Elon Musk will seinen Tesla Roadster mit SpaceX-Trägerrakete in eine Mars-Umlaufbahn bringen

SpaceX wird im Januar 2018 erstmals eine Falcon Heavy Trägerrakete starten, die zugleich auch die ersten Rakete des Unternehmens sein wird, die zum Mars fliegt. Auf Twitter kündigte Elon Musk, Chef von SpaceX und Tesla, vor wenigen Tagen an, seinen eigenen Tesla Roadster als Nutzlast (Leergewicht etwa 1.200 kg) in eine Mars-Umlaufbahn zu bringen.

Der Flug der Trägerrakete war eigentlich noch für dieses Jahr geplant. SpaceX kündigte jedoch kürzlich an, dass man den Start auf Januar 2018 verlegen muss. Im Dezember sollen allenfalls noch Triebwerkstests durchgeführt werden.

Die Falcon Heavy hat eine erste Stufe und zwei Booster mit insgesamt 27 Triebwerken. Der erste Start soll auf der Rampe im Cape Canaveral erfolgen, auf der bereits die Apollo 11 im Jahre 1969 gestartet ist. Wenn alles nach Plan verläuft, soll Musks dunkelroter Tesla Roadster der ersten Generation in einem Orbit um den Planeten Mars fliegen.

Unter der Voraussetzung, dass die Rakete beim Start nicht explodiert, könnte der Roadster die nächsten paar Milliarden Jahre in der Mars-Umlaufbahn verbringen, schreibt Musk. Beim Start soll der elektrische Zweisitzer David Bowies Song Space Oddity spielen.

  • Dieslstinker

    jeder Mensch mit guten Projekten darf, sich auch einmal verirren.

  • Sonntagskuchen

    Gute Idee. Möglicherweise erhält dann ein Marsmännchen die Chance den Roadster zu testen. Das könnte der erste Schritt für eine erfolgreiche Kommunikation mit einer neuen Spezies sein.
    Denn: wer solch ein Auto herstellt, kann nicht dumm sein.

    • Fritz!

      Gut, daß VW keine Raketen baut.

      Die Vorstellung, ein außerirdisches Wesen würde als erstes einen „Clean Diesel“ sehen/riechen/hören, wäre gruselig. Wir würden schon vor dem ersten persönlichen Kontakt bereits eine Kriegserklärung der Außerirdischen erhalten, das wäre nicht gut…

      • Nelkenduft / AHF

        Ich denke auch man würde einen VW als chemische Waffe in Form eines Trojaners wahrnehmen.

  • Stefan

    anscheinend scheint Geld keine Rolle zu spielen – wäre es nicht sinnvoller die Nutzlast von 1,2 Tonnen für irgendwelche Experimente zu nutzen.

    Das erste was der Mars von uns bekommt ist eine Ladung Schrott – was soll das bringen?

    Aber wer die Musik bezahlt entscheidet was gespielt wird.

    • Fritz!

      Das ist kein Schrott. Der Tesla kann dort fahren (wenn er irgendwie heile runterkommt), die fehlende Atmosphäre stört ein E-Auto nicht.

      Bescheuerte Idee, aber immer noch besser als die Idee mit der Betrugssoftware von VW/Bosch. 😉

      • Dirk Pakosch

        Naja, ich bezweifle, das der Tesla bei eine Temperatur von -133 Grad Celsius bzw einer durchschnittlichen Temperatur von -55 Grad Celsius , sehr weit kommen würde.

        • Fritz!

          Och, die Rakete hat ganze 64 Tonnen Nutzlast, da wird Tesla wohl noch ein paar (sehr große) Sonnenkollektoren und ’ne Heizung unterbringen können…

          🙂

    • Nelkenduft / AHF

      Das ist kein Schrott, sondern jeder Außerirdische wird sich fragen welche Gesellschaft so schöne Dinge produziert. Und der Roadster wird auch nicht auf dem Mars landen, woher haben Sie diese Information?

    • Vomer

      Musk sagt selber, dass der Start sehr wahrscheinlich auch schief gehen kann und deswegen eine sinnlose Nutzlast geladen wird.
      Es ist weder in seinem noch im Interesse möglicher Kunden, sündhaftteure Experimente sprichwörtlich in die Luft zu jagen. Davon ab wurde das mit dem Roadster von Mitarbeitern bestätigt aber von ihm dementiert. Eigentlich weiß also keiner irgendwas.

  • Jonathan Gehrke

    Schöne Idee! Besonders die Werbewirkung für Tesla wird gewaltig sein. Wir hier im Tesla Blog machen zu oft den fehler, dass wir Denken Tesla kennt doch schon jeder.

    Das ist nicht korrekt, die meisten Menschen haben noch nichts, oder nur am Rande von Tesla gehört und wissen gar nicht was die machen.
    Da ist es gut etwas zu machen um diese Menschen zu erreichen und da der Start kaum etwas kostet warum nicht.

    • Dieslstinker

      werbung naja, auf jedenfall in den medien, wenn das nur nicht nach hinten los geht…
      so von wegen weltraumschrott etc.

      • Nelkenduft / AHF

        Ja klar, Weltraumschrott ist angesichts der totalen Vermüllung der Weltmeere und der Vergiftung unserer eigenen Kinder durch Abgase ganz bestimmt ein Thema für Seite 1 der großen Zeitungen.

        • Dieslstinker

          will er nun den Mars besiedeln oder nicht?
          Das war nur 1 Beispiel für das, was man als Zeitschrift daraus machen kann. Das es vordergründig präpotent erscheint, bietet jede Möglichkeit einer negativen Betrachtung.

          • Gatanis

            Und sie ließe sich auch nicht verhindern, wenn sie keinen Tesla in die Mars-Umlaufbahn schießen würden, da der Raketenstart so oder so nur ein Testflug ist.
            Das Ganze werbewirksam mit einer kleinen Verrücktheit zu garnieren, wird meiner Meinung nach unter dem Strich positiv aufgenommen werden.
            Allein der Gedanke, ein Auto (und zwar einen Tesla) bis zum Mars zu bringen, wo er dann quasi konserviert für Ewigkeiten seine Runden drehen wird, fasziniert mich und höchst wahrscheinlich viele andere auch.

          • Dieslstinker

            konserviert für die Ewigkeit?
            werden Elkos und Akkus vorher noch getauscht?
            also gut Sie finden es Toll, ist ja ok.
            Ich halte es für sinnlos und geradezu pupertär und auch etwas kontraproduktiv.

          • Gatanis

            Aus marketingtechnischer Sicht ist die Idee genial. Sie wird höchstens von Leuten kritisiert, die grundsätzlich nichts gutes an Tesla und SpaceX finden, aber die wird es so oder so geben. Alle anderen finden die Idee originell und nicht ohne eine gewisse Symbolkraft. Außerdem erzeugt die Idee genug Aufmerksamkeit, wie man an den vielen Pressebeiträgen gut erkennen kann, was marketingtechnisch wie gesagt optimal ist.
            Und mit konserviert für die Ewigkeit meinte ich eher die Karosserie und Anbauteile. Dass der Akku, falls überhaupt verbaut, nach einer Weile tiefentladen und damit funktionsunfähig sein dürfte, liegt auf der Hand.

          • Dieslstinker

            naja, sehr viele pro Tesla Eingestellte, so wie ich, sehen das aber kritisch, und nein ich habe keine Aktien.

            Und gegen die Tiefentladung müßte man nur ein kleines Solarmodul mitschicken, trotzdem sind die Zellen nach spätestens 2-3 Jahrzehnten kaputt.
            Die Aktion macht „markentingtechnisch“ nur Sinn, wenn er den Tesla nach ein paar Monaten wieder zurückbringt.

          • Gatanis

            Jetzt überlegen Sie mal: SpaceX wird so oder so eine Test-Last mitschicken müssen, ob die Leistungsfähigkeit der Rakete unter Beweis zu stellen. Ob das jetzt ein Beton-Block ist oder ein altes, ausgedientes Auto ist doch aus wirtschaftlicher Sicht gesehen relativ egal. Aber die Symbolwirkung und die Aufmerksamkeit sind viel viel höher und das selbst ohne dem Plan ihn wieder zurück zu bringen. „Marketingtechnisch“ ist das Ziel doch schon längst erreicht, allein durch die Ankündigung. Ganz ehrlich, ich verstehe nicht, was man daran schlecht finden kann, selbst wenn der Tesla bis in alle Ewigkeit den Mars umkreist. Dann interessiert es auch niemanden mehr ob der Akku noch tut oder nicht, denn darum geht es nicht. Wieviele ausgediente Sonden gibt es im Weltall, wo allein schon der Gedanke, dass sie immer noch irgendwo herumfliegen zumindest bei ein paar eine gewisse Faszination ausübt? Schaden wird die Aktion auf keinen Fall. Aus meiner Sicht eine super PR-Kampagne.

          • Dieslstinker

            Abwarten was passiert.

    • Bob dB.

      Wäre es auch noch eine schöne Idee, wenn VW so etwas machen würde? Wenn Sie die Frage mit Ja beantworten können, dann ist es vermutlich wirklich eine schöne Idee.

      • Pamela

        Diese Frage bleibt theoretisch, da man sich bei VW fragen würde, welchen finanziellen Gewinn diese Idee abwerfen würde. (Ich frage mich gerade, WAS die hochschießen könnten ?)
        EM denkt eben oft ganz anders. Hier fällt es mir schwer, Für und Wider festzumachen, sehe aber auch keinen großen Nachteil. Ist ja nicht das erste Mal, dass man in dieser Form Kontakt mit der fernen Zukunft aufnehmen will.

        • Bob dB.

          Und wie würden Sie diese theoretische Frage beantworten?

          • Pamela

            Es wäre keine schöne Idee, wenn VW einen Passat 2.0 TDI BlueMotion mit NOx-Ausstoß von fast 1000mg/km zum Mars schicken würde.

            Wenn VW aber jetzt einen neuen ehrlichen alltagstauglichen Volkswagen für 20K € mit Jahresproduktion von 5 Mio Stück mit einer disruptiven Technologie, die die Verbrennung fossiler Stoffe für die Fortbewegung ablöst – und damit eher Nachfolger vom Model T würde als das Model 3 – auf den Markt bringen würde und sich genauso auch um die Reichweitenversorgung kümmern würde,
            …. dann fänd ich das angemessen, da das ebenso ein Stück Technikgeschichte wäre, wie der Tesla Roadster, der gezeigt hat, dass es sich lohnt, mit der E-Mobilität weiterzumachen.

  • Michael Reinhard

    Ein sehr schönes Opfer das EM da auf einen unendlich schönen Altar legt!

  • PV-Berlin

    Vielleicht möchte er nur geschickt darauf aufmerksam machen, das niemand das Unternehmen angesprochen hat, um dem Test einen gescheiten ‚Ballast‘ zukommen zu lassen.

    So ein Satellit oder was auch immer kostet schon Geld. Wenn ich das entscheiden müsste, würde ich das Geld ‚riskieren‘ denn in der regel kann man sich im Normalfall die Fahrt zum Mars nicht leisten. UND so mit ca. 2.000 kg muss man ja auch nicht sonderlich auf super Leichtbau achten.

    Ergo PV on Bord. ein paar nette Jena Objektive und Messinstrumente und einen Sender mit vernünftiger Übertragungsrate. Schon freuen sich die Kids dieser Welt wie Bolle. kann das Jugend forscht (Institute) nicht mal schnell zusammen mit der Industrie für sagen wir mal 10 Mill $ machen?

    • ThomasJ

      Best comment ever PV-Berlin. Sehe ich genau so! DAS wäre echtes Tesla Marketing!

      • PV-Berlin

        Danke!
        Aber ich habe echt nicht vermutet, dass man E.M. Äußerungen inzwischen immer noch nicht richtig einordnen kann.

        Um Gottes willen, kann ich mich nicht mit ihm vergleichen, aber auch ich habe ab und an das Problem, dass meine Aussagen ‚ungeprüft‘ für bare Münze genommen werden, obwohl sie nur dazu dienen, mal selbst das Gehirn in Bewegung zu setzen oder auf ein akutes Problem aufmerksam zu machen.

        Ich meine, das war kein Marketing-Gag, bzw. wenn hat er das nur mitgenommen.

    • ThomasJ

      Hab die Idee EM getwittert ;-). Halte Sie auf dem laufenden 🙂

  • Thomas Viet

    Das wird das schnellste E-Auto ever. In einer Umlaufbahn um den Mars (nein, der soll nicht auf der Oberfläche landen) kann der die nächsten Jahrhunderte rumsausen. Und Weltraumschrott gibt es um den Mars herum noch nicht wirklich. Da ist der Tesla dann sehr einsam.
    Vielleicht sammel irgendwer den in ein paar hundert Jahren wieder ein.

  • Blatti

    Wie kann der Roadster mit einer 200 kW Batterie nur 1200 kg wiegen? In einem D100 wiegen diese rund 500 kg… Gibt es da eine neue Batterietechnologie oder ist das alles heisse Luft?

    • Blatti

      Oje, hab Mist geschrieben, ist ja der Roadster der 1. Generation….

  • Hans Peter

    Auf die Berichterstattung von „The Verge“ auf Twitter hat Musk dieses Vorhaben übrigens widerrufen.

    „he totally made it up“

    https://www.theverge.com/2017/12/1/16726822/spacex-falcon-heavy-tesla-roadster-launch-elon-musk

    • Karl

      Wohl doch nicht – wenn man mal zu Ende liest.

  • Carsten Teelicht

    Diese Meldung wurde natürlich von SPON mal wieder zerrissen. Die sind durch die Abhängigkeit von den Werbeeinnahmen durch die Verbrenner Fraktion leider in ihrer Berichterstattung nicht mehr frei.

    Ich persönlich finde die Idee einen Tesla ins All zu schießen, genial.

    Wenn es denn wirklich außerirdische Lebensformen geben sollte, die uns irgendwann mal besuchen, wäre da nicht ein Tesla der beste Beweis technischer Fortschrittlichkeit unserer Ziwilation?

    Allerdings fände ich es noch genialer, wenn Elon Musk auch junge Wissenschaftler anbieten würde als zusätzliche „Nutzlast“ auch selber erstelltes wissenschaftliches Geräte mit in die Umlaufbahn vom Mars zu schicken.

    Nur so meine persönliche Meinung….

  • Murat

    Ich find die Idee cool. Die Vorstellung, dass ein Tesla-Roadster in der Umlaufbahn des Mars in über 200 Millionen Kilometer Entfernung seine Runden dreht ist einfach nur genial. Es wird ein ewiges Denkmal werden.

  • Graf

    Die gibts doch schon, die Milchstraße !!

  • Kyle Seven

    Ich finde es immer spannend, dass sich so viele dazu aufmachen, zu beurteilen, ob etwas für das Unternehmen Tesla gut ist oder nicht. Es ist Musk Job, das Unternehmen zu leiten.

    Produkte können kritisiert werden, aber ob etwas unternehmerisch sinnvoll ist oder nicht ist deine Sache.