Tesla Deutschland verliert mehrere hochrangige Manager

Bereits im August haben wir darüber berichtet, dass der ehemalige Tesla-Chef für Deutschland und Österreich, Phillip Schröder, das Unternehmen verlassen und zu seinem ehemaligen und erneuten Arbeitgeber, dem Energiedienstleister Sonnenbatterie, wechseln wollte. Wie die WirtschaftsWoche nun schreibt, ist nicht nur Schröder kein Manager mehr, sondern auch weitere ehemalige Mitarbeiter.

Wie es heißt, sind sechs weitere Top-Manager von Tesla Deutschland zu Sonnenbatterie gewechselt. Allein drei von den sechs deutschen Niederlassungen sollen auf einen Schlag ihren Chef verloren haben. Marcel Meub war für die Niederlassung in Frankfurt verantwortlich, während Alan Atzberger gleich zwei Niederlassungen führte – eine in Hamburg und eine in Berlin.

Ein weiterer wichtiger Aktuer für Tesla Deutschland war Jonas Rabe. Er war in Deutschland für das Direkt- und Eventmarketing zuständig, folgte jedoch jetzt ebenfalls seinen Kollegen zu Sonnenbatterie. Zu den Abgängern gehört laut WirtschaftsWoche auch Europas bester Tesla-Verkäufer, der zwar nicht benannt wird, aber ebenfalls für Tesla Deutschland gearbeitet haben soll.

Wie Schröder jedoch betonte, hat er seinen Posten bei Tesla Motors aus eigenem Interesse geräumt. „Es gab kein Zerwürfnis“, erklärte er gegenüber der WirtschaftsWoche. Es heißt sogar, dass Elon Musk versucht hätte, ihn zu halten. Aus welchen Hintergründen die anderen ehemaligen Tesla-Manager ihren Arbeitgeber gewechselt haben, ist indes im Artikel nicht beantwortet worden.

  • Spinatcruiser

    Mit einem der oben Genannten hatte ich bereits persönlich zu tun. Ich würde zumindest in diesem Zusammenhang nicht von Verlust reden wollen.

    • Schlaumeier

      Das ist wohl bei vielen „hochrangigen Managern“ so.

      Durch Nett-Sein hat noch nie jemand Karriere gemacht. Netzwerk und hochbeißen – so geht das! 😉
      Und wenns mal etwas brenzlig wird, schnell woandershin wechseln, dann darf jemand Anderes die Suppe auslöffeln.

  • Ehemaliger Teslafan

    …..läuft bei Tesla.

  • Jay

    Lieber ehemaliger Teslafan,
    wenn du nicht bald als offensichtlicher Lobbyist enttarnt werden möchtest, such dir eine andere Plattform oder nutze andere Namen.
    Niemand sonst, der von einem Produkt/Unternehmen nicht mehr überzeugt ist, verschwendet sonst seine Zeit um News zu diesem Produkt/Unternehmen stetig negativ zu kommentieren.
    … Und Trolle

    • ehemaliger Teslafan

      Lieber Jay, ich empfinde Ihre Schreib-bzw. Ausdrucksweise etwas unhöflich.

      Nein, ich bin kein Lobbyist, ganz im Gegenteil – nur beobachte ich das Unternehmen Tesla ganz genau. Tesla konnte eine Menge Leute begeistern und um sich scharen – auch ich gehörte bis vor kurzem dazu. Seit Beginn diesen Jahres habe ich mich noch intensiver mit Tesla, deren Verkaufstrategie etc. beschäftigt. Unter anderem ist diese miserabel – daher die schlechten Verkaufszahlen. Es gibt z. B. im Osten nur 2 Niederlassungen – diese sind in Berlin, in Leipzig ist eine in Planung, es wird kein Nachlass gewährt, kein Give Away – man könnte sich glücklich schätzen einen Tesla fahren zu können. Das wird in dieser Preislage nicht wirklich funktionieren, wie die Verkaufszahlen zeigen.

      Das Mitarbeiter und Führungskräfte reihenweise abwandern ist nicht verwunderlich, es fehlt die Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern, die Qualität des Models ist stellenweise nicht dem Fahrzeugpreis angemessen die zeitlichen Entscheidungsräume sind zu lang und die Verkaufsstrategie lässt zu wünschen übrig.

      Nic Megert: die miserablen Verkäufe seitens Tesla in Deutschland liegen nicht nur an den den Verkäufern und Managern. Tesla könnte Richtung Porsche und deren Ausrichtung sowie Verkaufsstrategie schauen.

      Als Ergebnis der Mitarbeiterführung und Wertschätzung: welcher Mitarbeiter möchte von Porsche zu Tesla wechseln? Keiner!
      Wer würde von Tesla zu Porsche wechseln? Sehr viele!

      Tesla konnte sich – obwohl die Marke ein absolutes Alleinstellungsmerkmal besitzt – bis heute nicht nachhaltig in Deutschland platzieren – und das ist nicht unbegründet.

      Die Marke Porsche kann in Deutschland und weltweit // obwohl kein E Antrieb vorhanden // stetig wachsende Zulassungszahlen vorweisen. 2017 / 2018 kommt das Modell E – mission. ganz ehrlich, einige Interessenten werden anstatt eines Model S sich sicherlich für ein e – mission oder Modell X alternativ für einen Audi Q6 entscheiden.

      Wenn Apple sein Fahrzeug oder endlich VW einen richtigen E-Golf anbieten wird – wie viel Leute werden dann noch ein Modell 3 kaufen wollen?

      Gern tausche ich mit Ihnen auf einer sachlichen Ebene weitere Argument aus.

  • Nun Deutschland ist nicht der Nabel der Welt!
    Und mit den für die Landesgrösse miserablen Verkäufen ist es wohl besser diese Manager zu ersetzen.

  • SB

    @ ehemaliger Teslafan
    Warum reden sie über Tesla eigentlich so negativ? Sie scheinen ja wirklich schlechte Erfahrung mit Tesla gemacht zu haben! Das finde ich sehr schade. Stellen wir uns doch mal vor, wo wir heute beim Thema Elektroauto wären, hätte Tesla nicht gezeigt, was möglich ist. Ich denke da könnten wir bei den deutschen Automobilherstellern nochmal 10 Jahre warten, bis hier was vernünftiges zustande gekommen wäre. Es wird doch endlich Zeit, dass die Elektromobilität boom, bevor wir alles Öl verbrannt haben, die Umwelt völlig vernichtet haben und die Städte vollends im Smog ersticken. Da hilft jede positive Stimme, auch wenn bei Tesla vielleicht nicht alles Rund läuft, was ich nicht beurteilen kann. Das Umfeld ist für Tesla sicher nicht einfach, sie legen sich mit der Auto- und Ölobby an, da macht man sich keine Freunde! Ich hoffe sie halten durch, sie haben es verdient.

  • Sharakor

    Die miserablen Verkäufe hierzulande liegen aber eher daran daß das Model S preislich nur als Statussymbol rentabel ist durch die miese Förderung.
    Den Kunden ist lange Reichweite wichtig, also muss man mindestens 90.000€ für das 85er ausgeben. Bei ansonsten völlig identischen Folgekosten zu einem „normalen“ Auto würde es nur durch die Spritersparnis sehr, sehr lange dauern den Aufpreis reinzubekommen. Höchstens extreme Vielfahrer hätten eine Chance, mit dem Model S tatsächlich fühlbar Geld zu sparen.
    Wenn es in Deutschland ordentliche staatliche Förderungen gäbe und man als Privatmann z.B. keine Mehrwertsteuer auf das Fahrzeug zahlen müsste, dann sähe das schon anders aus.

    Leider denke ich daß auch das Model 3 das Problem eher verschlimmern wird. 35.000 Dollar Startpreis. Rechnen wir also mal mit 40.000€ Startpreis in Deutschland (Steuer, Zölle…). 300km Reichweite. Das ist nicht deutlich besser als Zoe und Co. Supercharger werden vermutlich nicht inkludiert sein, ähnlich wie früher beim kleinen Model S.

    Wenn Deutschland ähnliche Anreize einführt wie Norwegen stehe ich morgen im Store und bestelle einen Model S. Aber 90.000€ ist für einen Normalmenschen absolut utopisch. Schon 40.000€ für ein Model 3 wird kaum konkurrenzfähig sein. Das Model 3 wird für 40.000 eher einem 20.000€ konventionellen Auto ähneln (nur eben elektrisch fahren, aber ansonsten ähnliche Ausstattung, Qualität, etc…). Klar, neue Elektrotechnik ist erstmal teurer, aber hier in DE eben extrem teuer durch fehlende Förderung dank Autolobby.

    Tesla kann da nichts dafür, aber solange die Politik sich nicht ändert bleiben Elektroautos eine Spielerei für Superreiche oder als Zweitwagen für relativ reiche (Model 3). 300km Range ist auch einfach zu wenig. Die 500km des Model S sind an der unteren Kante für Alltagstauglichkeit. Ich habe einen Minivan von 2002 und der kommt locker auf 850km, und das obwohl ich trotz Diesel nur Kurzstrecke fahre. Da ich unbedingt ein Elektroauto will behalte ich den alten Minivan erstmal, daher habe ich mit neuen Autos keine Erfahrung, aber von Bekannten höre ich Reichweiten von weit über 1000km als Norm.

    • ELMO

      Äh, Sharakor, Du hast mit Deinem Diesel 850 km Reichweite, fährst aber nur Kurzstrecke und hältst deshalb dennoch 500 km für die Unterkante der Alltagstauglichkeit? Und das alles in einem Absatz?!

      Ich glaub, ich brauch ’ne Gehirnwäsche, bevor ich das verstehe…

      Hoffentlich hab‘ ich später mehr Zeit für den Rest, der mir zu Deinem verwirrrenden, verwirrten Beitrag einfällt – „Bei ansonsten völlig identischen Folgekosten…“ und so… Freut mich, dass Du trotz teilw. unzureichender Informationen zumindest auf der elektrischen Spur bist.

      • Sharakor

        Elmso: Die Reichweite hat viel damit zu tun wieviel man an einem Stück fährt (zumindest bei meinem Auto). Wenn ich mit fast nur Kurzstrecke also schon 850km erreiche, würden Langstreckenfahrer deutlich weiter kommen. Erstrecht mit einem Diesel, den man ja angeblich nicht für Kurzstrecke nutzen sollte.
        Außerdem maße ich mir nicht an, das Maß aller Dinge zu sein. Nur weil ich viel Kurzstrecke fahre muss das nicht für alle potentiellen Kunden gelten. Wer einen Model S kauft fährt sicher öfters mal längere Strecken, da sind die 500km dann sehr nützlich. Wenn es (wie bei aktuellen e-Autos anderer Hersteller) dann nur 200 oder noch weniger sind, werden diese recht unattraktiv. Da finde ich eben 500km eine gute untere Kante. Darunter würde ich nicht ernsthaft ein e-Auto in Betracht ziehen. Sogar nicht für meine Kurzstrecken, denn WENN ich dann mal länger fahren muss müsste ich alle Stunde eine Ladepause einlegen. Sollte der Model 3 also wirklich 300km oder weniger Reichweite haben könnte ich mir vorstellen, daß das viele abschreckt.

        Mit völlig identischen Folgekosten meine ich:
        – gleiche Versicherung (im Gegensatz zu anderen Ländern wo es für e-Autos da Rabatte gibt)
        – gleiche „Verkehrsrechte“, also z.b. kein gratis Parken, keine Nutzung der Busspur, etc…
        – gleiche sonstigen Kosten wie Wartung etc, Reifenwechsel (so man ihn denn nicht selbst macht)
        Im Prinzip ist hierzulande ein e-Auto in der Anschaffung deutlich teurer als ein vergleichbares mit Verbrenner, kostet bis auf den Kraftstoff in der weiteren Unterhaltung dann ähnlich viel. Die Kraftstoffersparnis dürfte sich nur bei extremen Vielfahrern rentieren bis sie den höheren Kaufpreis aufhebt.
        Das habe ich gemeint.

        Wie gesagt – Tesla machts richtig, finde ich. Die Politik schläft eben nur.

  • Das der Porsche nur eine Marketingluftblase ist, beweist alleine schon die Aussage, das der Porsche mit 800V geladen werden könne und dies doppelt so schnell gehe wie beim Tesla.
    Also erstens denke ich nicht, das dies für die Akkus sinnvoll wäre. Zweitens scheint Porsche nichts von Elektrizität zu verstehen. 800V existieren nämlich nirgends!
    In Häuser und Firmengebäude werden 400V gezogen. Eisenbahnen und Freileitungen haben deutlich mehr als 800V. Porsche müsste also überall teure Travos installieren um diese 800V zu erhalten!
    Also viel Lärm um nichts.

    @ehemaliger Teslafan: Besteht die Möglichkeit, das Sie mal bei Tesla Motors gearbeitet haben?

    • Dieselstinker

      Das es für derzeitige li ion Akkus kaum Sinn macht trotz aktiver Kühlung in 15 minuten zu laden ist klar, das dazu auch Ladestationen nötig wären die das schaffen wäre auch klar
      ein 100 kWh akku in 15 minuten bedeutet 400kW an einer Ladestation……..
      auch wenn es 80%sein sollen wäre das 1/3 MW

      800 Volt DC hingegen sind nirgends ein Problem, (CCS 170kW hat glaub ich 850VDC 200A)
      Spannung kann man heute mittels moderner Leistungselektronik verlustarm problemlos hinauf regeln.
      Eigentlich geht das sogar mit passiven Bauelementen (nur zur exakten Regelung benötigt man aktive Bauelemente.
      Andererseits benötigt man für eine derartige Ladesäule ohnehin ein Trafohäuschen in der Nähe
      DS

    • Schlaumeier

      Die Spannungslage (800V) spielt für Schnellader nicht die Rolle – alle Tesla-Supercharger greifen über einen eigenen Trafo vom Mittelspannungsnetz (10kV?) ab. Die höhere Spannung im Akku führt aber (bei gleicher Ladeleistung) zu geringeren Strömen. Dadurch könnten die Kabel dünner und somit handlicher werder. (Was aber beim Tesla aktuell nicht wirklich ein Problem wäre)
      An einer Ladestation wird heute schon ein Protokoll ausgetauscht bevor die Spannung aufgeschaltet wird – darin könnten auch 800V vorkommen.
      Bei kleineren Ladeleistungen am 400V Drehstromnetz daheim muss halt der Bordlader die Spannungslage entsprechend anheben. (macht der Brusa 22kW-Lader ja jetzt auch schon so)

      Viel schwieriger sehe ich die 15 min auf 80%. – Das würde eine Verdoppelung ggü. heute sein. – Aktuell wird, wenn ein Akku in 30min von 0 auf 80% geladen wird, mit 1,6 C geladen. Wenn man die Zeit jetzt halbieren will käme man auf 3,2 C – und da wird es schon gescheit warm im Akku. Das ist weniger ein Thema ob das Ladegerät das bereitstellen könnte, als viel mehr, das ich den Akku dabei vernünftig gekühlt bekomme. Schließlich soll der Akku ja nicht nach 100 Ladevorgängen wegen Zerkochung seinen Geist aufgeben.

      Na ja, man kann ja vieles ankündigen.

      • Daniel Brandl

        3,2 C sind doch machbar! Der i3 hat eine lange Zeit um die 40kW Anliegen beim CCS Lagen und das sind bezogen auf 21kWh um die 2C und der ist nicht so gut gekühlt wie der Tesla Akku .

        • TeeKay

          Der i3 lädt aber auch nur 15kWh und nicht 60 in der gleichen Zeit. Die in der Batterie entstehende Abwärme ist also auch nur 1/4 so groß. Um die Temperatur bei vierfach größerer Wärmeleistung zu halten, muss auch die Klimaanlage 4x größer gewählt werden.

          • Schlaumeier

            Die absolute Akku-Kapazität und die absolute Ladeleistung spielt bei der Betrachtung über C-Raten keine Rolle. 😉
            1C = ein 20kWh Akku ist in einer Stunde voll — nötige Ladeleistung 20kW
            1C = ein 85kWh Akku ist in einer Stunde voll — nötige Ladeleistung 80kW

            Allerdings stimmt es, dass beim Tesla besser gekühlt werden muss beim Schnelladen. Das hat aber mit der 2,5-3fachen höheren volumetrischen Energiedichte der Tesla-Zellen ggü. z.B. einem BMW i3 zu tun, die Lade-Verlust-Abwärme konzentriert sich in kleinerem Volumen.

  • TeslaDriver

    Was wollen die alle eigentlich bei „Sonnenbatterie“ ?

    Die Stromspeichertechnik wird sich demnächst sowieso radikal ändern und erst dann wirklich wirtschaftlich werden, googelt mal nach „Pacadu“!

    • Daniel Brandl

      Auf diesen Akku wartet die Welt schon lange… Die Erklärung steht weiter oben warum ich der Meinung bin dass sich Standards durchsetzen!

    • Tim aus NRW

      Habs mal angesehen, aber das können doch andere Speicherhersteller auch anbieten, oder ist hier ein besonderes Know how erforderlich ?

  • Ich denke die meisten sind recht gut bei der Sonnenbatterie aufgehoben. Ich denke die SB wird es schwer haben in den kommenden Wochen wenn SDI, LG Chem, Sony und vor allem Tesla auf den Markt drängen.

    Der Vorteil dieser Systeme liegt doch ganz klar am Standard! Wenn heute jemand eine SB kauft, dann kauft er einen Schrank voller Komponenten über einen Anbieter. Sollte SB u.U. diesen Kampf nicht überleben so hat man eine Box voller Produkte ohne Ersatzteile und Service im Keller stehen. Daher ist der Standard immer die bessere Wahl wenn es um die Langfristigkeit geht.

    • Tim aus NRW

      ich hätte nicht gewechselt.
      SB hat mittlerweile 100 Mitarbeiter im Süden der Republik die sicherlich gut bezahlt werden, alleine das Tesla Team zu bezahlen ist ja schon Wahnsinn.

      Wir reden hier von einem Wechselrichter mit Akku ( Ladeelektronik 🙂 ) und Wlan.
      In China bekommt man die Party für 10% der Kosten ( Angestellten). Die müssen ja Margen haben bis der Arzt kommt.

      Photovoltaik und Wechselrichter sind mittlerweile zum grössten Teil aus China,
      das Teil oben ist mit ner Batterie ergänzt, die Steuerungssoftware machts halt.

      Wir haben eine kleine Fertigung in China, ( anderer Bereich ), ich weiß wovon ich rede.
      Ich glaub hier wird noch schnell Kasse gemacht bevor die Chinesen kommen 🙂