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Aktuell: Tesla kann Cybercab-Robotaxis derzeit schneller produzieren als auf Straßen einsetzen

tesla cybercab austin

Bild: Tesla

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Bei der Hardware liegt Tesla im Plan: Vor 2027 sollte das Cybercab in Produktion gehen, kündigte CEO Elon Musk bei der Vorstellung des zweisitzigen Elektroautos im Oktober 2024 an, und in diesem April meldete Tesla den Beginn der Produktion des Cybercab und nahm es im September offiziell in seine Robotaxi-Flotte in Austin auf. Die ist zuletzt deutlich gewachsen, aber andernorts in den USA kommen noch keine Cybercab-Robotaxis zum Einsatz. Tatsächlich lassen sie sich derzeit schneller produzieren als einsetzen, wie ein hoher Tesla-Manager verriet.

Cybercab statt Einsteiger-Tesla

Bevor Musk das rein autonome Cybercab ohne Lenkrad und Pedale ins Spiel brachte, hatte er jahrelang einen anderen neuen Tesla in Aussicht gestellt, der das Segment unterhalb von Model 3 und Model Y erschließen sollte. Laut Berichten aufgrund von übermächtiger Konkurrenz aus China setzte der Tesla-CEO dann aber konsequent auf autonomes Fahren sowie Roboter. Gerüchte, dass das Cybercab einen Ableger zur Steuerung durch Menschen bekommen könnte, dementierte er immer wieder, weil die Zukunft von Tesla in Autonomie liege.

Das sagt er allerdings schon seit vielen Jahren, und trotz der steigenden Zahl von Cybercabs und Model Y in Austin sowie Robotaxi-Diensten von Tesla in fünf weiteren US-Städten lässt ein großer Teil dieser Zukunft immer noch auf sich warten. Kritiker werfen Musk vor, sich bewusst zu optimistisch zu äußern; zum Beispiel sagte er zum Start der ersten Model-Y-Robotaxis in Austin Mitte 2025, bis Ende des Jahres sollten 50 Prozent der USA damit abgedeckt sein. Es könnte aber auch sein, dass er an solche Ziele wirklich glaubt und dann selbst enttäuscht ist.

Cybercab-Produktion läuft (zu) gut

Dafür spricht jedenfalls eine Aussage von Lars Moravy, dem seit einiger Zeit häufig auftretenden Vice-President für Fahrzeug-Engineering bei Tesla: In einem auch sonst recht offenen Interview mit dem YouTube-Kanal Munro Live räumte er ein, dass die Produktionslinie für das Cybercab in der Gigafactory Texas derzeit an manchen Tagen stillsteht. Und der Grund dafür ist eben nicht, dass es wie bei früher Produktion nicht unüblich zu Problemen kommt, sondern die Tatsache, dass Tesla noch mehr Cybercabs gar nicht gebrauchen kann.

„Die Cybercab-Produktionslinie überholt derzeit unser Deployment. Es gibt eine Art Wettlauf, wer schneller sein wird. Noch ist die Produktion vorn“, sagte Moravy wörtlich. Im Klartext: Die Produktion des Robotaxis läuft gut, aber es fehlt Tesla an Einsatz-Möglichkeiten dafür. Und statt tausende Cybercabs auf Halde zu stellen, hat sich das Unternehmen entschieden, die Produktion einstweilen niedrig zu halten.

Tesla mit mehr als 1000 Robotaxis

Nach Angaben im jüngsten Quartalsbericht ist die Cybercab-Linie auf 125.000 Stück pro Jahr ausgelegt. Das wären bei voller Auslastung 2500 Cybercabs pro Woche – und damit fast fünfmal so viele, wie Tesla bislang als Robotaxis angemeldet hat. Nach Daten von diesem Dienstag stieg ihre Zahl auf zuletzt 544, womit erstmals mehr Cybercabs in der Robotaxi-Flotte in dem Bundesstaat waren als Model Y (507).

In manchen US-Staaten haben Hersteller die Möglichkeit, ihre Autos selbst als fähig zum autonomen Fahren zu zertifizieren; Behörden kommen erst ins Spiel, wenn es Probleme gibt. So ist es zum Beispiel in Texas, aber trotzdem hat Tesla längst noch nicht den gesamten Bundesstaat mit seinen Cybercabs überschwemmt. Als nächste Stadt dort soll im November Dallas die Zweisitzer bekommen

Teures Luxus-Problem für Tesla

Abhängig davon, wie weit der Hochlauf beim Cybercab sechs Monate nach dem Start ist, wäre die aktuell produzierbare Stückzahl also weitaus höher als die, von der Tesla sinnvoll Gebrauch machen kann. Das ist auf der einen Seite ein Luxus-Problem, aber auch teuer, weil Fabrik-Kapazität brachliegt. Insofern dürfte Musk alles daran setzen, schnell die Voraussetzungen für eine breitere Cybercab-Nutzung zu schaffen. Zuvor hatte er die recht langsame Robotaxi-Expansion mit einem geradezu paranoiden Sicherheitsbedürfnis begründet.

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