Tesla limitiert Supercharger-Ladegeschwindigkeit, wenn man zu viele Schnellladungen vornimmt

Wie kürzlich im Online-Forum Tesla Motors Club bekannt wurde (via Electrek), limitiert Tesla die Ladegeschwindigkeit an Supercharger-Ladesäulen, wenn das angeschlossene Fahrzeug zu viele Gleichstrom-Schnellladungen vorgenommen hat. Dabei wird von Tesla keine genaue Anzahl an Schnellladungen genannt, die zu diesen Umstand führen, was bei einigen Kunden sauer aufstößt.

Der Forennutzer, der auf diese Limitierung aufmerksam geworden ist, erklärt, dass er kürzlich einen Ausflug mit seinem Fahrzeug unternommen hat und ihm dabei aufgefallen ist, dass er an keinem der genutzten Supercharger mit mehr als 90 kW laden konnte. Laut offiziellen Angaben können die Supercharger die Autobatterie jedoch mit bis zu 120 kW Gleichstrom speisen.

Sicherlich hängt die Ladegeschwindigkeit auch von weiteren Faktoren ab, darunter vom Supercharger selbst, aber auch vom Ladezustand der Batterie oder der Temperatur des Akkupakets und vieles mehr. Dadurch wird es für den Kunden noch schwieriger festzumachen, wodurch eine reduzierte Ladegeschwindigkeit tatsächlich resultiert.

Im Online-Forum veröffentlichte derselbe Nutzer eine Antwort der Tesla Service-Techniker, die genau das beschreibt:

[…] Wenn ein Fahrzeug eine bestimmte Grenze an Gleichstrom-Schnellladungen übersteigt, dann limitiert das Batterie-Managementsystem das Gleichstrom-Schnellladen, um einen Kapazitätsverlust des Akkupakets vorzubeugen. Laut den Tesla Service-Technikern, wurde dieses Fahrzeug signifikant häufig mit Gleichstrom schnellgeladen und ist nun bei der Gleichstrom-Ladegeschwindigkeit permanent limitiert. Wichtig ist anzumerken, dass es weiterhin möglich ist, an Superchargern zu laden, und dass das Fahrzeug bisher keinen signifikanten Kapazitätsverlust aufgrund des häufigen Gleichstrom-Schnellladens vorweist. Das Fahrzeug funktioniert wie vorgesehen.

Der betroffene Nutzer erklärt, dass er bisher 6.685,603 kWh (oder 245 Mal vollständig aufladen) an Gleichstrom-Ladesäulen aufgeladen hat. Dies sei nahezu vollständig an CHAdeMO-Ladesäulen geschehen. Zusätzlich dazu hat er die Supercharger bei „50 bis 60 Anlässen“ genutzt. Dabei hat er sein Fahrzeug erst seit März 2016, was für eine atypische Nutzung solcher Ladesäulen spricht.

In einer Stellungnahme gegenüber Electrek hat Tesla erklärt, wieso diese Limitierung eingebaut wurde:

Die höchstmögliche Ladegeschwindigkeit von Li-Ionen-Zellen wird nach einer sehr großen Anzahl an Schnellladevorgängen geringfügig abnehmen. Das geschieht aufgrund physikalischer und chemischer Veränderungen innerhalb der Zellen. Unser Schnelllade-Kontrollsystem ist darauf ausgelegt, die Batterie zu schützen und die maximale Zellkapazität (Reichweite) unter allen Umständen zu erhalten. Um die Sicherheit zu gewährleisten und die maximale Reichweite beizubehalten, müssen wir die Ladegeschwindigkeit reduzieren, wenn die Zellen zu kalt sind, wenn fast vollständig aufgeladen wurde, und ebenso, wenn der Zustand der Zellen sich allmählich aufgrund von Alterung und Abnutzung verändert. Diese Anpassung, aufgrund von Alterung und Abnutzung, wird die Ladezeit an Superchargern womöglich um fünf Minuten erhöhen, wobei weniger als ein Prozent unserer Kunden dies erleben werden.

Tesla limitiert die Ladegeschwindigkeiten nicht, um Kunden vor der häufigen Nutzung von Superchargern abzuhalten – es entspricht genau dem Gegenteil. Wir ermutigen unsere Kunden zur Nutzung des Supercharger-Netzwerks nach ihrem eigenen Ermessen und haben uns dazu verpflichtet, die Anzahl der Ladesäulen noch in diesem Jahr weltweit zu verdoppeln. Wir wollen zudem sicherstellen, dass unsere Kunden die beste Erfahrung an den Superchargern machen und dass wir so viel Reichweite wie nur möglich bewahren – auch nach häufiger Nutzung.

  • Hans

    richtig so, dann hält der Akku länger und die kostenlosen Schnorrer mit den Teslas bis Kaufdatum Frühjahr 2017 werden eingebremst.

    • Kyle Seven

      Die haben es mitgezahlt und das hat nichts mit Schnorren zu tun

    • Stefan

      Im Artikel steht ganz klar das die überwiegende Zahl der DC Ladungen über Chademo erfolgt sind. Da wurde also nichts geschnorrt.

      • melaw

        Er lud scheinbar immernur unterwegs. Ladestationen sind aus vielen Gründen nicht dafür gedacht, das Laden über einen privaten Anschluss zu ersetzen. Sie sind für Ausnahmefälle. Nicht das erste Mal dass Tesla dies klarstellen musste.

        • Stefan

          Sorry aber Tesla bietet keine Chademo Ladestationen an und das man ein Auto unterwegs lädt erscheint mir normal. Nicht jeder verfügt über ein Eigenheim oder Garagenplatz mit Elektroanschluss. Ich würde sogar behaupten das die Mehrzahl der Autofahrer ihr Auto auf der Strasse abstellen.

          • melaw

            Sie treffen es auf den Punkt! Da muss man unbedingt USA und Europa unterscheiden. Der betroffene Herr im Artikel stammt übrigens aus den USA. Das Gesamtkonzept Tesla ist sehr gut, wenn man als gegeben annimmt, dass ein Großteil des Ladestroms mit wenigen Ampere und auf dem eigenen Grundstück stattfindet.

            Nehmen wir jetzt einfach mal an, die US-Bevölkerung würde über Nacht Teslas (oder andere Stromer) kaufen wie verrückt, zigtausende. Das Konzept würde weiterhin funktionieren. Der massiv erhöhte Strombedarf würde sich übers Land verteilen und tendenziell nachts anfallen. Die Supercharger / Chademo wären weiterhin in der Lage, Langsteckenfahrern ihre Schnellladung reinzudrücken damit diese zügig weiterfahren können.

            Nun spielen wir dasselbe Gedankenexperiment durch für Deutschland. Zunächst wäre unser inländischer Strommix kräftig am Rudern, haben wir doch den Grundlastkraftwerken vielerorts den Garaus gemacht. Das Problem wäre viel ehr, dass sich ein sehr großer Teil der deutschen Bevölkerung schlichtweg nachts kein E-Auto an die Strippe hängen kann. Straßenparker und TG-Parker kucken in die Röhre, wie Sie ja selbst schon erklärt haben. Also lädt man öffentlich – und das war was ich in meinem vorherigen Post sagen wollte. Die öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur ist gegenwärtig nicht in der Lage, eine große E-Fahrzeugflotte zu versorgen, wenn man sie mit mehr Verwendung beaufschlagt als die klassische Langstrecke.

            Und damit zu dem, was ich eigentlich im Hinterkopf hatte: E-Ausbau? Ja, bitte! Allerdings zunächst/bevorzugt dort, wo es Sinn macht, aus technischer und ökologischer Betrachtung: In den Städten. In denen kalte Motoren und kurze Strecken üblich sind. Viel Stop&Go, schlechte Luft. Dort müssen die E-Fahrzeuge hin, und schnellstmöglich die Dieselzwerge und Rollerpest ersetzen, die uns jahrelang untergejubelt wurden und es heute noch werden.

          • jo

            massiv erhöhter Strombedarf??? Quelle?

          • melaw

            Da finde ich gerade keine öffentlich abrufbare Publikation zu, aber die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt schätzt 6TWh pro 2 Mio Elektroautos.

            Quelle: https://www.aargauerzeitung.ch/wirtschaft/strombedarf-von-zwei-einfamilienhaeusern-wie-der-tesla-boom-die-energieziele-torpediert-131324119

          • Fritz!

            Die Zahl von 3 TWh pro 1 Million E-Autos ist zu hoch (der Link funktioniert mit Werbeblocker leider nicht).

            Folgendes kleines Rechenbeispiel zeigt für Deutschland den möglichen Mehrverbrauch an Strom:
            Im Jahr 2015 waren in Deutschland 44 Millionen Pkw zugelassen, welche laut KBA im Durchschnitt 14.200 KM/Jahr zurücklegten. Im selben Jahr wurden in Deutschland 647 TWh elektrische Energie „erzeugt“, wovon 50 TWh exportiert wurden (also mehr erzeugt als verbraucht wurde).
            Nehmen wir einmal 15kWh/100KM für ein Elektroauto als Durchschnittsverbrauch an, ergibt das 624.800.000.000 KM oder 93.720.000.000 kWh oder 93,72 TWh. Abzüglich der 50 TWh die exportiert werden, bleiben 43,72 TWh über, die zusätzlich benötigt werden. Das sind 6,75%, nicht wirklich viel.

            Und jetzt kommt noch hinzu, daß ja pro Liter Benzin/Diesel ca 1,2 kWh zur Erzeugung desselben anfallen (die jetzt ja nicht mehr benötigt werden), macht (bei einem Durchschnittsverbrauch von 6 L/100 KM) ca. 45 TWh, womit wir ziemlich sauber bei NULL Zusatzstrom sind.

            Gut, durch verschiedene Zeiten, wann welcher Strom anfällt/verbaucht wird, könnten es tatsächlich 5 % sein, aber das sollte in ein paar Jahren problemlos machbar sein. Zumal in dieser Zeit die restliche Industrie sowie die Haushalte mit Sicherheit im ähnlichem Maße effizienter werden.

            Und mal am Rande, allein die Beleuchtung aller 14.209 Tankstellen in der Bundesrepublik verbraucht pro Jahr 2,8 TWh!

  • Fabian Bartolomey

    6.685.603 kWh geladen??? Das macht je ladevorgang (bei 245) 27.288,2 kWh die in den akku geprügelt werden- na das nenne ich mal ne gewaltige kapazität für so nen kleinen akku… und die strompreise erst… bei 0,25 cent je kWh macht das mal eben 1,67 Millionen Euro .. ich dachte immer das die maximale akkugröße 100kw beträgt…. achso und der herr ist, bei einer geschätzen reichweite von 400 km je 100 kWh, mit 6.685.603 kWh satte 26.742.412 km gefahren… wohlgemerkt innerhalb von 14 monaten…. macht also 63.672 km am tag…. ergibt, bei einer angenommenen nutzung des wagens von 12 am tag, bei ständig gefahrener höchstgeschwindigkeit eine selbige von 5.306 km/h….
    So einen tesla will ich auch!!!

    Liegt bei mir ein denkfehler vor???
    Ich lasse mich gerne korrigieren!!!

    • PV-Berlin

      Geil, weil die Leute kaum noch überlegen beim Lesen.

      • Fabian Bartolomey

        Ich lasse mich gerne eines besseren belehren: in wie weit habe ich beim lesen nicht überlegt???

        • PV-Berlin

          Das war ein Lob an sie, selten genug, das jemand den Überschlag macht und dann mal genau nachrechnet.

          • Fabian Bartolomey

            Achsooo… das habe ich dann wohl missverstanden…. vielen dank

          • Kyle Seven

            Alles schön und gut aber Blödsinn:

            Im Original heißt es 6,685.603 also in deutscher Schreibweise: 6.685,603 oder kurz 6.686 kWh da sieht die Rechnung etwas ander aus

            Ich frage mich allerdings inwieweit 6686 245mal Vollaufladung entspricht?!?
            Das wären pro Ladezyklus 27.2 kWh

          • Frank Rommerskirchen

            Ja so wird es gewesen sein

          • jo

            so hat eben dieser Kunde geladen. meist mit Chademo. von Vollzyklen ist nirgendwo die Rede.

    • Kurt Krautgartner

      Das hab ich mir auch gleich gedacht, dass 6 GWh nicht stimmen können.

    • Teslamag.de (TK)

      Vielen Dank für den Hinweis. Leider ist mir da ein Fehler unterlaufen, den ich aber wieder korrigiert habe. Die richtige Zahl wäre 6.685,603 kWh.

      • melaw

        Stimmt die Angabe mit Vollzyklen jetzt noch?

      • Frank Rommerskirchen

        Komisch – verstehe ich immer noch nicht. Bei 245 Ladevorgängen z.Bsp. je 75 KWH komme ich auf 18375 KWH. Oder ist die Leistungsangabe 6686 KWH.Finde ich nicht sooo außergewöhnlich, wenn so wäre.

  • PV-Berlin

    Was soll man dazu noch sagen? :

    Leben um zu fahren!
    * wer es mag, bzw. braucht?

    Ich hätte mit sozialen Kontakten, der Berufsgenossenschaft, der Familie o.ä. argumentiert.
    Und den Arsch mal gefragt, ob er der Meinung sei, dass dies so gedacht war? *Flatrate Ladung.
    E.M. war blauäugig, er wusste noch nicht, dass der Irrsinn in dieser Welt alles aufbietet, selbst Leute die sich einen Tesal leisten können, können total bekloppt sein.

    *Der Blödmann hat sich auch noch offiziell beschwert, das schlägt dem Faß den Boden aus.
    *Die, die es veröffentlichen, ohne entsprechenden Kommentar, sind aber auch nicht ganz sauber.

    • Stefan

      Ihre Ausdrucksweise finde ich sehr grenzwertig oder wie Sie es nennen nicht ganz sauber.

      • PV-Berlin

        Und wer wollte das wissen?

        • Kyle Seven

          Alle die eine gute Erziehung genießen durften – schon klar, dass Du nicht dazu zählst

          • PV-Berlin

            In meiner Erziehung wurde mir beigebracht nicht für alle zu sprechen, auch wenn die Gruppe noch so klein oder Groß sein sollte, -aber mit dem Satz kannst du ganz sicher auch nix anfangen oder doch?

            Was ist eine gute Erziehung? Die, die einen befähigt später Bullshit tonnenweise abzusondern?

            Ich vermute, dass du noch nie mit einem Menschen ins Gespräch gekommen bist, der wirklich Entscheidungen zu treffen hat, die darüber hinausgehen grüne oder rote Schuhe zu kaufen.

          • Stefan

            …Wer will das wissen… – das frage ich mich auch wenn ich Ihre Beiträge lesen muss. Gut das Sie so erzogen wurden ihre eigene Meinung zu vertreten. Nur leider scheint Ihnen niemand vermittelt zu haben dies ohne Herabsetzung anderer tun zu können.

            Man kann seine Meinung auch sagen ohne andere zu beleidigen!
            Und das können auch Berliner, da bin ich mir sehr sicher.

          • Kyle Seven

            Es bringt nichts, mit dem argumentativ zu diskutieren, die Pöblerei ist bei diesem heren anscheinend pathologisch, am besten genauso ignorieren wie den Genz

          • Kyle Seven

            Lach -> PV steht wohl offensichtlich für Pfoll Vosten ->> set on ignore hohlbrot

          • Kyle Seven

            Hey Hohlbrot, wenn es um gesellschaftlichen Konsens geht, darfst sogar Du für alle sprechen, Konsens, das ist das, was die Grundwerte der Gemeinschaft definiert.
            Im Internet auch gerne als Netiquette bezeichnet.
            Besser Du liest UND BEHERZT die 10 Thesen des De Maizière…..

          • PV-Berlin

            Nun ortest du dich als was?
            Die 10 Thesen dieses Mannes passen perfekt zu deiner Persönlichkeitsstruktur.

          • TKoch

            Wieso tritt eigentlich Dummheit immer zusammen mit Arroganz auf? Nur mal so gefragt…

      • Kyle Seven

        Der ist immer so, typisch Berliner Schnauze, aber Hohlbrot

  • Kyle Seven

    Teslamag: bitte die kWh Werte anpassen: 6.685,603 kWh

  • ice401sbb

    Ist doch absolut normal! Was hier beschrieben wird hat überhaupt nicht’s mit einer Einschränkung seitens Tesla zu tun. Die volle Ladeleistung erhält man eh erst nach 1 – 2 Minuten und ab einem gewissen Ladestand wird die Leistung reduziert. Wer mit 50% Kapazität beginnt zu laden kommt je nach Ladestation höchstens auf 70 kW. Zusätzlich kommt, dass durch das häufige Schnellladen die Restkapazität der Batterie nicht mehr genau definiert ist – die Ladeleistung wird früh reduziert und tastet sich langsam an’s vermeintliche Maximum heran. Abhilfe schafft hier, einmal im Jahr den Wagen auf 0 fahren und anschliessend mit 16 A auf 100% laden ( Balancing ). Da hat offenbar wieder jemand das Gras wachsen hören! Wie Fabian Bartolomey und Kyle Seven richtig bemerkten, der Artikel hat viele Ungereimtheiten, da will jemand „Fake-News“ verbreiten!

    • Teslamag.de (TK)

      Tesla hat dies doch offiziell bestätigt und sogar eine Begründung geliefert. Verstehe nicht, wieso man hier dann von „Fake-News“ spricht.

      • ice401sbb

        Die Kern-Aussage – und dies suggeriert auch der Titel – ist doch, dass Tesla diejenigen Fahrer mit einer limitierten Ladegeschwindigkeit bestrafe, die ausschliesslich am Supercharger laden. Dies stimmt so nicht und dies betrachte ich als „Fake News“! Tesla bestätigt offiziell nur, was auch in der Betriebsanleitung beschrieben ist. Die Erfahrungen, die der „Forennutzer“ gemacht hat, ist Alltag! Wir besitzen zwei Model S in der Familie, beide Jahrgang Mai 2015, km-Stand bei meinem Sohn 52000km, bei meinem 59000km. Von September 16 bis März 17 habe ich häufig Langstrecken mit ausschliesslich SC-Ladungen gemacht. Ich musste einen Reichweitenverlust von rund 5% gegenüber meinem Sohn feststellen – verbunden mit eben der reduzierten Ladegeschwindigkeit. Nach einem Balancing wurde dieses Manko wieder behoben – die Reichweite unserer S85 liegt wieder identisch bei 406 km bei 100% Ladung. Der Algorithmus legt den Wert fest, wie hoch die Ladeleistung/Geschwindigkeit ist. Der verändert sich laufend und fällt höher aus, wenn man nur an SC lädt.

  • Pamela

    ein bisschen OT (hat aber mit Batterien zu tun):
    Beim Kaffeeschlürfen/Nachrichtengucken hatte ich heute vor 6.00 Uhr noch einen zusätzlichen Wachmacher: ein kurzes Interview mit Herrn Indra in diesem Bericht:
    https://www.zdf.de/nachrichten/zdf-morgenmagazin/zdf-morgenmagazin-clip-4-230.html

    Hat mich veranlasst, dem Morgenmagazin des ZDF, Zuschauerredaktion@zdf.de , eine email zu senden, das da abgegebene Versprechen meinerseits löse ich hier schon mal ein:

    „Moma-Beitrag:
    VWs Zukunft nach dem Abgasskandal

    Guten Morgen sehr geehrte Damen und Herren,
    zum genannten Bericht heute früh hätte ich einige Anmerkungen:

    Das kurze Interview mit Herrn Indra führt dazu, dass viele, die das heute gesehen
    haben und sich noch nicht intensiv mit der Thematik E-Mobilität auseinandergesetzt haben,
    sich die Meinung bilden müssen, dass wir durch die Batterien im BEV ein großes
    Recyclingproblem zu erwarten haben.

    Nun ist Herr Indra als engagierter E-Mobilitäts-Gegner bekannt. Seine Kompetenzen
    liegen beim Dieselmotor und eben nicht beim E-Antrieb.
    Ich finde es unseriös, dass so jemandem eine Bühne bereitet wird, um Falschaussagen
    „unters Volk“ zu bringen, das dann wohl weiter lieber Verbrenner-Autos kaufen sollte.

    Mag sein, dass man bei VW noch keinen Plan hat, was man mit den Altbatterien der
    paar E-Ups und E-Golfs macht, die momentan verkauft werden.

    Der Branchenführer Tesla ist da z.Bsp. ganz anders aufgestellt. Dass man sich hier
    (Tesla Deutschland) zu diesem Thema erkundigt – oder bei BMW, oder durch Recherche erst einmal die Behauptung von Herrn Indra hinterfragt, bevor man sie verbreitet, um eine objektive Berichterstattung zu liefern, wäre mein Anspruch an Journalismus.

    http://www.zeit.de/mobilitaet/2016-11/batterie-recycling-elektroauto-speicher-stromnetz/seite-2
    http://www.zeit.de/mobilitaet/2015-08/elektromobilitaet-batterie-recycling
    http://www.goingelectric.de/2016/07/11/news/alte-batterien-neues-potenzial-fuer-recycling/
    https://efahrungen.wordpress.com/2016/12/09/tesla-batterien-scheinen-500-000-km-zu-halten-bevor-sie-90-degradation-erreichen/

    Wissen Sie, Sie sollten sich nicht wundern, wenn viele Steuer- und Gebührenzahler den Eindruck haben, auch im Öffentlich-rechtlichen geht es oft nicht um Fakten sondern um Interessen.

    Ich erwarte eigentlich jetzt, dass Sie dafür sorgen, dass die falsche Panikmache des Herrn Indra zum Batterierecycling – auch mit Betrachtung zur Lebendsdauer der Akkus – so nicht
    stehen bleibt. Ich werde mich in verschiedenen Foren zu diesem Thema äußern.

    Mit freundlichen Grüßen / best regards
    Pamela …“

    Wenn sich der eine oder andere Teslamag-Ninja an selbe Adresse zu Wort melden würde, fänd ich das natürlich obermega. Liebe Grüße

    • Longcheck

      KLasse Pamela, das ordne ich unter Zivilcourage ein, interessante LInks. Die kannte ich noch nicht. An anderer Stelle hab ich das mit ähnlicher Intension ja auch mal gemacht. 😉

      Da wurde vom ZDF wohl krampfhaft versucht, so auf die Schnelle mit dem falschen Mittel Indra eine gewisse Ausgewogenheit in die Kurzreportage zu implementieren. Mich würde mal interessieren, was wohl Klaus Kleber dazu meint. Der hat ja einen ModS eine Zeitlang gefahren und war sehr angetan..
      Leider ist der Artikel nicht frei zugänglich: https://www.welt.de/motor/fahrberichte-tests/elektro-hybrid/article163788926/Meine-kurze-aber-lehrreiche-Affaere.html

      Er hatte letztens in einer Heute-Moderation auch die Stickoxydgifte angeprangert.

    • simons700

      Dazu gleich noch behauptet BMW sei in den Abgasskandal verwickelt.
      Da haben sie wieder mal ganze Arbeit geleistet beim ZDF.

      • Pamela

        Dazu muss man sagen, dass alle Hersteller von Verbrennern die angegeben Abgaswerte nicht einhalten, auch beim Euro 6:
        http://www.duh.de/uploads/media/EKI-Bericht_NOx_und_CO2-PEMS-Messungen_20160913.pdf

        Das kennen wir ja auch schon immer bei den angegebenen Verbrauchswerten.
        Wenn man als Hersteller dahingehend ehrlich sein wollte, müsste man immer darauf hinweisen, dass die anderen schummeln, das ist Verhalten aus Zwängen, das nicht ok. ist, aber man kann es nachvollziehen. Da ist halt die Regierung gefragt, als Controller der Nation. Die haben sich aber erst mal selber bestätigt, dass sie alles richtig gemacht haben in den vergangenen Jahren, obwohl wir wissen, dass da wissentlich weggeschaut wurde.
        Dass man nun aber nun alle Autohersteller mit den Betrügern von VW in einen Topf schmeißt ist vollkommen unsachlich. Da gebe ich Ihnen recht. Liebe Grüße

  • melaw

    Ja nu. So ist das eben. Schnelllader sind einzig und allein aus dem Grund da, auf langen Fahrten genutzt zu werden. Sowohl was die Akkus angeht als auch die Menge und Verfügbarkeit der Supercharger. Der Herr fuhr in einem Jahr 100.000km und besuchte wöchentlich einen Supercharger. Die restlichen Aufladungen scheinbar auch nie zuhause, nur unterwegs.

    Ich denke nicht dass ein Tesla für ihn das richtige Auto ist. Wohl ehr ein moderner Zweiliterdiesel.
    Außerdem wird hier sichtbar, wie problematisch das Thema Laden sein kann, wenn man nicht das Gros der Ladungen in Ruhe mit wenig Strom durchführt.

    • dow696

      Ernsthaft!? Denk doch mal nach. Wenn der Herr einen Diesel gehabt hätte, hätte er (bei einem Verbrauch von 6 Litern/100km und einem Preis von 1,08€/L – kenne keine US Dieselpreise) Spritkosten von ca. 6.480€ gehabt. Mit dem Tesla hat er wie viel bezahl? 0$/€! Das er jetzt ein paar Minuten länger am SuC steht wird man dabei ja wohl verkraften, oder? Der Tesla ist GENAU das richtige Auto für ihn.

      • melaw

        Ja, ernsthaft. Wer 100tkm Langstrecke fährt verbraucht nicht Luft&Liebe sondern Starkstrom den ein Millionär für ihn bezahlt. Den entlang einer Autobahn anzubieten macht ihn nochmals teurer als über Nacht in der Garage. Eine so hochwertige Energieform sollte nicht vergeudet werden! Darüberhinaus leidet der Akku bei einer solchen Jahresfahrleistung enorm. Ergo wird sehr nachlässig mit Ressourcen umgegangen, wenn man reine Langstrecke mit einem Batteriefahrzeug absolviert. Dafür sind sie physikalisch gesehen nicht gut geeignet. Ein moderner Diesel kann jedoch genau in diesem Anwendungsfall seine Vorteile ausspielen, auch gesamtökologisch gesehen.

        • dow696

          Erstmal ist Musk Milliardär. Zweitens bezahlt jeder Tesla Käufer indirekt für die Nutzung und den Ausbau von SuC, nicht Musk.

          Ja, ich gebe dir recht Strom ist eine hochwertige Energieform welche sich jedoch sehr einfach regenerativ herstellen lässt. Und so die mit Abstand beste Ökobilanz hat. Du meinst also mit der Ressource Öl (welche sich längst nicht so einfach herstellen lässt) wird sorgsam umgegangen?

          Der Akku hat nach so einer Fahrleistungen allenfalls ein paar % eingebüst. Frag doch mal die Kilometerkönige im Teslaforum wie viel deren Akkus an Kapazität verloren haben. Dort sind auch einige Fahrzeuge zwischen 200.000-400.000km auf der Uhr zu finden. Und auch wenn die Akkus tatsächlich defekt sein sollten können die wenigsten hochwertig recycelt werden. Wie sieht es denn da bei einem Verbrenner aus?

          Die einzigen Vorteile die der Diesel hat ist die Zeitersparnis und die Reichweite, wobei sich letzteres durch ein gut ausgebautes SuC Netzwerk fast relativieren lässt. Die Nachteile: Spritkosten, Steuern, Harnstoffverbrauch, Ölverbrauch… überwiegen hier klar! Vom Schadstoffausstoß will ich gar nicht erst Anfangen.

          Aber naja sei glücklich mit deinem Diesel solange es ihn noch gibt… Wird nicht mehr sehr lange der Fall sein ;).. Ich bleib bei meinem Tesla, dem besten Auto was ich je gefahren bin.

          • melaw

            Supercharger sind nicht dafür da, die Heimladung zu ersetzen. Das sollen sie nicht, und können sie nicht, nicht mal in den Staaten, geschweige denn bei uns. Wenn ein Teslafahrer (nicht nur Tesla) immer nur öffentlich lädt, geht das ganze Konzept den Bach runter, so weh diese Wahrheit auch tut.

            All diese Überlegungen könnten sich über Nacht ändern, wenn der Forschung ein neuer Geniestreich einfällt, was Produktion, Transport oder Lagerung von hochwertigen (i.e. leicht von und zu Strom wandelbaren) Energieformen anbelangt. Aktuell hinken wir da unserem Wunschdenken nach einer besseren Welt massiv hinterher leider.

            Ich denke da nur an chinesische Solarzellen, die dort (kann ich bezeugen) unter unvorstellbaren energetischen ökologischen und umwelttechnischen Bedingungen produziert werden. Wir exportieren unsere Probleme! Bevor ich das unterstütze würde ich lieber 200D fahren. In Wahrheit fahre ich übrigens garkeinen Diesel, wie Sie annehmen, und fuhr noch nie einen. (Passt nicht zu meinem automobilen Nutzungsprofil)

            Noch kurz zum Thema Akku, rein aus ingenieurstechnischer Sichtweise: Bei einem Elektroauto macht der Akku einen Großteil des Fahrzeugwerts aus. Akkuherstellung und Recycling sind nüchtern betrachtet echt mies und erfordern eine sehr lange Lebensdauer des Fahrzeugs, um das „wiedergutzumachen“ (so grob 2 komplett verbrauchte Akkus). Daher ist es angebracht, die Akkus zu schonen. Abgerufene Nennleistung sowie Jahresfahrleistung minimal halten und vor allem so selten wie möglich schnellladen. So kommt man schnell zum Ergebnis: kleine Stromer in die Städte, beim aktuellen technischen Stand besser nicht als überwiegendes Langstreckenfahrzeug.

          • PV-Berlin

            „rein aus ingenieurstechnischer Sichtweise? “
            Verlangen sie ihr Geld zurück. Was sie da erzählen ist purer Unfug.

          • jo

            wahrscheinlich Wirtschaftsingenieur bei vW…

          • jo

            Frage: wieviele Tonnen Sprit ersetzt so ein Akku auf 200000km? Dieser Sprit muss übrigens auch sehr aufwändig hergestellt werden. …

        • PV-Berlin

          Lächerlich, das Leute die auf den Diesel pochen von Physik schwadronieren.
          Gibt es einen einzigen ICE oder was ähnliches, welcher mit Diesel betreiben wird? Und da sind 100.000 km gar nix.

          • melaw

            Schon lustig. Wo poche ich denn auf Diesel? Nur weil ich auf unterschiedliche Nutzungsprofile hinweise? Sind Sie nicht der Meinung, Elektromobilität sollte erstmal dorthin, wo die Menschen am meisten unter Abgasen leiden? Im Jahre 2017 deutschen Strommix auf der Autobahn zu verblasen ist einfach dumm. Nicht vergessen – wir sprechen immernoch von einem Teslanutzer, der NICHT zuhause lädt. Das bitte nicht vergessen.

            „um die Strommenge für einen Tesla mit 100.000 km Jahreslaufleistung auf
            einem privaten Dach im dunklen D. + dem eigenen Stromverbrauch von
            sagen wir mal 5.000 kWh generieren zu können, brauche ich was?“

            -> Erstmal ein eigenes Dach. Bei 40kWp – ein SEHR großes eigenes Dach – und das für 35t€ würde ich mal gerne sehen. Sei’s drum – wir reden aber wie gesagt von Autofahrern die ausschließlich öffentlich laden. Also ausschließlich Fahren gespeist vom deutschen Strommix.

            So wie das auch der ICE tut, nur dass der ICE nicht mit Akkus fährt, sondern mit niederfrequenter Hochspannung direkt versorgt wird – ein riesiger physikalischer Unterschied.

          • PV-Berlin

            Ihnen als große Physiker sollte aber schon bewusst sein, dass ein Nutzung von 100.000 km p.A. weit außerhalb in der Stichprobe (Normalverteilung) landet. Deshalb ist es eher wahrscheinlicher, dass es weit mehr Menschen gibt, die 40 kWp aufs Dach bekommen, als das es Menschen gibt, die 100.000 km p.A. fahren müssen (PKW)

            *Alle Landwirte, alle Handwerker (mit eigenen Gebäuden)
            * Zudem gibt es Leute wie meine Frau, die nicht nur ein Gebäude besitzen.

            Aber was interessieren schon Fakten?

            Der reale Durchschnitt liegt bei 11.000 bis 16.000 km p.A. (je nach Studie) und das reale e-Auto liegt bei < 20 kWh Verbrauch (Gesamt und nicht nur ab Tankstelle)

            Sie müssen mir garantiert nicht den Unterschied zwischen einem Tesla und einem ICE erklären. Fakt ist mal, dass der Antrieb überaus ähnlich ist, ganz im Gegensatz zum "super schlauen" Antrieb des BMW I3.

            Vom normalen Hochspannungsnetz bis zur Achse ist der Tesla im realen Betrieb derart brutal dicht am ICE, das man das als Insider kaum für möglich halten würde, dass da noch ein Akku 'drin' ist.

            findet man alles bei Google.

        • jo

          Wärme zum Kühler und zum Auspuff raushauen soll also wertvolle Ressourcen schonen und ein Vorteil sein??? wo ist die Quelle für das Akkuleiden? „moderner“ Diesel? Gesamtökologisch? sind Sie VW Pressesprecher?

          • melaw

            Beschäftigen Sie sich doch bitte erstmal ordentlich mit dem Thema. Es kommen nur buzzwords und viele rhetorische Fragezeichen von Ihnen. Zum sanften Einstieg bitte lesen und VERSTEHEN: Google-Suche „ferroni hopkirk eroei for solar systems“ (frei im Web abrufbar).

            Und damit verabschiede ich mich aus dieser unsäglichen Diskussion. Von Fakten oder ganzheitlichen Betrachtungen wollen hier viele nichts wissen. Nach einem unangenehmen Kommentar kommt direkt die Stinkediesel/VW Keule, wie infantil. Viel Erfolg noch beim Welt retten.

          • PV-Berlin

            Wie viele Stunden haben sie sich ins Thema eingearbeitet? Wie viel Geld haben sie da reingesteckt?

            Wenn soviel Energie für die Herstellung eines Solarmodules als Ganzes bereitgestellt werden müsste, wie einige Studien behaupten, dann sollte jedes Wp schon mehr kosten, als es kostet. Denn Strom hat auch einen Preis. Die aktuellen Preise liegen so bei 30 Cent (US $)

            Nun rechne mal fein nach, mein Physiker.

            1 Wp bringt in D. > 1.200 Wh (meine Anlage auf Rügen)
            1 Wh bringt in Afrika ca. 1.750 Wh (meine Anlage in Nairobi)

          • jo

            Wirkungsgrad ist eigentlich ganz einfach!

  • Luganorenz

    Uiuiui, der arme Teslabjörn. Der ist ja gefühlte 100.000 km pro Woche per Schnelladung unterwegs.
    Da kann er sich für sein Fast-Food etwas mehr Zeit lassen.

  • peter wulf

    Hallo Leute nicht aufregen und genau hinsehen !
    Der Tesla Fahrer hat nur 6.685 Kw geladen, seine Angabe hatte 3 Stellen hinter Komma.
    Vielleicht hat er eine Autovermietung die für Tesla S Mietung Freikilometer 300km/tag erlaubt.
    Bei der Darstellung sind keine gefahrenen Gesamtkilometer des Fahrzeuges angegeben.
    Alles merkwürdig.
    Ich „Stromer“ seit Juni 2016 mit meinem Modell S 70 D herum und habe für 12.000 Km bisher nur ca. 100€ Stromkosten und war inzwischen bis Padua ,Gardasee in Italien. In Italien habe kostenlos an Destinationchargern von Hotels geladen bzw. gegen Bezahlung mit Drehstromanschluss. Es gibt in Berlin auch kostenlose Ladestationen in Parkhäusern von Einkaufzentren für Stecker Typ 2.
    Wir bevorzugen Querfeldeinfahrten statt Autobahnen mit Superchargern auf Autohöfen. Mit etwas Vorplanung auch möglich.