Echtzeit Supercharger-Verfügbarkeit soll bald in der Navigation angezeigt werden

Tesla-CEO Elon Musk hat vor drei Tagen auf Twitter haufenweise neue Informationen und Details zum Model 3 veröffentlicht und damit einen für ihn neuen Rekord für die meisten Twitter-Nachrichten an einem Tag aufgestellt. Obwohl die meisten Nachrichten einen Bezug zum Model 3 hatten, waren auch einige andere dabei, die allgemeiner Natur waren. So wurde beispielsweise gefragt, wann Tesla eine Niederlassung in Indien aufmacht oder wann Italien vollständig mit Superchargern abgedeckt sein wird.

Eine weitere wichtige Frage, auf die wir in diesem Artikel eingehen, betrifft die Verfügbarkeit der Supercharger. Wir hatten erst Anfang des Jahres über eine neue App namens „Superchargers for Tesla“ berichtet, die ein Check-In an den Supercharger-Stationen ermöglicht. Mit dieser App sollte verhindert werden, dass man lange an einer Supercharger-Station anstehen muss, weil diese schon besetzt ist. Stattdessen würde man sehen, dass die entsprechende Station besetzt ist und beispielsweise weiter fahren, um an einer anderen, freien Station Halt zu machen.

Für gewöhnlich findet sich an den meisten Ladestationen immer ein freier Platz, doch kann es an Feiertagen und an stark frequentierten Orten dazu kommen, dass sich längere Schlangen bilden. So beispielsweise zu Weihnachten bei der Tejon Ranch in Kalifornien, wo es eine Warteschlange von 15 Fahrzeugen gab. Zugegeben: Ein Waldbrand blockierte den Weg zur nächstgelegenen Stationen, weshalb diese lange Warteschlange überhaupt entstand und wodurch man in diesem Fall womöglich auch mit der genannten App keine Alternative hätte.

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Warteschlange an der Tejon Ranch zur Weihnachtszeit 2015 (Bild: Reddit)

Tesla hat sich dafür nun eine Lösung einfallen lassen und wird laut Musk möglichst bald via Softwareupdate eine Echtzeit Supercharger-Verfügbarkeit in der Navigation der Fahrzeuge anzeigen. Das bedeutet, dass man zukünftig in Echtzeit sehen wird, ob Ladeplätze an einem Supercharger-Standort verfügbar sind. Ein ähnliches System hatte Tesla bis vor Kurzem im Design Studio in Hawthorne implementiert, wo der aktuelle Stand der zehn meistfrequentierten Supercharger angezeigt wurde (siehe Artikelbild).

Artikelbild von Reddit-Nutzer jeffAA

  • Dirk Weige

    Gute Sache! Bin gespannt!

  • Tripel-T

    Dass so eine Lösung früher oder später kommen wird / muss, war mir klar. Ich habe da vollstes Vertrauen in Tesla, dass dies spätestens mit Hinblick auf die Markteinführung des Models 3 kommen wird und einwandfrei funktionieren wird.

    Der Printscreen zeigt übrigens noch weitere interessante Angaben. Nebst der Belegung der Supercharger und die Messung der Abgabe des Stroms, wird auch die Einsparung von Öl und die Reduktion der CO2 Emissionen aufgezeichnet.

  • Thomas

    Würde es bei der Dichte bzw. schnell wachsende Tesla-Zulassungszahlen auch benötigen
    Vorallem wenn dann noch die Volksteslaner (Mod. 3 Fahrer) dazukommen.

    Noch besser wäre, wenn ich dann auch noch mein Auto evtl. ab 2018 autonom alleine zum betanken schicken kann, während ich im Termin bin.

  • Joe Cool

    Gut wäre noch, wenn 5 Minuten nach Ladeschluss die Türen automatisch öffnen würden. Dann würden die Supercharger nicht als Parkplätze misbraucht.

  • kaminfilter

    Das sieht absolut cool aus, ich bin sehr beeindruckt. Tesla übertrifft meine kühnsten Erwartungen. Klasse. Wie wollen die etablierten Autohersteller diesen Vorsprung Teslas aufholen?