Chris Lattner, Vice President der Autopilot-Software, verlässt Tesla nach nur sechs Monaten (Update)

Erst Anfang des Jahres hatte Tesla bekannt gegeben, dass man den langjährigen Apple-Mitarbeiter, Chris Lattner, als Vice President für die Autopilot-Software eingestellt hatte. Nun berichtet das Online-Magazin TechCrunch, dass Lattner nach nur sechs Monaten bei Tesla seinen Posten wieder geräumt hat. Mittlerweile hat Lattner die Meldung auch selbst bestätigt:

Wieso sich die Wege von Lattner und Tesla trennen, ist nicht bekannt. Der Elektroautobauer hat jedoch mit Andrej Karpathy bereits einen Nachfolger vorgestellt, welcher nun die neu geschaffene Rolle des Director of AI and Autopilot-Vision einnimmt, in der er direkt an Elon Musk berichtet. Zusätzlich wird Karpathy mit Jim Keller arbeiten, der bisher die Abteilung der Autopilot-Hardware leitete, ab sofort jedoch auch die entsprechende Software überblickt.

Andrej Karpathy war vor seiner Rolle bei Tesla als Forscher im Bereich Künstliche Intelligenz bei der Forschungsplattform OpenAI tätig, die unter anderem auch von Musk mitbegründet wurde. Er ist Experte im Bereich künstliche neuronale Netze und promovierte an der Stanford University. Zusammen mit seiner Kollegin Fei-Fei Li entwickelte und unterrichtete er ab 2015 den ersten Deep Learning Lehrgang an der Stanford University.

Update 23.06.17: Lattner hat seinen Lebenslauf im Internet aktualisiert und seine Tätigkeiten bei Tesla aufgeführt (via Electrek). Unter anderem war er Verantwortlich für den Wechsel von der Autopilot-Hardware 1 zur neuen Autopilot-Hardware, die nicht mehr von Mobileye stammt, sondern von Tesla selbst entwickelt wurde und mittlerweile gleichauf mit dem alten System ist.

Lattner habe die interne Infrastruktur und einige Prozesse im Unternehmen verbessert, auf die er jedoch nicht genauer eingehen kann. Das für die Autopilot-Software verantwortliche Team sei unter seiner Führung um 50 Prozent angewachsen, wobei er selbst die meisten dieser Mitarbeiter interviewte und einstellte.

„Insgesamt habe ich vieles gelernt, hart gearbeitet, eine Menge großartiger Leute getroffen und hatte sehr viel Spaß. Ich glaube weiterhin fest an Tesla, der Mission und dem bemerkenswerten Autopilot-Team. Ich wünsche ihnen alles Gute“, ist im Lebenslauf zu lesen.