Neue Analyse schätzt den Verkaufspreis des Model 3 auf über 50.000 US-Dollar

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Eine neue Analyse um Tesla Motors und die Zukunft des Unternehmens befasst sich natürlich auch mit dem angekündigten Mittelklassefahrzeug, welches auf den Namen Model 3 hört. Dabei kann Batterie-Experte Menahem Anderman den angepeilten Verkaufspreis von 35.000 US-Dollar nicht nachvollziehen und spricht gar von einem Preis zwischen 50.000 und 80.000 US-Dollar.

Laut Anderman gibt es aktuell zu viel Optimismus im Bereich der Elektrofahrzeuge und auch viele Analysten seien hierbei zu leichtgläubig. Zwar betont er, dass Tesla Motors die Automobilbranche umgekrempelt und viele ungeschriebene Gesetze völlig überarbeitet habe, bleibt aber dennoch skeptisch darüber, ob und wann Tesla Motors die Kosten auf $100/kWh senken kann.

Vielmehr erwartet man Kosten in Höhe von $167/kWh bis zum Jahre 2025. Vor 2020 soll eine Kostensenkung von unter $200/kWh überhaupt nicht möglich sein. Entsprechend unrealistisch hält man somit den Verkaufspreis von 35.000 US-Dollar für das für 2017 angekündigte Model 3 und glaubt gar an einem Preis der circa doppelt so hoch oder sogar höher sein wird.

Wenn man jedoch bedenkt, dass das Model 3 insgesamt kleiner, leichter und mit weniger Reichweite als das Model S ausgestattet sein wird, könnte ein Preis von über 50.000 US-Dollar ebenfalls unrealistisch erscheinen. Aktuell erhält man das Tesla Model S in der 60-kWh-Version bereits ab 69.900 US-Dollar und bekommt dafür ein Fahrzeug im Oberklassen-Segment.

  • Tesla-Fan

    „…Vor 2020 soll eine Kostensenkung von unter $200/kWh überhaupt nicht möglich sein. …“

    Elektroautos dürfen auch nicht weiter als 100km fahren.

    Ihre Verbrenner- und Erdöl-Lobby

  • Mario Möller

    Tja, da hat mal wieder ein „Weiser“ gesprochen…
    Lt. Experten kannst auch nicht sein, ein Auto wie das Model S zu bauen und zu verkaufen 😉
    Genau das unterscheidet Tesla von dem Rest der Welt…

  • eDEVIL

    Das Tesla die Akkus für das Model III ja selbst in der Gigafabrik bauen wird, ist die Kostensenkung ja schon allein dadurch, weil ein Spieler in der Kette weg fällt.
    Durch die etwas größeren 20700 Zellen, ist gegenüber 18650 ein optimeirung möglich, da Overheadkosten geringer ausfallen.

  • dagobert68219

    da nissan aktuell schon einen kwh-preis von 200 $ im verkauf hat (akku nissan leaf)
    sollte tesla mitnichten teurer sein
    d.h. wenn die gigafactory gebaut ist, wird das thema akku für das model 3 ja erst möglich, da die momentanen akkukapazitäten für die angepeilten stückzahlen sonst nicht ausreichen
    preislich wird das modell 3 sich an der „konkurenz“ i3, und golf orientieren – ~35.000.-
    ich bin fest davon überzeugt, dass mein model s dann einen kleinen bruder bekommt 🙂

  • Starkstrompilot

    Herr Anderman scheint ja ein echter Batterie-Experte zu sein. Fragt sich nur für welche? Baby-Zellen? Er sollte sich vielleicht mal diesen Bericht reinziehen und der ist von August 2013:
    http://www.goingelectric.de/2013/08/10/news/tesla-model-s-batterie-kosten-180-euro-kilowattstunde/
    Warum können die, die keine Ahnung haben, nicht einfach mal eine zeitlang die Klappe halten und mal wieder nur zuhören. Würde bei der gesamten Energiewende einiges einfacher machen.
    Euer
    Starkstrompilot