Tesla installiert zwei neue Microgrid-Projekte mit insgesamt 13,6 MWh Kapazität in Samoa

Bereits Ende 2016 hatte Tesla die Insel Taʻū (auch Tau) in Amerikanisch-Samoa komplett auf Solarstrom umgerüstet. Nun soll aber nach und nach der komplette Inseelstaat Samoa vollständig auf erneuerbare Energien umgerüstet werden. Dafür hat Tesla kürzlich auf Upolu, einer der beiden Hauptinseln, zwei Microgrid-Projekte mit einer Energiekapazität von insgesamt 13,6 MWh installiert.

Die Microgrids befinden sich am Fiaga Elektrizitätswerk und am internationalen Flughafen Faleolo. Laut dem Samoa Observer wurde das Projekt bereits 2017 in Auftrag gegeben und von Tesla innerhalb 12 Monate realisiert. Die Gesamtkosten sollen sich auf über 8,8 Millionen US-Dollar belaufen, wobei Tesla der Hauptauftragnehmer war und von weiteren Unternehmen wie Schneider Electrical, Transworks Mitsubishi, Pernix MAP JV, Vortex und einigen weiteren unterstützt wurde.

Der zusätzlich installierte Tesla Microgrid-Controller ist ein rechnergestütztes System. Es wird nicht nur die beiden neuen Batteriesysteme, sondern auch alle Kraftwerke der Electric Power Corporation und unabhängige Solarparks automatisch steuern und regeln.

Premierminister Tuilaepa Sa’ilele Malielegaoi äußerste sich am Tag der offiziellen Einweihung wie folgt:

Die beiden Hauptziele dieses Projekts sind die Stabilität des Stromnetzes angesichts der großen Anzahl von Solaranlagen von 13 MW, die jetzt an das Netz angeschlossen sind, und die Möglichkeit, das Stromnetz effektiv und effizient zu betreiben, um die geringsten Kosten zu erreichen, indem die Anzahl der Dieselgeneratoren, die jederzeit betrieben werden können, reduziert wird.

Der zuvor durchgeführte Probebetrieb attestierte eine konstante Qualität der Stromversorgung (Spannung und Frequenz) und zwar ohne Schwankungen wie bisher. Man ist nun in der Lage, den Einsatz von Dieselgeneratoren von vier auf zwei zu reduzieren und manchmal auf einen Generator während der Schwachlastzeiten zu beschränken. Man kooperiert nun weiter mit Tesla, um das Stromnetz bald völlig ohne Dieselgeneratoren zu betreiben.

„Zum Abschluss des Geschäftsjahres Juli 2017 bis Juni 2018 wurden in Samoa 48 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien und 52 Prozent aus Diesel erzeugt. Samoa ist auf einem guten Weg, sein Ziel der nachhaltigen erneuerbaren Energien bis 2025 zu erreichen“, erklärte der Premierminister auf der Einweihung.

Das Projekt ist Teil des Power Sector Expansion Project, das von der Asian Development Bank, der japanischen Regierung über die Japan International Cooperative Agency (J.I.C.A.), der Regierung von Australien und der Regierung von Samoa finanziert wird.