Model 3 verfügt über elektrisch verstellbare Sitze, Autopilot-Funktion im Wählhebel integriert

Ein paar Tage müssen wir uns noch gedulden, bis das offizielle Launch-Event des Model 3 am 28. Juli stattfindet (29. Juli, 6 Uhr unserer Zeit). Bis dahin müssen wir uns mit den Fotos und Videos von Model 3-Sichtungen zufrieden geben, die so kurz vor dem offiziellen Verkaufsstart an Häufigkeit zunehmen. Nicht zuletzt auf dem Gelände der Tesla-Produktionsstätte in Fremont.

Ebendort wurde auch Teslas Senior Vice President of Engineering, Doug Field, mit einem grauen Model 3 gesichtet. Dabei konnte ein anwesender Interessent ein kurzes Video machen, wie Field sich in das Fahrzeug setzt und los fährt. Das klingt zunächst zwar unspektakulär, gibt jedoch neue Informationen zur Ausstattung des Model 3 preis:

Direkt zu Beginn des Videos ist zu erkennen, dass Field den Fahrersitz mittels elektrischer Hebel verstellt. Das bedeutet, dass man das Model 3 mit elektrisch verstellbaren Sitzen produziert. Da es sich zudem laut Aussagen im Video um das dritte produzierte Serienfahrzeug handelt, wird die Sitzverstellung genau so funktionieren, wie sie dort zu sehen ist.

Wählhebel mit Autopilot-Funktion

Ein weiteres Detail ist einem Nutzer auf der Internetplattform Reddit bereits vor einem Monat aufgefallen, wurde jedoch erst jetzt von dem Online-Magazin Electrek aufgegriffen. Dabei handelt es sich um den am Lenkrad befindlichen Wählhebel im Model 3, welcher neben den typischen Stufen wie Drive (D) oder R für den Rückwärtsgang auch das Symbol für den Autopiloten enthält.

Interessanterweise könnte dieser Wählhebel auch Einzug im Model S und Model X finden, schließlich hat Tesla das im Bordcomputer eingespeicherte Fahrzeughandbuch überarbeitet und führt dort selbigen Wählhebel auch im Model X auf (via Facebook):

  • Thomas

    Die Option am Wählhebel macht meines Erachtens nur Sinn, wenn du Funktion bereits in der Basisausstattung verfügbar ist. Wobei ich mir aber nicht vorstellen kann, dass dies so sein wird.

    • McGybrush

      Genau so ist es ja auch. Jedes Model 3 wird diese Ausstattung haben aber nur gegen Aufpreis nutzbar sein. Bei BMW ist die Taste für Sprachsteuerung und Telefon beim Lenkrad mit Tasten auch immer Verbaut auch wenn das Auto diese Ausstattung gar nicht hat und nur durch Einbau von Bauteilen nachgerüstet werden kann. Aber Elon hat ein Zukunftsvision. Autonom fahrende Autos. Er hat aber keine Vision das alle Autos Luftgefedert sein müssen oder eine Anhängerkupplung haben. Von daher daher haben alle Autos halt Autonome Hardware aber nicht alle Autos haben Luftfahrwerke oder Anhängerkupplungen.

      Das Nachrüsten von Autonomer Hardware wäre wenn man das Model 3 so bauen würde vielleicht auch möglich aber dann wohl eher selten in Anspruch genommen werden. Es muss dann aber generell schon im groben der Kabelbaum vorgelegt sein um das Auto nicht in alle Einzelteile zerlegen zu müssen. Würde das Auto selbst billiger machen aber die Nachrüstung um einiges teurer. Glaube diese Variante wird so aber nicht kommen.

      • Thomas

        Die Hardware wird ja allein auch schon deswegen verbaut, damit Tesla die Daten auswerten und die Software weiterentwickeln kann.

        • Marcel

          Hieß es bei der Präsentation nicht auch das die hardware dabei ist?

          • Thomas

            Ja eben 😉

    • Nelkenduft / AHF

      Das war doch schon in den 90er Jahren bei einigen Autos so, dass etwa ein Klimaanlagen-Knopf vorhanden war, aber keine eingebaut. Es wäre daher nichts besonderes wenn beim Model 3 die Funktion nur gegen Aufpreis der entsprechenden Hebelstellung einen Sinn gibt.

      • McGybrush

        Vielleicht bekommt er ja ohne Autopilot Freischaltung eine Andere Funktion. Tempomat an z.B. Weg drücken und ran ziehen dann für Geschwindigkeit erhöhen, verringern.

  • Martin

    Meines Wissens wird Tesla keine Fahrzeige mehr produzieren, welche nicht standartmässig die für das autonome Fahren notwendig Hardware besitzt. Somit kann dann auch zu einem späteren Zeitpunkt relativ einfach diese Option nachgekauft werden. Vermutlich „teslamässig“ over the Air.

  • FMH

    Also das Bild ist alt und das die Aktivierung jetzt am Ganghebel ist hätte man auch vor ein paar Wochen schon sehen können – einzig neu die das Bild in der Anleitung…

  • Jörg

    elektrische sitzverstellung: das video zeigt aber leider auch, dass es offenbar (?) keine kopplung zwischen zugangscard und sitzeinstellung gibt. sprich: fahrer 1 will fahren, offnet mit SEINER card das auto und die sitzposition (+ lenkrad, + spiegel etc.) wird eingestellt. kommt fahrer 2 mit SEINER card, dann dessen sitzposition.
    wenn dem so ist, dann wird es wohl auch keine „ein- und ausstiegshilfe“ geben: lenkrad geht nach oben, sitz fährt nach hinten beim türöffnen bzw. auto ausstellen.

    • Marian Finkbeiner

      Gebe ich Ihnen Recht, würde ich aber bei einem Fahrzeug dieser Klasse nicht erwarten.

      • McGybrush

        Also mein „lumpiger“ 1er BMW aus 2010 hat das als Sonderausstattung.
        Ich glaube das die Motoren in den Sitzen aber Ihre Position auswerten können. Wenn ja ist es nur eine Softwaresache das noch nach zu liefern. Man könnte meinen das machen die Extra. Virales Marketing wenn Anfang 2018 alle Welt erzählt das „mein Tesla“ über Nacht wieder neue Funktionen wie Sitzmemory bekommen hat.

        Was ich hier aber eher Vermute ist. Es wird nur eine Keycard umhergereicht an die jeweiligen Fahrer. Denn wäre er vorher gefahren hätte er es nicht einstellen müssen. Da er es aber einstellen Musste ist zuvor ein anderer gefahren. Und es macht kein Sinn da jetzt 20 Schlüssel in die Welt zu setzten sondern der EINE wird von Fahrer zu Fahrer weiter gegeben und der zweit ist in der Verwaltungsstelle oder unbenutzt in der Verpackung.

        • Fritz!

          Da es sich ja um ein echtes Serien-Model und um keinen Prototypen mehr handelte, glaube ich eher weniger an „nur eine Keykarte“.

          Die Stellmotoren für die Sitzeinstellung nur mit den Schaltern zu verbinden, an dem die Position eingestellt werden kann, spart natürlich sowohl Leitungen zur Steuerungszentrale als auch entsprechende IO-Ports der Digitaltechnik, die ja die 3 oder 4 Motoren entsprechend ansteuern müssen. Und nur im Sitz einen kleinen weiteren Mini-PC zu installieren, die das ganze dann entsprechend über den Bus übertragen kann, lohnt ob der möglichst günstigen Konstruktion anscheinend nicht. Ich denke, es wird eine „Nicht-Memory-Sitzeinstellungsmöglichkeit“ sein.

          Sie müssen ja auch noch was fürs erste Facelift haben, wenn die Karre gleich perfekt ist, kauft doch keiner das Facelift in 3 Jahren…

          • McGybrush

            Was ein Sitz sowieso braucht ist schon mal 2 Dickere Kabel für die Sitzheizung. Dann mind 2 dickere Kabel für die Stellmotoren. Dann 2 Kabel für die Sitzbelegung, Dann 2 Kabel für den Gutstrammer, Wenn der Seitenairbag im Sitz sein sollte dann noch mal 2 Kabel für den Seitenairbag.

            Sprich. 2 Bus Kabel die die Sitzposition weiter leiten sind jetzt nicht mehr so das Finanzielle übel.

            Aufgrund der Sitzheizung die meistens gegen durchbrennen Temperaturüberwacht ist und auch die mind 3 Verstell Motoren einen Endanschlag haben müssen der meistens auch beim ersten Endanschlag „erlernt werden“. Dafür ist mehr oder weniger eh ein Modul fällig der das handelt. Ob das nu einzeln mit zwei weiteren Ports unter dem Sitz kommt oder das „Display“ noch zwei Ports mehr hat ist dann auch als Überschaubar zu erachten. Das Display bzw was auch immer das am Ende steuert ist eh eine Einzelanfertigung für das Model 3. Dann kommt da halt ein Bauteil für paar Cent mehr auf die Platine wo es keine teuren Platzprobleme gibt.

            Es Macht kein Sinn da Elektrische Sitze ohne Memory aus Kostengründen rein zu machen. Denn wenn es um Kostengründe geht wäre nur eine Variante sinnvoll. Manuelle Sitze was zudem auch Gewicht spart.

            Also wenn es keine Memory Sitze sind dann hat das andere Gründe. Aber nicht wegen der Kosten. Die sind da überschaubar wenn man die Netto Preise für den Mehraufwand bei ohnehin schon elektrischen Sitzen betrachtet.

          • Fritz!

            Option 1 ist Sitzverstellung ohne Memory:
            Ich lege 2 Leitungen (+ 12 Volt und Masse) zum Sitz, gehe direkt auf meine 3 Schalter für Sitzverstellung unten, Sitzhöhe und Lehnennneigung. Durchverbunden mit Enschaltern, die Richtung wird durch entsprechende Schalter mit mehreren Kontakten gemacht. Braucht 2 Drähte zum Sitz.

            Option 2 ist Sitzverstellung mit Memory über Zentrale:
            Ich brauche pro Motor 3 Leitungen (Vor, Zurück, Masse), ich brauche pro Endschalter (6 Stück) 2 Leitungen. Macht zusammen 21 Leitungen, von denen die, die die Motoren steuern, etwas dicker sein müssen.

            Option 3 ist Sitzverstellung mit Memory und Mini-PC unterm Sitz:
            Am Sitz ist ein weiterer Mini-PC (Arduino oder Rasberry oder sowas) untergebracht, der über ein Bussystem mit der Zentrale verbunden ist (2 Leitungen, da digital) und an dem ein wenig Leistungselektronik angebaut ist zur Steuerung der 3 Motoren und ein paar digitale IO-Ports zur Abfrage der Endschalter. Könnte dann auch gleich die Sitzheizung steuern (Sensor und Heizleistung) und den Belegungsschalter des Sitzes und ähnliches übernehmen.

            Option 3 wäre mit Sicherheit die schönste Lösung, aber auch die teuerste, denke ich. Spart zwar Kabel, kostet aber einen Mini-PCs pro Sitz. Zu welcher Lösung sich Tesla durchgerunegn hat, werden wir erfahren (irgendwann). Option 2 halte ich für die schlechteste.

            Und, nur so am Rande bemerkt, Sitzverstellung mit Motoren ist gewichtstechnisch inzwischen leichter als mit Hand-Mechanik.

          • McGybrush

            Ich hab schon über 100mal Sitze ausgebaut. Ich würde mich freiwillig meistens immer für den Manuellen Sitz entscheiden 😉 Und die Endanschläge in meinem Auto werden über den Sprunghaften Stromanstieg in den zwei Stromkabeln beim Endanschlag erkannt. In dem Moment wo dieser beim blockieren nach oben Schiesst schaltet das Steuergerät sofort ab und weiss, hier ist Feierabend. Und das hat jede Elektrische Sitzverstellung in irgend einer Form. Also man kommt nicht um so ein Steuergerät drum rum. Und es wird logischerweise Variante 2 sein da sie weniger Kabel und somit weniger Fehler und weniger Gewicht verursacht.

    • boingboing

      Das war im Model S lange auch nicht an den Schlüssel gekoppelt. Über das Menü waren/sind die einzelnen Fahrer und deren eingespeicherte Sitzposition (inkl. Außenspiegel) allerdings auswählbar – ich denke, dass es beim Model 3 ebenso gelöst sein wird. Erst vor ein paar Monaten wurden die Schlüsselprofile im Model S/X hinzugefügt…nutzen wir aber bisher nicht.

  • Frank

    Naja, auf elektrisch verstellbare Sitze würde ich gut verzichten können…