Deutschland ist der International Zero-Emission Vehicle Alliance (ZEV Alliance) beigetreten

Ohne große Presseverlautbarung ist Deutschland während des Klimagipfels in Paris der International Zero-Emission Vehicle Alliance (ZEV Alliance) beigetreten. Dieser Zusammenschluss ist erst im August dieses Jahres gegründet worden und hat das Ziel, den weltweiten Umstieg auf emissionsfreie Fahrzeuge zu beschleunigen. Bis 2050 soll es nur noch emissionsfreie PKWs geben.

Neben Deutschland sind auch Großbritannien, die Niederlande und Norwegen als europäische Staaten in diesem Zusammenschluss vertreten. Aus den Vereinigten Staaten gehören Kalifornien, Connecticut, Maryland, Massachusetts, New York, Oregon, Rhode Island und Vermont zu den Befürwortern. Aus Kanada gehört die Provinz Québec zu den Mitgliedern des Zusammenschlusses.

Wie das Vorhaben, bis 2050 nur noch emissionsfreie Fahrzeuge auf die Straße zu bringen, realisiert werden soll, wurde indes nicht kommuniziert. Erst Ende Mai dieses Jahres hatte das Bundeskabinett in einer neuen Verordnung beschlossen, dass Elektrofahrzeuge besondere Sonderrechte im Straßenverkehr zustehen. Diese Verordnung dürfte für dieses Ziel jedoch nicht ausreichen.

  • Es wäre eigentlich sehr leicht dieses Ziel zu erreichen und zwar schon viel früher, wenn man Benzin und Diesel entsprechend den katastrophalen Auswirkungen auf die Umwelt besteuert. Dann wäre auch der derzeit tiefe Erdölpreis egal, oder sogar gut.
    Jedes Jahr ein Steuerplus von 20 Cent, Diesel mal sofort von seinen Vorteilen befreien und alle Subventionen an die Erdölindustrie fallen lassen.
    Mit den wahren Preise für Sprit kauft in zwei Jahren keiner mehr einen Verbrenner, Dieselpreise von unter EUR 1,00 sind dagegen nicht sehr hilfreich.
    Man könnte sich alle Mautsystem auf Autobahnen ersparen und alles über den Kraftstoff lösen. Ab 2020 Benzin EUR 2,50 und Diesel EUR 3,00/l und der Umwelt wird Recht getan.

    • Dieselstinker

      Nun ja, es ist vermutlich nichts leichter als dieses Ziel zu erreichen, vor allem muß die Politik dazu nicht allzuviel tun. das macht der technische Fortschritt.
      siehe z.B.:
      https://www.youtube.com/watch?v=Y_NmWB-D7-Y
      Ganz im Gegenteil sie sollte es unterlassen irgendwelche Kommentare über Alleingänge bei Ladestationen abgeben, oder gar irgendwas per Gesetz regeln, das in der Praxis etwa so aussieht dass man 1-2 Stundenlang laden muß weil man als Standard irgendwas schwachbrüstiges mit 44 kWh verordnet.
      Damit findet der Urban EV und zig KM Pendler sein auslangen mit welchem EV auch immer.
      Aber der der beruflich öfters weite Strecken zurücklegt, wird auf + 100kWh Ladestationen angewiesen sein.

    • Reiner Strehlke

      @ Teki
      Da hast Du 100%ig recht! Nur so geht es. Das hat nichts mit Diskriminierung weniger betuchter Familien zu tun. Technischer Fortschritt wird immer zuerst in höherpreisige Produkte implementiert. Und dann geht es rasant durch alle Produktreihen. Da brauchen wir nicht bis 2050 zu warten. Außerdem gibt es den Renault Zoe inzwischen für 16,5K€. Also, wer jetzt nicht umsteigt, sucht nur fadenscheinig nach Ausreden. Jedoch muss sich jeder, der heute noch einen Stinker kauft überlegen, was er für diese Karre in vier Jahren noch bei einer Inzahlungnahme bekommen möchte. Ich prognostiziere: Wenig, sehr wenig. Will dann keiner mehr haben.

    • kritGeist

      @Teki *Daumen hoch* genauso ist es. Diesel hat sich durchgesetzt & wurde weiter ensprechend mit hochgezüchteten Dienstwagen & SUVs gefördert, weil es künstlich billig gehalten wurde.
      Dass die dt. Regierung still heimlich in die Allianz beitritt, anstatt offen zu kommunizieren, zeigt nur wie peinlich Merkel die gesamte Situation ist aus: Ausstieg aus Atomenergie & Kohle & wieder zurück, grüne & nicht eingehaltene Ziele bis 2020, Eisbären-Show & den massiven Druck der Dienstwagen – Lobbys.
      Es gibt seit kurzem eine Studie, dass Deutschland inzwischen hinter Bulgarien steht, was der enormen Einfluß der Lobby-Gruppen betrifft.

      Hätte man das erhöhte Steueraufkommen durch Abschaffung der Subventionen in die alternativen Energien & E-Technik investiert, wäre wir Weltmeister im Export von regenerativen Energien & könnten die 2020 Ziele locker erreichen. Es lebe die Alt-Autolobby-Industrie, die brauchen ja auch noch Zeit, um in hochgezüchtete PS-Flitzer echte Batterien einzubauen, die nicht nur bis zum übernächsten Bäcker oder Sekt-Laden reichen 😉

  • Bürokrat

    @Teki

    so eine pauschal Idee hilft nicht weiter und ist unfair gegenüber ärmeren Familien die nicht auf Hartz IV sitzen und irgendwie zur Arbeit kommen müssen.
    Solange ein Elektrofahrzeug nicht auch für die Menschen bezahlbar sind die weniger als 15.000 Netto Jährlich verdienen ist deine Idee einfach nur Weltfremd!
    Wohl mit dem Silberlöffel im Mund geboren!?

    • kritGeist

      Seine Aussage zielte sicherlich nicht auf ärmere Familien, die sich wahrscheinlich sowieso kaum einen Wagen leisten können, egal ob Elektro oder Benzin, Diesel – Autos sind sowieso teuer auch für viele normal arbeitenden. Sondern eher gegen die Lobby & die unsinnigen Subventionen, die gerade nur den gut betuchten zu Gute kommen, z.B. über die Dienstwagen – Regelung & massive Diesel-Rabatte. Und gerade wenn der Steuer-Unsinn aufhört, könnte man die Alternativ- & E-Technologie weiter ausbauen, z.B. durch stärkere Förderung an Win & Solar in Wohngemeinschaften, -gesellschaften. Die Energie an sich könnte dann deutlich billiger werden & Harz4 Familien damit quasi gefördert. Aktuell werden die Subventionen durch höhere Kosten bei der Masse refinanziert.
      Das gilt für Energie, als auch z.B. bei Lebensmittel in anderen Ländern, indem wir durch Subventionen billige Lizenzen erhalten & diese Länder destabilisieren.