Tesla versucht Model 3-Vorbesteller zum Kauf des Model S 60 zu bewegen

Wie bereits vermutet, versucht Tesla mit dem wieder eingeführten Model S 60 auch diejenigen Kunden anzusprechen, die eine Reservierung für das Model 3 haben. Diese sollen überzeugt werden auf die Oberklassenlimousine zu wechseln und die Reservierung für das Model 3 dann zu stornieren. Laut dem Branchendienst Electrek verschickt Tesla dafür E-Mails an Vorbesteller, um diese vom Model S 60 zu überzeugen.

Für Tesla würde es bedeuten, dass man durch den Verkauf des Model S 60 bereits Jahre zuvor Umsatz generiert. Zum anderen würde es aber auch die Kosten für die Umbaumaßnahmen zur Steigerung der Produktion senken, welche aufgrund der hohen Reservierungszahlen zum Model 3 vonnöten wären. Sinken die Reservierungszahlen für das Model 3 bis zum Produktionsbeginn, muss auch die Produktionskapazität nicht so schnell hochgefahren werden. Für Tesla macht es also durchaus Sinn, das Model S 60 statt das Model 3 zu verkaufen.

Selbst wenn man von Tesla nicht direkt angeschrieben wurde, erkennt man relativ schnell das Vorhaben des Autobauers. Erst kürzlich veröffentlichte man eine sogenannte „Customer Story“, also einen kurzen Bericht über die Erlebnisse eines Kunden, bei dem es um ein Ehepaar ging, die ein Model 3 reservieren wollten, sich dann aber schlußendlich für das Model S entschieden haben und sogar gleich zwei Fahrzeuge kauften.

  • Rob.

    Im Mai schon wurden M3-Vorbesteller angerufen und gefragt, ob nicht doch lieber ein Model S bestellt wird.

  • DocIngwer

    Kann ich bestätigen.
    Bei mir hat man das per Telefonat vom Service-Center Düsseldorf versucht.

  • Didi

    Das Model S ist für mich nach wie vor unerreichbar! Hätte ich soviel Geld würde längst ein gebrauchtes Model S in meiner Garage stehen!

  • Michael

    „… die ein Model 3 reservieren wollten, sich dann aber schlußendlich für das Model S entschieden haben und sogar gleich zwei Fahrzeuge kauften.“

    Der Sales Mitarbeiter ist ja Wahnsinn, den würde ich gleich mal in unsere Firma übernehmen. Aus einer 35.000$ Reservierung -> 150.000$ (angenommen 2xS70) sofortigen Umsatz zu machen … Ein Altar für den guten Mann/Frau wär das mindeste 😉

    • orinoco

      Es soll Menschen geben, die sich aus der geschlossenen Anstalt heraus erfolgreich einen Ferrari bestellen. Lieferadresse: „Psychatische Klinik“.
      Andere sind in der Lage durch ein Telefonat ihr bereits üppiges Gehalt zu verdoppeln. Solche Menschen sind nicht mit unsereins vergleichbar 😉

    • GoGo-Gonzales

      Ich hoffe ein bisschen Off-Topic ist erlaubt, aber ich musste sofort an diesen Witz hier denken:
      http://www.witz-des-tages.de/berufe/der-top-verkaeufer/

      • elbe2302

        … das ist meine geschichte. danke fürs veröffentlichen… 😉

  • Hääääääää

    „Für Tesla würde es bedeuten, dass man durch den Verkauf des Model S 60 bereits Jahre zuvor Umsatz generiert.“

    BWL Grundkurs Umsatz ist nicht Gewinn, was besonders für das Model S gilt in welchen der Akku von Gewicht und Kosten so groß wie beim 75 kWh Modell. Durch die Einstellung der Software können zwar die kWh begrenzt werden ohne die kW zu reduzieren, aber dieser Trick geht eben zu Lasten des Gewinns.

    Gewinne wollen aber die Aktionäre sehen, besonders wenn Sie bei Kauf der Aktie von dem Umstand ausgegangen es wird in die Firma investiert und nun soll diese Investition verschoben werden, daß wären ja Falsche Angaben in den Emissionsunterlagen.

    Also das wird ein eventuell sehr lang Komentarstrang.

    • TK

      Danke für den Grundkurs, das hatte ich sowohl im Wirtschaftsabi als auch im Studium. Grundkurs „Lesen & Verstehen“: Wo Umsatz steht, ist auch Umsatz gemeint.

      • Tesla P85D

        @TK: Hahahah 😀 der war sehr lustig!Mach weiter so 🙂

        • Hääääääää

          „@TK: Hahahah der war sehr lustig!Mach weiter so “

          Hmmm wie bekommt man hier Smielys Rein ?

          • elbe2302

            …indem man einfach mal die dazugehörige tastenkombination eintippt… 😉
            symikolon-minus-klammerzu …

      • Hääääääää

        „Danke für den Grundkurs, das hatte ich sowohl im Wirtschaftsabi als auch im Studium.“

        Wir Leben im Zeitalter des Internets, ergo ist diese Tatsache bekannt, wie auch andere Aktivitäten soweit im WWW, ich bin zwar alt aber nicht Zwangsweise von Gestern.

        „Grundkurs „Lesen & Verstehen“: Wo Umsatz steht, ist auch Umsatz gemeint.“

        Das Tröst mich etwas, nur Umsatz ist zwar eine Größe im Geschäftsbericht und wenn die Rendite davon Positiv auch ein Größe die den Beteiligten ein Lächeln auf das Gesicht Zaubert. Nur Fehlt der Rendite das senkrechte Strichen und sie sieht so – Aus, kann es ganz schnell Passieren das viele Wünschten sie wären an dem Umsatz nicht Beteiligt, was für Aktiengesellschaften nicht wirklich Wünschenswert ist.

        • TK

          Ich sage nicht, dass Ihre Argumentation falsch war. Ich meine lediglich, dass der von Ihnen angesprochene Fehler (Verwechslung zwischen Umsatz/Gewinn) von mir nicht begangen wurde.

        • ELMO

          @ Hääääääää: Und Dein Kommentarname sagt ja eigentlich schon alles, aber längst schon möchte ich dringend einen Grundkurs in Gramatik, Rechtschreibung und Interpunktion anraten. Schwer auszuhalten, wenn wenig konstruktiver Inhalt auch noch nahezu unleserlich daherkommt.

      • Hans

        Ja, das sagt aber auch nur, dass Tesla für das Model S in den nächsten Jahren noch Kapazität übrig hat! Nur dann machen Sie auch mehr Umsatz 😉
        Verkauft sich wohl doch nicht so gut?!
        Mathe Grundschule

    • hallori

      Vor einem Grundkurs BWL sollte man erstmal einen Grundkurs Deutsch belegen …

      • Hääääääää

        „Vor einem Grundkurs BWL sollte man erstmal einen Grundkurs Deutsch belegen …“

        Hmmm

        Würde das mir Helfen diesen Beitrag

        http://teslamag.de/news/die-beschwerden-aufhaengung-tesla-fahrzeugen-8926

        den dort steht Geschrieben:

        *“37 von 40 Beschwerden waren Schwindel

        Elon Musk veröffentlichte kurze Zeit später auf Twitter noch weitere Details. Wie es heißt, waren 37 von 40 an die US-Verkehrsaufsicht aufgegebene Beschwerden ein Schwindel. So wurden unter anderem falsche Standorte oder falsche Fahrzeugidentifizierungsnummern angegeben. Die Beschwerden wurden also mit betrügerischer Absicht erstellt. Musk fragt zurecht: „Das würde implizieren, dass eine oder mehrere Personen einen falschen Eindruck von einem Sicherheitsproblem erzeugen möchten. Die Frage ist: Warum?“*

        Mich würd nämlich schon Interessieren Wer, wird aber eventuell so sein wie mit
        den 9/11 Thema, es hängt sehr davon ab was man Glauben will, bzw. Soll 😉

  • orinoco

    Also solnage das Model S keine offizielle Anhängerkupplung bekommt ist das für mich indiskutabel. Ich hätte das Geld, aber dafür will ich auch meinen Verbrenner vom Hof runter haben und nicht umständlich für Hängerfahrten einen mieten. Es sei denn Tesla zahlt das jedes mal …
    Gibt schon eine Petition von (potentiellen) Model S Kunden für eine offizielle AHK, vorwiegend aus Europa, weil dort die Behörden Stress machen. In den USA macht wohl jeder was er will, auch wenn Tesla selbst von einer AHK als Bastellösung abrät.

  • Dr. F

    Die Frage die sich stellt, wieso sollte ich das absolute Basis Model S für denselben Preis wie das vollausgestattete Model 3 nehmen? Für das Geld nehme ich lieber das M3, dass für den Preis wahrscheinlich mehr zu bieten hat als das Model S 60

    • TeeKay

      Weil du das absolute Basis Model S dann schon 2-3 Jahre eher fahren kannst als das voll ausgestattete Model 3.

  • Steve

    Ich denke nicht, dass Tesla die Anzahl der Vorbestellungen bis zum Produktionsbeginn reduzieren kann. Es soll schließlich noch eine zweite Model 3 Präsentation am Ende des Jahres kommen, welche höchstwahrscheinlich zu weiteren Vorbestellungen führt. Ich sehe das eher, wie im Artikel auch geschrieben, als gezielte Werbung für Teslainteressenten zur frühzeitigen Umsatzsteigerung.

  • weltraumkuh

    Meiner Meinung nach handelt es sich um eine geschickt versteckte Preiserhöhung. Denn für viele(die meisten?) Tesla Käufer ist das 60er Modell zu klein und dann gibt es nur noch den 75er Akku. Dabei hätte für diese Käufer sicherlich die 70er Variante ausgereicht. Diese bietet Tesla aber seltsamerweise nicht mehr an trotz unverändertem Fahrzeug.

    • „ELMO“

      Hieße aber, dass Tesla hier (mit einer geschickt versteckten Preiserhöhung) für einen höheren Preis auch mal wieder mehr bietet. Auch nicht typisch für die Branche…

    • Fritz!

      Eine Preiserhöhung ist es, wenn ich für „dasselbe Produkt“ auf einmal mehr bezahlen muß.

      Hier wird mir ein größeres/besseres/anderes Produkt zu einem höheren Preis angeboten, das hat mitPreiserhöhung so viel zu tun wie eine Kuh mit Bananen. Wenn ich mir statt eines Fahrrades doch lieber ein Auto kaufe (also 39.000,– statt 1.200,– ausgebe) ist das ja auch keine Preiserhöhung sondern eine Umentscheidung von mir auf ein anderes Produkt zu einem anderen Preis.

  • Pathologie TischDrei

    Grundsätzlich ist nichts dagegen zu sagen, wenn Tesla das Model S 60 anbietet, wenn Jemand ein Model 3 reserviert hat. Ich würde da sicher zuschlagen, allerdings ist mir das Model S mit 4,97 Metern einfach zu lang. Da komme ich die enge Einfahrt zum Firmenparkplatz nicht rein. Von daher warte ich auf das Model 3, das würde von der Länge her gerade so funktionieren.

  • Dr.M.

    Ob das Erfolg hat, kommt schlicht und einfach auf den Preis an. Entweder das MS wird so günstig, dass es Interessenten eines M3 mit höheren Austattungswünschen (mehr Reichweite, freie Superchargernutzung…) davon überzeugt, schon jetzt ein MS zu kaufen oder das M3 wird absehbar so teuer gemacht, dass man auch gleich ein MS kaufen könnte.
    Eine gute Idee ist natürlich die eingebaute Ubgrade-Möglichkeit des MS60 auf die 75er Batterie, aber 9400 Euro ist auch eine Stange Geld für 80 km mehr NEFZ-Reichweite.
    Wenn man das mal grob auflistet, dann sind die wesenlichen Argumente für ein MS 60 die 400 km Reichweite gegenüber dem M3 (346 km – wobei unklar ist, ob das beim M3 nach EPA oder NEFZ gemessen wird, wenn EPA, dann dürfte das realistischer sein und dem MS60 in der wirklichen Welt entprechen), der kostenfreie Supercharger-Zugang, die grosse Heckklappe (wer es braucht…), dafür gibt es beim M3 wohl eine Anhängerkupplung, die das MS noch immer nicht hat.
    Die Alluminumkarosserie des MS spielt in der Praxis wohl keine so grosse Rolle, das M3 soll aus mehr Stahl bestehen, die Beschleunigung des Basisversionen M3/MS ist fast identisch.
    Das M3 ist kleiner, wie viel genau (20%) weiss man noch nicht, das könnte bei beengten Parkplatzverhältnissen eine Rolle spielen.
    Tja , aber der ganz wesentlich Vorteil des MS ist – man muss – zumindest in Europa nicht noch mindestens zwei Jahre warten!
    Trotzdem ist der Preisunterschied zum MS auch bei einem von Elon Musk angenommenen Durchschnittsverkaufspreis von 42.000 USD, was dann wohl mit Steuern und Zöllen auch 50.000 Euro sein werden, noch gute 25.000 Euro vom MS60 entfernt, und das dürfte für die allermeisten doch zuviel sein. Dann lieber zwei Jahre warten.
    Und Panoramadach, Autopilot und Ähnliches gehen auch beim M3 extra.
    Ich denke, bei 60.000 Euro für das MS60, da wäre so die Schmerzgrenze, wo M3 Vorbesteller sich das ernsthaft überlegen würden.
    So aber vermute ich mal, dass es Tesla auf Umsatz ankommt und verkaufte Einheiten, ich bin ja mal gespannt, wie sich das MX so verkauft, denn Tesla braucht Investoren für den Produktionshochlauf des M3, und das ist teuer und das Ziel Ende 2017 die ersten Auslieferungen (so fehlerfrei wie möglich!) in den USA ausuliefern, ist ganz schön ambitioniert und wird nicht einfach.

    • Lobi

      Die Reichweite des M3 wird in EPA gemessen. Das hat elon auf der Bühne gesagt als er es präsentierte.

  • Der Versuch von Tesla ist verständlich. Model-3-Besteller sind aber (von wenigen Ausnahmen abgesehen) ein ganz anderer Kunden-Typ, als die Käufer des Model S. Sie wollen oder können nicht so viel Geld ausgeben und möchten auch ein von den Maßen her ein kleineres Auto haben. Da werden wohl nur wenige abspringen. Sollte es allerdings den europäischen Politikern irgendwie gelingen, ein zweites europäisches Schnell-Ladesystem (neben den Superchargern von Tesla) zu schaffen, dann – aber nur dann – könnte eine größere Anzahl von Bestellungen storniert werden, dann aber zu Gunsten anderer Hersteller (z. B. Opel Apera-e).

  • McGybrush

    Mir wäre das Model S viel zu gross. Wenn beide gleich viel kosten würden bei gleicher Ausstattung würde ich dennoch das Model 3 vor ziehen. Weil er eben kleiner und auch hübscher ist. Der einziger Grund wäre nur der, das man das Model S JETZT sofort hat. Mehr Argumente wüsste ich da nicht.

  • Luganorenz

    Es sind 2 Klassen Unterschied, da das 5er, E-Klasse oder A6- Segment preislich nicht bedient wird.
    Der Vorteil ist, dass sich die beiden Modelle nicht kannibalisieren. Es war ja in den ersten Tagen nach der Präsentation gerade hochgejubelt worden, dass die M3-Reservierer praktisch alles Neukunden sind.
    Nach dem Motto: mein Auto hält noch locker 2 Jahre, aber dann will ich zu einem vernünftigen Preis dabei sein.
    Genau so geht es mir: Klar schau ich die Gebrauchten im Netz an, aber ich will einfach nicht so viel Geld für ein Auto ausgeben.

    • stars

      Für mich ist das Model S im BMW 5er / E-Klasse/ A6 Segment. Preislich liegt es möglicherweise höher, aber eine S-Klasse hat nunmal sowas wie Massagesitze und höchst luxuriöse Materialien zu bieten. Da sitzt man nochmal wesentlich bequemer drin als im Model S.

      • RealUlli

        Ich kenne einen S85D-Fahrer, der vorher eine S-Klasse hatte. Der sagt, die Materialien sind zwar besser, aber er wuerde nicht zurueckgehen. MS-fahren ist einfach so viel entspannter (vor allem auch mit Autopilot) dass es da keinen Vergleich gibt.

  • Klaus

    Ich hoffe, das M3 bekomm das selbe breite Tesla Emblem wie S und X (wie am Beispiel des MS oben) Das sieht einfach viel besser aus als beim jetzigen M3.