Megapack-Kapazität rechnerisch noch für rund 400 Dollar bekommen.

Megafactory für stark erhöhte Produktion

Für das zweite Quartal dieses Jahres hat Tesla die Installation von gut 1,1 Gigawattstunden an Speichern gemeldet, zu denen auch das Produkt Powerwall für Privathaushalte zählt. Das war mehr als im Vorquartal, aber weniger als vor einem Jahr – das Energie-Geschäft soll laut CEO Musk so bedeutend werden wie das mit Elektroautos, bislang entwickelt es sich aber viel unstetiger. Bei den Speichern könnte eine neue Fabrik nahe San Francisco speziell für Megapacks Besserung bringen, die von Tesla als Megafactory bezeichnet wird. Ihre Ziel-Kapazität bezifferte Musk auf 40 Gigawattstunden pro Jahr, und nach Berichten sollte sie auch andere Megapack-Formate produzieren.

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