Tesla führt neue „Fair Use“-Richtlinien für Supercharger ein

Tesla hat die firmeneigenen Richtlinien zur Nutzung des Supercharger-Netzwerks überarbeitet. Ab sofort ist es Tesla-Fahrern, die ihr Fahrzeug für kommerzielle Zwecke nutzen, nicht gestattet, dieses an Superchargern aufzuladen. Das betrifft alle Tesla-Fahrzeuge (ob neu oder gebraucht), die nach dem 15. Dezember 2017 von Tesla oder einem Dritten gekauft werden.

Die Nutzung der Supercharger für Fahrzeuge, die für den kommerziellen Transport gedacht sind, sei nicht im Sinne der Zwecksetzung des Ladenetzwerks. Um die Verfügbarkeit der Supercharger für Langstreckenfahrten zu gewährleisten, behält sich Tesla bei Verstoß gegen die neuen Richtlinien das Recht vor, den entsprechenden Nutzer zur Anpassung seines Nutzerverhaltens aufzufordern.

Wenn man trotz Aufforderung weiterhin gegen diese Richtlinien verstößt, kann Tesla als weitere Maßnahme die Fähigkeit des Fahrzeugs, an Superchargern laden zu können, einschränken oder vollständig sperren.

Das Unternehmen betont jedoch, dass man die kommerzielle Nutzung der Fahrzeuge befürworte. Wichtig sei es jedoch, dass dafür „sachgerechte Lademöglichkeiten“ genutzt werden. Bei Fragen zu solchen Lademöglichkeiten soll man sich an den örtlichen Tesla-Händler wenden.

Supercharger Fair Use Policy

Einleitung

Wir bauen kontinuierlich unser globales Netzwerk an Supercharger-Ladestationen („Supercharger“) aus, um private Langstreckenfahren zu ermöglichen und denjenigen eine Ladelösung zu bieten, die keinen unmittelbaren Zugang zu Lademöglichkeiten zu Hause oder am Arbeitsplatz haben. Hierdurch beschleunigen wir zugleich die Verbreitung von Elektrofahrzeugen. Sofern Supercharger jenseits ihrer Zwecksetzung genutzt werden, wirkt sich dies negativ auf ihre Verfügbarkeit für andere Nutzer aus.

Supercharger Fair Use (Verwendung der Supercharger)

Um sicherzustellen, dass Supercharger für ihre Zwecksetzung zur Verfügung stehen, bitten wir Sie, Ihr Fahrzeug nicht an unseren Superchargern zu laden, soweit Sie ihr Fahrzeug

  • als Taxi,
  • für vermittelte Mitfahrgelegenheiten (über UBER, Lyft oder ähnliche Dienstleister),
  • zum Zwecke des kommerziellen Transports oder der kommerziellen Belieferung,
  • für öffentliche oder staatliche Zwecke, oder
  • für sonstige kommerzielle Zwecke oder Unternehmungen

nutzen
Sofern Sie Ihr Fahrzeug entgegen dieser Supercharger Fair Use Policy laden sollten, behalten wir uns vor, Sie zur Anpassung Ihres Nutzungsverhaltens aufzufordern. Zudem sind wir berechtigt, Maßnahmen zur Gewährleistung der Verfügbarkeit der Supercharger im Sinne ihrer Zwecksetzung vorzunehmen. Diese können insbesondere beinhalten, dass die Fähigkeit Ihres Fahrzeuges, an Superchargern laden zu können, eingeschränkt oder gesperrt wird.

Diese Super Charger Fair Use Policy findet Anwendung auf weltweit sämtliche Supercharger und auf sämtliche Tesla-Fahrzeuge, die (ob neu oder gebraucht) nach dem 15. Dezember 2017 von Tesla oder einem Dritten gekauft werden. Tesla kann einzelne Supercharger von der Anwendung dieser Fair Use Policy ausnehmen, um zum Beispiel bestimmten örtlichen Gegebenheiten gerecht zu werden.

Alternative Lademöglichkeiten

Wir befürworten die kommerzielle Nutzung von Tesla Fahrzeugen, soweit sachgerechte Lademöglichkeiten genutzt werden. Bitte wenden Sie sich an Ihren örtlichen Tesla Händler, um sich über geeignete Fahrzeuge und Lademöglichkeiten zu informieren, die Ihren Bedürfnissen gerecht werden. Für Fragen im Zusammenhang mit Lademöglichkeiten zu Hause, wenden Sie sich bitte an charginginstallation@tesla.com.

  • Carsten Teelicht

    Im Kern ein guter Ansatz.
    Aber die Bestimmungen sind extrem schwammig.

    Denn das würde auch schon bedeuten das ein Fahrer einer Arbeitsweg Fahrgemeinschaft, der von den Mitfahrern eine Beteiligung an den Fahrtkosten einfordert, schon nicht mehr am Supercharger laden darf. Denn im Grunde finanziert er damit einen Teil seiner Unterhaltskosten und somit kommerziell unterwegs.

    Ist vielleicht etwas an den Haaren herbeigezogen, aber solche Beispiele gibt es viele, wo man nicht weiß wie es gewertet werden soll.

    Zudem weiß ich nicht wie Tesla die Information her bekommen möchte, wer mit seinem Fahrzeug kommerziell unterwegs ist.

    • Kyle Seven

      Genau lesen: Es geht um gewerbliche Nutzung! Wenn Deine Akrivität beim
      Finanzamt einen Freudenschrei wegen unternehmerischer Tätigkeit auslösen würde, dann ja. Wenn es privater Natur ist, dann nein.

    • Kyle Seven

      Das sind zwei Paar Schuhe (wie Tesla es herausbekommt vs was erlaubt ist). Zum einen wird es von der Häufigkeit der Nutzung abhängen zum anderen wer der Eigentümer des Fahrzeugs ist. Gewerbeuntenehmen werden das Dahrzeug selbst erwerben, nicht der Mitarbeiter privat, sonst kann es nicht abgesetzt werden (nur Reisekostenerstattung) und die Umsatzsteuer kommt auch nicht zurück.

    • der_medicus

      Abgesehen davon dass der nächste SC 100km entfernt ist, würde ich als Arzt der Hausbesuche fährt auch unter kommerzielle Nutzung fallen?

      • Fritz!

        Juristisch würde ich sagen: Ja.

        Ob Tesla je in der Lage ist, daß festzustellen, werden wir sicherlich bald erfahren. Üblicherweise konkretisiert Tesla nach solchen Ankündigungen die Fakten ein paar Tage später noch, bzw. nimmt manchmal auch welche zurück.

        Warten wir mal ab.

        • Gabor Reiter

          Juristisch eben NEIN. Der Arzt fällt unter gewerblich, nicht kommerziell.

          • TKoch

            Kommerzielle Nutzung ist nach dem Text der Richtlinie jede nicht-private Nutzung. Ein Unternehmer, der zum Kunden fährt, ein Anwalt, der zum Mandanten fährt, ein Arzt, der zum Patienten fährt, nutzt das System daher „kommerziell“ und künftig illegal. Damit ist Tesla für diejenigen, die sich ein X oder S leisten können, keine Option mehr.

          • Facebook User

            Was gibt es an diesem Satz nicht zu verstehen: für sonstige kommerzielle Zwecke oder Unternehmungen.
            Das bedeutet klipp und klar, das hier egal ist, ob komerziell oder gewerblich. Faktisch dürfen Firmenfahrzeuge die SC nicht mehr nutzen! Der Supergau für 68% aller Tesla-Besitzer. Denn ca. so viele Teslas sind auf eine Unternehmung eingelöst! Tesla wird zukünftig also ca. 68% weniger Model S und X verkaufen können.

          • Gabor Reiter

            @Facebook User.
            Ja klar. Tesla geht jetzt kaputt. Blabla. Hört sich an, wie ein Artikel aus der Autobild.
            Es ist eben nicht „klipp und klar“ – auch wenn hier einige damit den Untergang von Tesla sehen würden – stark gefördert durch die hiesige Propaganda.
            Tesla ist doch nicht blöd. Die wissen doch ganz genau, dass mehr als zwei Drittel der jetzigen Fahrzeuge „geschäftlich“ genutzt werden – also als Dienstwagen. Warum sollten sie die Hand abschneiden, die sie füttert?
            Es ist doch eher das Problem, dass die Definition von „kommerziell“ D falsch verstanden wird und nicht die gleiche Bedeutung hat wie in den Staaten. Hier wird Tesla garantiert noch eine genauere Definition für andere Märkte nachliefern müssen. Ich bin mir aber 100% sicher, dass ich noch weiter die SCs nutzen kann, wenn ich zu meinen Kunden fahre.

          • Nic Megert

            Herr Reiter ich bin Tesla Fan erster Stunde und habe seit 2012 3 verschiedene Modelle! Von wegen Autobild! Schwachsinnig sowas.
            Es steht da schwarz auf weiss geschrieben, das es für sonstige kommerzielle Zwecke oder Unternehmungen gillt. Folglich gillt die Regel für 68% aller Teslas und das finde ich Scheisse weil mir Tesla und die Elektromobilität am Herzen liegt. Und sicher schreibe ich dies nicht, weil ich ein Tesla Hasser bin.

          • Gabor Reiter

            Hallo Herr Megert, ich denke nicht, dass wir uns Sorgen machen müssen. So wie ich Tesla kenne und einschätze, werden die das noch klarstellen. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es die Dienstwagen betrifft. Es gibt schon einige Tesla-Fahrer, die das geklärt und schriftlich bestätigt haben wollen und ich werde auch an Tesla schreiben, um die Angelegenheit eindeutig zu klären. LG

  • Werner Müller

    ich bin ja schon sehr pro-Tesla, aber die müssen aufpassen das ihnen durch dieses ständige Wechseln und „Anpassen“ von Werbeversprechen nicht die Leute davon laufen. Das geht ja eigentlich gar nicht, stellt Euch mal vor ein Verbrenner würde damit werben das lebenslang kostenfrei getankt werden kann. Natürlich würden Taxis dann (immerhin sehr viel) Geld in die Hand nehmen und sich besagtes Auto kaufen. Ist ja vollkommen logisch und legitim. Man kann doch nicht dutzenden Taxis, Vermietern etc. nun einfach nur sagen: Nö, haben uns da verrechnet, Ihr dürft jetzt nicht mehr Laden.
    Whaaaat? Die Meldung finde ich einfach nur heftig. Auch wenn ich verstehen kann das Tesla da was unternehmen muss wenn Private sich beschweren das oft blockiert ist, aber das war ja nunmal der Deal: Kostenloses Laden. Von Einschränkungen war in den Werbeversprechen nichts zu lesen.
    Neben all dem positiven das Tesla bringt, seh ich diese Eigenschaft sehr kritisch, am Ende verkaufen Sie zu viel Model S über Referal und dann kürzt man die auch oder was ist der nächste Schritt?

    • Karl

      Wenn sie es rückwirkend auch für die bestehende Flotte anwenden würden, dann würde ich Dir zustimmen*. So ist es nur weiterer Schritt, der die Nutzung halt ’schärft‘.

      * wobei man den Termin schon etwas eng gelegt hat, aber keine Ahnung, ab wann die Niederlassung die Infos für Kunden hatte.

      • Kyle Seven

        Ja, die Kurzfristigkeit ist etwas was die wirklich überdenken müssen, andererseits kommen Gühren solche Änderungen mit langem Vorlauf dazu, dass diejenigen, die es ausnutzen wollen alle vorher kaufen. Damit haben Sie die, die es treffen soll, dann trotzdem dauerhaft an der Backe.

      • Werner Müller

        Also das heisst, alle Fahrzeuge die gebraucht unterwegs sind können das weiterhin ? Also gilt das „Verbot“ bzw. die FairUse nur für neu zugelassene?
        Ja ok, dann relativiert sich das, aber wenn man solche (angenommen ein Taxi fährt jetzt ein paar Monate so rum) im Nachhinein abstraft, dann finde ich geht das nicht…

        • Fritz!

          Nee, auch nicht richtig. Alle (egal ob neu oder gebraucht) Fahrzeuge, die nach dem 15.12.2017 verkauft wurden, dürfen nicht kommerziell laden. Wenn das Fahrzeug vorher verkauft wurde gilt diese Beschränkung nicht, bis das Fahrzeug verkauft wurde.

          Sprich, jeder Käufer nach dem 15.12.2017 weiß jetzt, daß er sein neu oder gebraucht gekauftes Fahrzeug nicht kommerziell laden darf.

          • Werner Müller

            ok. danke für die Übersicht. Bei Neu = Ok, geh ich mit. Bei Gebraucht, das seh ich auch als etwas ungute Maßnahme… wenn ich so ein Gebrauchtes Fahrzeug hätte oder mir jetzt kaufen wollen würde, ich wäre Sauer… das wirkt sich bestimmt auf den Gebrauchtpreis aus und macht einigen sicher einen Strich durch die Rechnung. Einer der wichtigsten Gründe für ein Model S war ja schließlich das kostenlose Laden. Und bei dem Preis des Fahrzeuges, ist eine gewerbliche Nutzung, gleich welcher Art, ja nicht selten.

          • Fritz!

            Naja, bei den Gebrauchten relativiert es sich ein wenig, wenn ein Gewerbetreibender einen gebrauchten Tesla (oder was auch immer für ein Auto) kauft, achtet es schon stark darauf, daß der Wagen noch die MWSt. hat, also NICHT von Privat verkauft wird. Fällt geschätzt die Hälfte der Gebraucht-Wagen schon mal raus.

          • Stefan

            wo hat Tesla dies so bestätigt? Ich kann dazu nichts finden.

            Ich bin zwar auch der Meinung das man sowas nicht nachträglich mit einem Kunden vereinbaren kann, aber ob Tesla das als US Unternehmen auch so sieht muss sich noch zeigen.

            Das ganze ist schwierig weil Tesla alles Online macht und in den Unterlagen die man mit dem Fahrzeug bekommt kaum was drinsteht.

            Ich hoffe das Tesla das noch nachbessert und deutlich benennt für wen es gilt.

          • Werner Müller

            wie man es dreht und wendet, mit diesem hin und her was das kostenlose Lade angeht, verunsichert Tesla potentielle Kunden und spielt mit dem Vertrauen in die Marke. (drastisch ausgedrückt, aber unterm Strich richtig)

          • Fritz!

            Oben, erster Absatz. Da steht es genau so drinne.

  • J K

    Das Wort heißt „Anstand“. Keiner soll sich auf Kosten der Gemeinschaft
    (alle Käufer und Aktionäre der Tesla) bereichern. Das zahlen wir doch
    alle! Und manche machen damit noch Gewinn! Bestimmt werden das
    kostenlosen „Betanken“ als Geldwertevorteil bei Finanzamt angegeben.

    • Triple-T

      Mit dem Wort „Anstand“ hast du es auf den Punkt gebracht.
      Anstand und Rücksichtnahme sind der Schlüssel zum erfolgreichen Anwenden der Supercharger, die, das sei hier nochmals ausdrücklich erwähnt, für FERNFAHRTEN gedacht sind.

      Ich weiss nicht wie viele von den Kommentatoren hier einen Tesla fahren. Wenn aber alle den Tesla respektive die Supercharger so benutzen, wie es vorgesehen ist, hätte Tesla diese Massnahme nicht umsetzen müssen. Dieser unpopuläre Entscheid kommt bloss von der Unvernunft und dem Egoismus, sowie vom gierigen Profitieren von Gratisstrom. Ich sehe die Massnahme eher als Resultat eines immer mehr um sich greiffendes gesellschaftlichen Problems, den EGOISMUS, als ein Problem von Tesla.

      In der Firma wo ich arbeite gibt es 6 Tesla. Drei davon ausschliesslich im Aussendienst (Schweiz). Die Fahrzeuge sind praktisch nie am SC, weil alle Mitarbeiter zu Hause während der Nacht die Fahrzeuge laden und im Geschäft 2 Ladestationen zur Verfügung stehen. Auch Taxifahrer und andere Gewerbetreibende mit einem Kurzstreckenprofil hätten hierzu die Möglichkeit den Tesla so zu laden. Man muss nur wollen…..

    • TKoch

      Aus welchem Grunde sollte ein solcher „geldwerter Vorteil“ beim Finanzamt anzugeben sein.? In D ist das jedenfalls unter keinem Gesichtspunkt etwas, was versteuert werden müsste.

  • Fritz!

    Gerade der letzte Punkt:

    „für sonstige kommerzielle Zwecke oder Unternehmungen“

    sollte genauer ausformuliert werden, finde ich. Ist die Nutzung des kleinen Gewerbetreibenden (Steuerberater, Architekt, EDV-Hansel, Bau-Ingenieur, …), der sich einen Tesla in der Firma kauft, um ihn sowohl für Fahrten zum Kunden als auch für Privatfahrten nutzt, kommerziell? Ab wieviel Prozent kommerzieller Nutzung würde Tesla es dulden? Wann würden sie es überhaupt bemerken? Was ist mit dem Handwerker mit seinem Model X, der fast immer zuhause lädt, aber ein paar Mal im Jahr Kunden hat, die etwas weiter weg sind, so das er auf dei Supercharger angewiesen ist? Darf der dann garnicht? Oder muß der dann evtl. die Supercharger-Nutzung bezahlen?

    Gilt das auch für das Model 3, welches das Laden am Supercharger ja immer bezahlen muß?

    • Gabor Reiter

      Als Geschäftswagen für Fahrten zum Kunden kann man trotzdem nutzen. Es gilt eher für Taxis und andere Transportunternehmen.

      • TKoch

        Nein, denn das ist jedenfalls eine Nutzung „für sonstige kommerzielle Zwecke oder Unternehmungen“ und deshalb illegal.

        • Fritz!

          Das ist Ihre Interpretation. Ich bin mir sicher, daß Tesla diesen von Tesla bitteschön noch genauer zu definierenden Unterschied zwischen gewerblich (OK) und kommerziell (Böse) macht.

    • Facebook User

      Gerade eben auf Teslawebsite folgendes gefunden:

      Kann ich als gewerblicher Fahrer oder Flottenbetreiber das öffentliche Supercharger-Netzwerk nutzen?
      Mit der Einführung unserer Supercharger Fair Use Policy bitten wir darum, gewerblich genutzte Fahrzeuge nicht über das öffentliche Supercharger-Netzwerk aufzuladen. Sprechen Sie uns als gewerblicher Betreiber gerne an, damit wir Ihnen Aufladelösungen empfehlen können, die zu den Anforderungen Ihres Unternehmens passen. Das Supercharger-Netzwerk für nicht-gewerbliche Nutzer freizuhalten, hat eine langfristige positive Wirkung auf das Supercharger-Netzwerk und alle Kunden von Tesla.

      Somit ist klar, das jedes Firmenfahrzeug nicht zugelassen ist. Tesla wird somit ab sofort nahezu keine Firmen mehr mit Fahrzeugen beliefern können!
      Absolut unverständlich und inakzeptabel sowas.Schade schade.

  • Dieslstinker

    Also dass mich mir jetzt einen kaufe um meine Kundenbesuche in 300-400km Entfernung zu erledigen, das ist also logischerweise eine gewerbliche Nutzung (also letzter Punkt in der Ausschliessungsliste), die aber ohne SC ganz einfach nicht mehr möglich ist.
    CCS oder Chademo ist ja noch nicht eingebaut zumindest bei den bisherigen Modellen, beim M3 kanns ja noch werden, für ein Mittagsschläfchen.
    Wer hat den bisher Teslas gekauft?, das sind doch vorwiegend Unternehmer, die das Fahrzeug für Ihre Fahrten nutzen, privat und beruflich gemischt, da sich die Elektronen danach nicht sortieren lassen, find ich die Bezeichnung gewerbliche Nutzung, entweder irreführend oder irrtümlich.
    Sollte der Tesla als Firmenfahrzeug wirklich derart eingeschränkt werden, verliert er den entscheidensten Wettbewerbsvorteil.
    Am besten wäre es: wer am SC zahlt, darf fahren wohin er will.
    Damit wäre der Weg dann auch offen für bidirektionale Nutzung, was verständlicherweise jetzt nicht geht

    • Gabor Reiter

      Ich glaube, Tesla meint damit gewerbliche Transporte (Personenbeförderung). Da 80% aller Teslas geschäftlich (Fahrten zu Kunden) genutzt werden, wäre alles andere ein Witz. Einfach bei Tesla anrufen und klären. Bin sicher, dass es so gemeint war.

      • TKoch

        Es ist völlig egal, wie das gemeint war: Entscheidend ist, was gesagt wird. Und danach sind SC-Nutzungen bei allen Fahrten, die jemand beruflich unternimmt, künftig unzulässig, weil es sich um „sonstige kommerzielle Zwecke oder Unternehmungen“ handelt.

  • der_medicus

    Absolut unverständliche Entscheidung.
    Ich sehe ja ein dass man keine lokalen SC in Wohnortnähe verwenden soll, weil man soll sich eigene Lademöglichkeiten schaffen. SC sind primär für die Langstrecke, abgesehen davon dass häufiges schnelladen den Akku strapaziert. Soweit nachvollziehbar. Was ich aber gar nicht verstehe ist dass Taxis offenbar auf Langstrecken auch nicht an den SC dürfen. Taxis und vor allem Mietwägen sind auch lokal darauf angewiesen schnell zu laden. Gerade Flughafentaxis fahren oft mehr als 300km am Tag und das unter Zeitdruck.
    Tesla tut sich keine Gefallen.

  • Hans

    Ob diese Regelung zukünftig auch die Semi-Trucks an den Mega-Chargern betrifft.? 🙂
    …nur für private Langstreckenfahrten gedacht…

  • Hans

    Nikola Tesla wollte ein weltumspannendes Stromsystem, welches man durch ein künstliches Blitzsystem überall kostenlos anzapfen könne. Es war damals unvorstellbar überall Stromleitungen hinzulegen. Diese Idee des kostenlosen Stromzapfens übertrug Teslamotors auf seine Fahrzeuge und Kunden.
    Die Rechnung war die, Tesla (ist auch Enegieunternehmer) kostet der Strom vielleicht 5 Cent pro kWh. Dem Kunden Zuhause 30 Cent. Also macht Tesla seine Fahrzeuge ein paar Tausender teurer und es rechnet sich für Beide (außer ein Kunde tankt für mehr als 200.000 km am Supercharger). Damit lockte man Leute von den Verbrennern weg.
    Jetzt will man an in die Masse und kommt logischer Weiße nicht mehr mit dem Bau neuer Ladesäulen nach, also vertreibt man die Leute von den Superchargern! Was für ein Mist! Die Idee von Nikola Tesla wurde dabei auch zu Grabe getragen.

    • Werner Müller

      schön gesagt ja. Seh ich ähnlich das man mit der demontage der ursprünglichen idee die Marke ziemlich leiden lässt. Wenig durchdacht, hoffe da kriegt Tesla den Spagat hin um mit der Idee vom „gratis laden“ weiter punkten zu können

    • Art

      Was ist das denn für ein Utopiegerede?Entweder man lässt alles wie es ist und kommt mit dem sc zubau nicht hinterher oder man versucht das irgendwie zu regulieren. Ich trau tesla echt viel zu aber iwann stoßen die an ihre Grenzen. Der Strom kostet die vllt 5 ct aber der sc kostet die evtl auch was das hat der nikola vllt vergessen.

      • Hans

        Tesla hätte statt dem Model 3 den Roadster 2018 bringen sollen! Und noch einige Varianten des Modell S und X in den nächsten Jahren. Dann hätten sie wachsen und Geld verdienen können. Und das Supercharger Netz hätte langsam mitwachsen können. Modell 3 o.ä. wäre dann für 2022-2025 sinnvoll gewesen. So wie sie es jetzt machen ist Utopie!

        • Art

          Und mit den paar roadstern hätte man die sc bezahlen/ausbauen können,wenn jetzt nicht einmal mehr model s und x gratis zapfen können,von denen es jawohl genügend Varianten gibt?Ja klar,vllt in Utopia.

          • Hans

            Die neuen Model s und x dürfen jetzt nicht mehr gratis zapfen, weil das model 3 kommt!!! Wenn der rumfahrende Tesla Bestand jedes Jahr 20 % wächst, dann komme ich mit den Bau von neuen Superchargern nach. Wenn aber auf einen Schlag (2018-2019) 200% mehr Teslas rumfahren, ja dann muss ich auch die Supercharger vervierfachen 😉 Oder das Laden für die meisten einschränken. Klingt logisch oder, gar nicht utopisch…

          • Art

            Also wer glaubt die anderen Hersteller haben noch keine „Langstreckenbomber“ gebaut weil die Infrastruktur nicht steht, ja sorry das ist quatsch.das hieße ja das just in diesem Jahr Porsche mit einem schnellladenetz vorangeht?Eher gefriert die Hölle. Die Ladestationen wachsen permanent. Nicht nur die von tesla. Selbst bei mir in der pampa konnte ich am Bahnhof laden.und der hatte nichts mit tesla zu tun. Das ist so als würde man sagen VW muss in China jedes Jahr 500 Tankstellen neu bauen weil sie dementsprechend mehr Autos produziert haben.

          • Fritz!

            Da den anderen Herstellern (auch Porsche) durchaus der Zusammenhang zwischen Langstrecke (wofür der Mission E als Model S Konkurrent durchaus geeignet ist) und wirklicher Schnelllademöglichkeit bekannt ist und sie keine schlechte Presse (nach 300 km ist der Akku leer und ich kann nirgendwo laden) haben wollen, werden sie den Mission E erstmal in sehr homöopathischen Dosen verkaufen (dank nicht vorhandener flächendeckender Schnelllademöglichkeit außer den Tesla Superchargern, an denen nur Tesla laden kann). Gleichzeitig werden Sie wahrscheinlich jeden Porsche-Händler dazu verdonnern, auf eigene Kosten einen 350 kW Lader hinszustellen, der rund um die Uhr erreichbar ist und für Porsche-Kunden gratis.

            Mal abwarten, ob ich recht habe.

  • Skynet

    Also ich stelle mir den Nachweis der „kommerziellen“ Nutzung schwer vor. Wenn ein Taxi-Schild am Tesla prangt, ist es relativ eindeutig. Aber sonst? Will man dies an den gefahrenen Kilometern fest machen? Vor allem der Ausschluss überhaupt zu laden kann doch nicht wirklich ernsthaft gemeint sein. Theoretisch dürfte dann kein Dienstwagen mehr am SuC laden.

    • Gabor Reiter

      Es sind sicher nur Taxis und ähnliches gemeint – nicht die Dienstwagen die zu den Kunden fahren. Tesla geht es auch nicht um die Gebühren, sondern um besetzte Ladeplätze wie z. B. in Holland, wo schon Taxi-Unternehmen den kompletten Supercharger blockieren.

  • Art

    Musste wohl so kommen.Wenn im nächsten Jahr zigtausende Model3 hinzukommen,die z.t. gewerblich als Taxi etc unterwegs sein werden (ein model s als Taxi ist aufgrund des Preises doch eher selten)wär der ein oder andere sc überfordert. Das Problem ist,dass es keine Alternative zu den 100kW+ sc gibt. Ich glaube das betrifft hauptsächlich taxiflotten,die ordentlich vorbestellt haben und jetzt dazu gezwungen werden mit tesla an einem Kompromiss zu arbeiten.

  • Dirk Pakosch

    Jetzt stelle ich mal ein naive Frage. Woher will den Tesla überhaupt wissen, oder erfahren, das ein Tesla weiter verkauft wurde ? Wird der Hersteller denn von dem KBA jedesmal informiert, wenn ein Halterwechsel erfolgt?

    • Gabor Reiter

      Das ist relativ einfach. Deine Tesla-VIN (seriennummer) ist auf deine Kreditkarte gekoppelt. Beim Verkauf meldest Du Dich bei Tesla von deiner VIN ab.
      Ist wie beim iPhone, wenn Du es verkaufst, löscht du auch deine Apple-ID und der neue Käufer macht seine neue drauf.

      • Fritz!

        Kleinigkeit am Rande: Ich lösche nicht meine Apple-ID beim Verkauf des iPhones, sondern nehme das alte iPhone nur aus meiner Apple-ID raus (iPhone suchen und sperren), um dann das neue iPhone reinzutackern und weiter auf die iCloud-Daten & Dienste zugreifen zu können.

  • PV-Berlin

    Wenn ich mein Kumpel wäre, würde ich alle Tesla pro forma an mich verkaufen, um dann alle auf den Hof von Tesla stellen zu können und auf Rückabwicklung des Kaufvertrages zu pochen. Ich meine, der hat genug ältere , dass sich das lohnen würde, mal Tesla klar werden zu lassen, das in D. das BGB gilt und eben nicht irgendwelcher US Unfug.

    Das ist gals klarer eingriff in die Eigentumsrechte, bei einem eindeutigen Wirtschaftsgut, das vollständig in den Besitz des Käufers gegangen ist. Die Modelle von Tesla sind noch keine immateriellen Wirtschaftsgüter.

    Nur so viel, um das mal anzudeuten, dass es sich um einen Schnellschuss handeln muss, der überhaupt nicht geprüft wurde.

    *Normal schlagen wir bei solcher Idiotie sofort zu, denn man lernt nur durch Schmerz!

    Was Tesla noch sagt?

    Tesla ist eine Datenkrake und kann deshalb unbedingt festmachen, wer wie ein Auto nutz. Ich vermute , dass die Fehlerquelle unter 1% liegen wird.

    Überhaupt eine Frage , bevor ich das vergesse:

    Gibt es überhaupt einen gesunden Menschen in D. der einen Tesla nicht gewerblich nutzt?
    100 oder gar 160 K versteuertes Geld auf den Tisch legen, muss ja hart sein! Könnte ich niemals bringen (und ich bin schon nur mit 25% + Soli Grenzsteuersatz dabei! *fg)

    Tesla möchte eines! Und das versucht man ein wenig aus dem Focus zu nehmen:

    Das SC Netz + die Destination Ladesäulen in ein überaus lukratives Geschäftsmodell zu wandeln.

    Selbst, wenn Tesla sich „nur“ um die Abrechnung kümmert (sagen wir mal 4% wie früher bei Amex) ist das kein übler Plan. Alles außer den SC ist Murks und ohne internationale verfügbares Abrechnungssystem.

    Kleine Hersteller wie Tata werden garantiert kein eigenes System aufbauen (Zeit ist vorbei) .
    Selbst VW wird weltweit es kaum selbst machen (Porsche & Co.

    Ein Bestand von 20.000.000 e-Autos, das regelmäßig Strom zapft?
    Bei Preisen von 10 Cent ($) bis 50 Cent mit 20 KWh bis bald > 100 KWh

    *Ich liebe große Zahlen hinter kleinen Beträgen! *fg

    • Fritz!

      „Das ist gals klarer eingriff in die Eigentumsrechte, bei einem
      eindeutigen Wirtschaftsgut, das vollständig in den Besitz des Käufers
      gegangen ist.“

      Wenn Sie den Bericht richtig lesen, werden Sie feststellen, das dies explizit nur für NACH dem 15.12.2017 verkaufte Autos gilt, also alle Alt-Autos von Tesla behalten die Rechte, die sie immer schon hatten.

      Nachträglich die Bedingungen ändern kann/darf nur das Finanzamt, sonst keiner.

      • PV-Berlin

        ….“ von Dritten“ ergo Weiterverkauf. ich kann grade so noch lesen und das Gelesene grade so in den Kontext stellen.

  • Alexander_Ochs

    Björn wird sehr enttäuscht sein…

    • Gabor Reiter

      Ja, ihn könnte es treffen…

  • Graf

    Das Elon Musk damit eine zu erwartende Uber Taxi Invasion einbremsen will ist schon sinnvoll, aber der Punkt Fünf ist einfach zu schwammig. Wenn das mit Kommerziell nicht klarer definiert wird, muss ich wohl leider erst mal meine geplante Bestellung zurückstellen. Für Deutschland und die EU sollte Tesla aber schon überlegen ob hier die gleiche Maßnahme erforderlich ist wie in den USA.
    Nach der neusten Uber Gerichtsentscheidung für die EU , wird das mit Uber Taxi kaum ein Problem sein.

  • Photon

    Absolut der falsche Weg, den Tesla da einschlagen will.
    Ich frage mich, wie man die Nutzung unterscheiden will. Selbst ein Taxi kann (phasenweise) auch als Privatfahrzeug genutzt werden. Darf man dann für den Urlaub laden und ansonsten nicht? Was mache ich, wenn ich nur die Hälfte der Akkuladung für private Zwecke genutzt habe. Oder ist das Fahrzeug dann einfach auf Lebenszeit „gesperrt“. Und auch Taxen machen gelegentlich Fernfahrten, bei denen man am Tag mehr als 600km zurücklegt. Und selbst im Stadtverkehr kann es mal nötig sein, das Auto in einer Pause eine halbe Stunde nachzuladen.

    Je nach Auslegung dieser Regel (wie auch immer das kontrolliert wird) verbietet man einem Teil der Kunden quasi das Auto auf langen Strecken zu verwenden, da es keine Schnellladealternative gibt. Deshalb mussten sie ja ihre eigene Ladeinfrastruktur aufbauen. Damit dürfte der Tesla für viele Leute als Dienstwagen uninteressant werden. Die Ladeinfrastruktur war bisher schließlich Teslas größter Pluspunkt gegenüber anderen Herstellern. Und damit dürften gerade kleinere Betriebe ohne großes Firmengelände, egal ob Handwerker oder Taxiunternehmen, wohl zukünftig keinen Tesla mehr in Erwägung ziehen.

    Wenn man wirklich verhindern will, dass Firmen nur kostenlos Laden spricht ja nichts gegen ein maximales (jährliches) Ladekontingent und danach zahlt man für die Nutzung. Es aber gar nicht mehr nutzen zu dürfen, senkt den Nutzwert des Fahrzeugs massiv.

    • PV-Berlin

      Nach dem Schnell Schuss (juristisch liegt der Termin vor dem 01.01.2018! ) kommt die Ausgestaltung. Logisch behält sich Tesla damit vor, auch rückwirkend bis zu 24 Monate die unrechtmäßige Entnahme von Strom in Rechnung zu stellen. *Zeitraum nicht ganz sicher.

  • Fritz!

    Wäre schön, wenn es Tesla in absehbarer Zeit auch entsprechend umformuliert, bzw. klar stellt.

    Also gewerblich JA, kommerziell NEIN.

    Könnte ich als wahrscheinlich größtenteils gewerblicher Nutzer gut mit leben.

  • Gabor Reiter

    Hier sind viele Verständnisprobleme in den Kommentaren.
    Kommerziell (was Tesla schreibt) und gewerblich ist ein Unterschied.
    Kommerziell ist, wenn man mit dem Fahrzeug direkt Geld verdient (Personenbeföderung, Transporte von Waren)
    Gewerblich ist wenn man das Fahrzeug in seiner Firma nutzt, um von A nach B zu kommen. Ein großer Unterschied.
    Also kommerziell soll eingeschränkt werden und gewerblich natürliich nicht.
    LG

    • PV-Berlin

      Tesla hat da ein Verständnis Problem, die Definition von Gewerblich bestimmt nicht tesla, sondern das BGB. Den begriff kommerziell gibt es in diesem Kontext nicht, bzw. dies ist für umgangssprachlich Gewinn orientiert. Aber selbst Vereine (e.V.) sind in D. gewerblich, nur dass sie je nach Anerkennung anders behandelt werden.

      • Fritz!

        Versicherungen unterscheiden da ja sehr wohl, wie, glaube ich, weiter unten erklärt wird.

    • TKoch

      Einen rechtlichen Unterschied zwischen „kommerzieller“ und gewerblicher Nutzung gibt es ebensowenig, wie eine rechtliche Kategorie der „kommerziellen Nutzung“. Erfasst wird daher jede nicht-private Nutzung. Damit ist Tesla erledigt.

      • Fritz!

        Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen gewerblich & kommerziell. Die Rechtsprechung z.B. nutzt den Begriff kommerziell so gut wie garnicht.
        https://de.wikipedia.org/wiki/Kommerz
        https://de.wikipedia.org/wiki/Gewerblich

        Und Tesla hat eben nicht von „nicht privater Nutzung“ geschrieben, sondern extra den Begriff „kommerziell“ benutzt (wenn auch eher unüblich in Deutschland), um den Unterschied auszuzeigen, ob speziell MIT diesem Auto (und dem Vorteil des Gratisladens) ein GEwinn/Geschäftsbetrieb (Taxi, Uber, …) begründet ist, oder ob das Auto nur dem reinen Transport des Besitzers von A nach B dient (welches er auch mit einem anderen Auto machen könnte, da der Vorteil des Gratisladens irrelevant ist). Ist aber jetzt meine ausformulierung, ich denke, Tesla wird sich da demnächst noch melden.

        • TKoch

          Das ist leider alles falsch:

          1. Lesen hilft – der erste Satz der Erklärung von Tesla lautet: „Wir bauen kontinuierlich unser globales Netzwerk an Supercharger-Ladestationen („Supercharger“) aus, um private [!!] Langstreckenfahren [sic!] zu ermöglichen …“

          2. Die verlinkten Wikipedia-Einträge beziehen sich zwar nicht auf Rechtsbegriffe, machen aber bereits deutlich, dass zwischen „kommerziell“ und „gewerblich“ weder rechtlich noch sprachlich ein Unterschied besteht:

          a) Im weiteren (untechnischen) Sinne ist der Begriff der „gewerblichen Tätigkeit“ zunächst ein Gegenbegriff zu einer privaten Tätigkeit.

          b) Im engeren (rechtstechnischen) Sinne erfasst der Begriff jede selbständige und auf Gewinnerzielung gerichtete Betätigung mit Ausnahme bestimmter Sonderfälle „nicht-kommerzieller“ Tätigkeiten wie freiberufliche Betätigungen (Ärzte, Anwälte, Steuerberater, Architekten…).

          c) Ein davon abweichender Begriff der kommerziellen Tätigkeit existiert weder sprachlich noch als Rechtsbegriff.

          3. Dass hier die Bedeutung gem. 2. b) gemeint sein könnte, ist fernliegend, denn warum sollten Anwälte und Bauern anders behandelt werden, als Handwerker und Versicherungsvertreter? Wie der Hinweis auf private Fahrten als Gegensatz zur „kommerziellen Nutzung“ im Tesla-Text zeigt, wird der Begriff vielmehr im Sinne der Bedeutung gem. 2. a) verwendet.

          4. Selbst wenn, wofür keine Anhaltspunkte erkennbar sind, Tesla den Begriff der kommerziellen Nutzung anders gemeint haben sollte, kommt es darauf nicht an, weil ein solches spezifisches Sprachverständnis offengelegt werden müsste, um verbindlich zu sein. Ansonsten ist die Regelung so vereinbart, wie sie aus dem Empfängerhorizont zu verstehen ist. Das hat zur Folge, dass beruflich bedingte Fahrten, mit Ausnahme von etwaigen Fahrten von Arbeitnehmern zum Arbeitsplatz (keine Selbständigkeit), insgesamt von der SC-Nutzung ausgeschlossen sind.

  • Gabor Reiter

    Genau so ist es. Es ist ein großer Unterschied zwischen kommerziell und gewerblich.

  • Graf

    Das mit dem Gemüsestand ist ein gutes Beispiel, das ist mir dann zu unsicher, kommerzielle Nutzung kann bei mir auch anfallen, wenn ich auch kein Gemüse verkaufe. Eine Einschränkung wie oft man an den SC darf wäre mir da viel sinnvoller

  • PV-Berlin

    Hier wird vor der ‚Invasion‘ des neuen Modells gesprochen. Ist mir das untergegangen oder kann man nun doch eine lebenslange kostenfreie Ladung dazu buchen?

    Mir war so, dass es beim Modell sozusagen nur 2 bis 4 Fernfahrten p.A. am SC kostenfrei dazu gibt, wer mehr haben möchte, der muss ganz normal zahlen.

    • Dieslstinker

      nein stand der Dinge und meinem Verständnis muß M3 immer bezahlen.
      S und X praktisch nur als relativ neue Gebrauchtwagen, da vermutlich kaum wer so blöd ist sich einen ohne Empfehlungsprogramm zu kaufen.

  • Facebook User

    Tesla verzichtet somit auf ca. 68% seiner bestehenden Kunden! Denn so viele Model S und X sind auf eine Firma imatrikulliert. Viele dieser Teslas sind jetzt zwischen 2 und 4 Jahre alt. Was bedeutet, das in naher Zukunft diese durch Neuwagen ersetzt worden währen. Mit der Neuregelung für Supercharger-Nutzung wird dies jedoch nicht geschehen! Keiner will einen Tesla haben wenn er die Supercharger nicht benutzen darf. Nur mit Supercharger macht das gesamte Konzept auch Sinn.
    Tesla macht mit dieser Schnellschuss Entscheidung den Fehler ihrer Firmengeschichte! Spätestens jetzt müsste der Aktienkurs einbrechen wenn man 1und 1 zusammenzählen kann.

    Ein Mietfahrzeug ist logischerweise Komerziell. Wenn sich nun jemand für paar Tage einen Tesla mietet, darf er die Supercharger nicht nutzen. An Stelle der guten Erfahrung lernt diese Person nun, das Elektromobilität mühsam ist. 100te verschiedene Anbieter und Ladekarten, unzuverlässige Ladesäulen sowie stundenlanges warten. Das ist doch von Tesla absolut bescheuert!

    Und auch Taxis sind Kunden. Wenn diese dauernd am selben SC herumhängen ist es eine Sauerei. Aber wenn ein Tesla Taxi von einer Stadt zu einer anderen fährt, ist es doch unabdingbar die SC zu benutzen. Es wird folglich ab sofort keiner mehr einen Tesla als Taxi kaufen wollen. Denn ein Tesla ohne Supercharger ist wie Wasserski ohne Zugboot absolut wertlos!

    • Gabor Reiter

      So schlimm wird es nicht kommen.
      Geschäftsleute dürfen vermutlich ihren Tesla als Dienstwagen weiter am SC nutzen und die kommerziellen Taxi-Unternehmen werden vermutlich mit Tesla dedizierte Verträge abschließen müssen, womit die Refinanzierung und der Ausbau neuer SCs finanziert werden könnte.
      Ich finde es aber gut, wenn sog. Poweruser auch mehr zur Kasse gebeten werden.
      Das einzige Problem ist die klare Definition, die von Tesla anscheinend nicht gesetzt wurde. Daher kann ich einfach jedem empfehlen bei Tesla anzurufen und sich persönlich zu erkundigen.

      • Dieslstinker

        naja das ist nicht unbedingt das einzige Problem, das hier vielleicht ein Missverständnis augeklärt werden muß, nein das Problem ist, es wird allen deutlich gemacht wir können und dürfen dein Auto jederzeit auf mehr oder weniger unbrauchbar schalten, wenn wir wollen.oder nicht mehr anders können.
        bzw, es dadurch in die Preisklasse 25-40 K€ abwerten, soviel kosten nämlich andere durchaus brauchbare Elektrofahrzeuge, die nicht Langstreckentauglich sind.
        Richtig wäre es meiner Ansicht nach nur ein faires funktionierendes Ladenetzwerk (aus erneuerbaren Quellen lieber echte ca. 90-95% als zertifizierte 100%)

        • Fritz!

          Das kann jeder aktuelle Hersteller bei seinen Autos ab der Mittelklasse. Sie hängen es nur nicht an die große Glocke. BMW z.B. kann Ihnen genau sagen, wann Sie mit dem Auto wo waren und auch einige Funktionen des Autos beeinflussen (wenn auch weniger als bei Tesla). Ab 2018 ist ein Funk-Chip mit Handy-Verbindung PFLICHT in jeden neu zugelassenen Auto, da wird nich viel mehr kommen, befürchte ich.

          Und obwohl Tesla ein Ami ist, traue ich denen weiter als VW oder anderen deutschen Hersteller mit ihrer Schurkenmoral.

          • Dieslstinker

            Na es geht doch darum, ob man sich aufgrund eines enormen Wettbewerbsvorteils sich für eine bestimmte Marke entscheidet , auch bereit ist dafür einen deutlich höheren Betrag zu zahlen, und genau dieser Wettbewerbsvorteil ist dann, nach kolportierter Mitteilung, nicht mehr nutzbar.
            Also dass BMW selbst den Tankdeckel sperrt und ein kleines Löchlein läßt um mit einer injektionsnadel zu tanken, hat noch niemand angedeutet, und Tesla eben schon, ….das meine ich.
            Und eine 100kWh Batterie an 22 kW laden dauert halt ca. einen halben Arbeitstag, somit unbrauchbar für „kommerzielle“ Nutzung bei 16,5 kW sinds 6 Stunden + langsames Ende auf 100%. Selbst wenn die in Zukunft die Monsterbuchse für CCS für Deutschland einbauen ist es derzeit uninteressant.

  • Pragmatiker

    Gibts eigentlich schon was Neues zur Anwendung der Richtlinie?

    Diese ist m. E. äußerst ungut. Einmal kommt sie unerwartet und zu kurzfristig, dann bewirken die Änderung eine Umkehr von der bislang erfolgten Bevorteilung von „kommerziellen“ Vielfahrern zu einer starken Benachteiligung aller kommerziellen Nutzer, wer immer auch damit genau gemeint ist.

    Es hieß immer (und ist auch so), dass die Superchargernutzung in den Kaufpreisen includiert ist. Der „kommerzielle“ Nutzer zahlt den vollen Kaufpreis, incl. Kostenanteil für die Superchargernutzung, und muss bei Superchargernutzung nun nochmals bezahlen.

    • Fritz!

      Sehr viele Antworten bei „Verkaufszahlen Schweiz & Österreich“.