China: Fünfjähriger startet Model S im Einkaufszentrum und fährt Baby an

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Am Sonntag ist im Einkaufszentrum Tongzhou Wanda Plaza Mall im Osten von Peking ein Unfall mit einem für Werbezwecke ausgestelltem Tesla Model S passiert, welcher nicht unbedingt für positive Presse in China sorgen dürfte. Wie üblich hatte auch hier der kalifornische Autohersteller zwei seiner Model S als Vorführwagen im Einkaufszentrum ausgestellt.

An diesem Sonntag waren die Geschäfte geöffnet und so konnte jedermann einkaufen, aber auch die kalifornischen Elektrolimousinen begutachten. Auch die Fahrzeuge waren für jedermann zugänglich und geöffnet, damit Interessenten einsteigen und das Interieur unter die Lupe nehmen konnten. Die Elektronik der Fahrzeuge war ebenfalls eingeschaltet.

Ungewöhnlich war jedoch, dass man das Fahrzeug – obwohl als Vorführwagen in einem Einkaufszentrum dienend – starten konnte. Dies nutzte ein Fünfjähriger, der scheinbar allein in das Fahrzeug gestiegen ist, aus. Um genau 13:55 Uhr, wie es aus der Bericht heißt, sei das weiße Model S gestartet worden und machte sechs Meter nach vorne, wo es einen Kinderwagen traf.

Im Kinderwagen befand sich ein jüngeres Baby, welches durch den Aufprall umgestoßen wurde und aus dem Wagen fiel. Der Säugling blieb jedoch glücklicherweise unversehrt. Die Polizei hat indes die Ermittlungen aufgenommen. Eine offizielle Stellungnahme seitens Tesla Motors steht noch aus. Eine lokale Zeitung hatte in der Zwischenzeit einen Reporter an Ort und Stelle geschickt.

Dieser befand sich ungefähr eine halbe Stunde nach dem Unfall am Ort des Geschehens und stellte fest, dass das weiße Fahrzeug mittlerweile abgeriegelt wurde. Das rote Model S sei hingegen weiterhin zugänglich gewesen und – ob man es glaubt oder nicht – es befand sich ein weiteres Kind auf dem Fahrersitz des Fahrzeugs. Dieses Mal jedoch passte der Vater des Kindes auf.

Der Reporter erklärte, dass Tesla Motors folgende Maßnahmen durchgeführt hatte, damit die Fahrzeuge eben nicht gestartet werden können: Es wurde ein Holzblock unter dem Bremspedal geschoben (die Bremse muss betätigt werden, damit das Fahrzeug startet) und ein Sticker wurde an dem Touchscreen geklebt, welcher aufforderte, diesen nicht zu berühren.

Die Vorkehrungen hielten den Fünfjährigen jedoch nicht davon ab, das Fahrzeug im Einkaufszentrum erfolgreich zu starten. Nun wird Tesla Motors im Bericht vorgeworfen, zu wenig für die Sicherheit getan zu haben. So hätte man beispielsweise die elektrische Feststellbremse betätigen oder weitere Blockaden vor dem Fahrzeug hinlegen können, um solch einen Vorfall zu verhindern.

Wieso der Fünfjährige unbeobachtet war, muss jetzt wohl die Polizei klären. In einem der Fotos aus dem Einkaufszentrum sieht man auch eine Tesla-Angestellte, die eigentlich Fragen zum Fahrzeug beantworten sollte. Diese beschäftigt sich jedoch lieber mit ihrem Mobiltelefon, heißt es im Bericht von CarNewsChina. Aktuell krämpelt Tesla das eigene Personal in China um.

  • Dr.M.

    Soso, ein Holzklotz unterm Bremspedal und ein Sticker auf dem Touchscreen, dass dieser nicht entfernt werden darf, das ist ganz sicher state-of-the-art der Fahrzeugsicherung.
    Das Holzbrett befand sich vorher vermutlich vor dem Kopf des entsprechenden Tesla-Mitarbeiters.
    Da kann man schon verstehen, warum Elon Musk derart kompetente Mitarbeiter feuert.
    Ich kann mir bei einem so hochtechnisierten Fahrzeug wie dem Model S nicht wirklich vorstellen, dass es keine andere Möglichkeit der Sicherung gibt, und zwar schon das Unterbinden der Inbetriebnahme überhaupt, es darf ja gerne alles leuchten und blinken, aber losfahren können sollte man nicht.

  • Blackmen

    …da hätte schlimmeres passieren können…! Glück gehabt

    Eine Unverantwortlichkeit auf Anbieter- und Elternseite!

    Für solche Präsentationen sollte eine Softwarelösung programmiert werden, bei der man selektieren kann, was jeweils benötigt wird.

  • Nic Megert

    Sowas ist ja unglaublich! Da wollte sich wohl ein Tesla Mitarbeiter für die Kündigung revanchieren. Das MS kann mittels Tesla T oben auf dem Display durch langes drücken in einen Code Eingabemodus geschaltet werden. So können Codes für Ausstellung, tests, Fabrikation usw. aktiviert werden. Der einzige öffentliche Code ist derzeit 007 um das James Bond Auto im Menue Suspension auf zu rufen.
    Wenn das Fahrzeug im Ausstellungscode steht, verriegelt es die Türen nicht obwohl der Schlüssel nicht beim Fahrzeug ist. Ausserdem kann man so auch nicht weg fahren! Es ist auch möglich, das es permanent Standlicht laufen lässt. Somit ist klar, das hier jemand vollkommen bescheuert gehandelt hat. Und das war wohl nicht nur der Tesla Mitarbeiter…..