Hacker findet Informationen zu „P100D“ in der Firmware von Tesla Motors

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Tesla Motors hat Anfang des Jahres das 85 kWh-Akkupaket aus dem Sortiment genommen und bietet aktuell lediglich die Optionen 70 oder 90 kWh für das Model S und X an. Wie der Branchendienst Electrek nun berichtet, könnte schon bald ein 100 kWh-Akkupaket angeboten werden. Zumindest hat ein Hacker erste Informationen zu einem „P100D“ in der Firmware der Tesla-Fahrzeuge gefunden.

Der Hacker mit dem Twitter-Namen @wk057 ist kein Geringerer als Jason Hughes. Wem der Name nichts sagt: Erst kürzlich hat er einen 85 kWh-Akku von einem Model S näher inspiziert und herausgefunden, dass dieser tatsächlich nur über 81 kWh verfügt. Auch betreibt er einen selbst gebauten Energiespeicher aus Tesla-Akkus, noch bevor der kalifornische Autobauer die eigenen Batteriespeicher überhaupt vorstellte.

In einem aktuellen Projekt hackt er das Betriebssystem eines Tesla Model S. Obwohl er dabei sicherlich viele interessante Informationen enthüllt hat, wollte er ein Detail nicht im Forum Tesla Motors Club veröffentlichen, wo er für gewöhnlich seine Entdeckungen preisgibt, sondern twitterte eine Nachricht an Tesla-CEO Elon Musk persönlich.

In dieser Nachricht spricht Hughes darüber, ein Geheimnis zu kennen. Dazu veröffentlicht er einen Hash-Algorithmus, der die Antwort auf das Geheimnis sein soll. Gibt man diesen Hash in einem sogenannten Encrypter ein (in diesem Fall md5hashing.net), dann erhält man folgende Auflösung:

Der kryptische Code bedeutet also nichts anderes als „P100D“. Das würde bedeuten, dass Tesla Motors in der Firmware bereits Informationen zu einem Akkupaket mit 100 kWh versteckt hat, die jedoch noch nicht veröffentlicht werden sollen. Um seine These zu belegen, veröffentlichte Hughes zusätzlich noch das entsprechende Logo, welches sich ebenfalls bereits im System befinden soll. Er merkte an, dass seine künstlerischen Fähigkeiten nicht ausreichen, um ein solches selbst zu erstellen.


Dass Tesla Motors im Laufe der Zeit neue Akkupakete mit mehr Kapazität anbieten wird, ist kein Geheimnis. Die Kollegen von Electrek merken jedoch an, dass ein 100 kWh-Akku eine Steigerung um 11 Prozent bedeuten würde und nicht lediglich 8 Prozent, der bisherigen durchschnittlichen Steigerung pro Jahr in der Branche.

Da man nicht weiß, ob diese Steigerung durch mehr Zellen oder einer höheren Energiedichte erreicht wird, kann man keine genauen Aussagen zu der möglichen Reichweite treffen. Potenziell wäre eine Reichweite von über 300 Meilen (482 Kilometern) nach EPA-Standards möglich, erklärt Electrek.

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5 Kommentare zu “Hacker findet Informationen zu „P100D“ in der Firmware von Tesla Motors

  1. „Die Kollegen von Electrek merken jedoch an, dass ein 100 kWh-Akku eine Steigerung um 11 Prozent bedeuten würde und nicht lediglich 8 Prozent, der bisherigen durchschnittlichen Steigerung pro Jahr in der Branche.“
    Wer sagt, dass das sehr bald bzw. in einem Jahr kommen wird?! Glaube da eher, dass die Marketing-Abt. bestimmt hat, wie groß der nächste Akku sein soll, sodass er einerseits von den anderen genug Kapazitätsabstand hat und andererseits nicht deutlich überproportional teuer ist. Und das wurde halt schon mal in die Software eingebaut. Wann es genutzt wird, ist eben eine völlig andere Frage.

    notting

  2. Überrascht nicht tatsächlich nicht wirklich. Elon selbst gab ab, das es jährlich Verbesserung gebeen wurde, und weil ein P98D sich irgendwie Doof anhört wäre ein P100D nur wahrscheinlich.

    Es ist aber schön, wenn es so weiter geh, das 2018 sind wie dann bei 120, während Audi mit 100KW ihren SUV raus bringen 😉

  3. OFF Topic.
    Offensichtlich hat Tesla beim Model S Konfigurator die Standard Felgen rausgeschmissen.
    Die neuen „Standards“ sind Cyclone ähnlich und nennen sich Slipstream.

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