Weiterer Ingenieurdienstleister bestätigt Profitabilität des Model 3

Munro & Associates war bis vor wenigen Monaten nicht dafür bekannt, sonderlich gute Worte über das Tesla Model 3 zu verlieren. Der amerikanische Ingenieurdienstleister, der Fahrzeuge auseinanderschraubt, analysiert und die Auswertungen an Unternehmen verkauft, bemängelte besonders eine schlechte Verarbeitung der Karosserie und machte auf sogenanntes „Panel Gap“, also zu große Spaltmaße, beim Model 3 aufmerksam.

Auch wenn man vom Fahrverhalten des Model 3 positiv überrascht war, so bemängelte Munro auch, dass die Produktion für das Fahrzeug zu teuer wäre und Tesla somit kaum Profit einspielen würde. Diesen zweiten Kritikpunkt zieht das Unternehmen jetzt aber wieder zurück, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. In einer weiteren Analyse fand Munro jetzt heraus, dass das Model 3 sehr wohl profitabel sein kann. Es hätte sogar das Potenzial, eine Marge von 30 Prozent zu erreichen – höher als jedes andere Elektrofahrzeug.

Damit käme die neue Analyse im Einklang mit der eines deutschen Ingenieurdienstleisters, der die Herstellungskosten des Model 3 zuvor mit 28.000 US-Dollar bezifferte – davon 18.000 US-Dollar Material- und Zuliefererkosten und 10.000 US-Dollar Produktionskosten. Das günstigste aktuell erhältliche Model 3 kostet 49.000 US-Dollar. Ein günstigere Basisversion zum Kaufpreis von 35.000 US-Dollar soll in etwa sechs bis neun Monaten erhältlich sein.

Munro, die jetzt zugeben mussten, dass sie Unrecht hatten, zeigen sich nun doch beeindruckt vom Model 3. Insbesondere die enge Integration von Leiterplattenkomponenten nennt Geschäftsführer Sandy Munro „eine Symphonie der Technik“. Zudem sei er von der Effizienz des von Tesla und Panasonic entwickelten Akkus beeindruckt. Auch schneidet das Model 3 bei einem direkten Vergleich verwendeter Autoteile und Materialien mit dem Chevrolet Bolt und dem BMW i3 positiv ab.