Nach Produktionsproblemen: Tesla ordert wieder mehr Model 3-Fahrzeugteile bei Zulieferern

Erst gestern haben wir über die mehr als 100 Model 3 berichtet, die im Tesla-Auslieferungszentrum in Fremont bereitstehen und ein Indiz dafür sind, dass Tesla nach anfänglichen Produktionsproblemen mit der Produktion nun voranschreitet. Nun berichten taiwanesische Medien (via Reddit), dass auch Zulieferer aufgefordert wurden, wieder mehr Fahrzeugteile zu liefern.

Erst Ende Oktober hatte Tesla den aus Taiwan stammenden Zulieferer für Getriebe und Achsen, Hota Industrial Mfg. Co, angeordnet, die Lieferungen ab Dezember um 40 Prozent von 5.000 Sätze auf 3.000 Sätze pro Woche zu reduzieren. Damals begründete Tesla diese Entscheidung mit einem „Engpass“ in der Produktion des Model 3.

Nun erklärte Hota gestern in einer offiziellen Stellungnahme, dass man von Tesla aufgefordert wurde, ab sofort wieder 5.000 Sätze pro Woche zu liefern. Dabei ist ein Satz für ein Model 3 gedacht, was ein Produktionsvolumen von 5.000 Model 3 pro Woche bedeutet. Der taiwanesische Zulieferer leistet laut eigener Aussage Überstunden und liefert zusätzlich zur See- auch über Luftfracht.

Tesla hatte zuvor das Ziel, bis Ende Dezember die Produktion auf 5.000 Model 3 pro Woche anzuheben. Im letzten Quartalsbericht hieß es dann, dass man dieses Vorhaben um ein Quartal auf Ende März 2018 verschieben muss. Nach anfänglichen Problemen im Automatisierungsprozess der Batteriefertigung, ist der Autobauer nun offenbar dabei, das Produktionsziel – mit leichter Verspätung – wieder aufzunehmen.