Tesla Motors testet Autopilot-Software v7.1 mit ausgewählten Model S-Fahrern

Erst vor zwei Tagen haben wir darüber berichtet, dass einige Model S-Fahrer neue Restriktionen im Autopilot-Modus angezeigt bekommen haben, die dafür sorgen sollen, dass man keine gefährlichen Aktionen im Fahrzeug durchführt. Leider wurden die Beiträge derer Nutzer, die auf diese neuen Restriktionen aufmerksam gemacht haben, in den jeweiligen Foren wieder kommentarlos entfernt.

Bisher konnte man nicht bestätigen, ob es der Wahrheit entsprach oder nicht. Wie Electrek nun aus einer vertraulichen Quelle, die Bezug zu dieser Materie hat, weiß, hat Tesla Motors begonnen die Autopilot-Software auf v7.1 zu updaten. Einige ausgewählte Tesla-Fahrer sollen bereits damit unterwegs sein und das Update auf etwaige Fehler und Probleme ausgiebig testen.

Die Version 7.1 bietet eine neue Benutzeroberfläche, das automatische senkrechte Einparken, einen neuen „Driver Mode“ und die bereits erwähnten zusätzlichen Restriktionen für den Autopiloten. In der neuen Benutzeroberfläche wird auf der Instrumententafel nicht nur das eigene Model S angezeigt, sondern auch alle vom Autopiloten entdeckte Fahrzeuge auf jeder Fahrspur.

Zusätzlich dazu werden Motorräder und LKWs als eben solche angezeigt und nicht mit dem Bild eines PKW. Während das automatische Einparken bereits mit der Version 7.0 möglich ist, soll die Version 7.1 zusätzlich zum parallelen Einparken auch noch das senkrechte Einparken ermöglichen. Völlig ohne Fahrer geht jedoch auch das nicht. Der Fahrer muss sich hierbei im Fahrzeug befinden.

In der Version 7.1 soll es zudem möglich sein via HomeLink die Garagentür automatisch zu öffnen. Dies könnte ein erster Schritt dafür sein, um später sein Fahrzeug völlig selbstständig aus der Garage bis vor die Haustür vorfahren zu lassen. Man sollte jedoch im Hinterkopf behalten, dass ein solches Manöver rechtlich jedoch ausschließlich auf privatem Gelände erlaubt ist.

Der neue „Driver Mode“ soll dann aktiviert werden, wenn lediglich eine einzige Person das Fahrzeug nutzt. Dann wird lediglich der Türgriff der Fahrertür ausgefahren und die restlichen Griffe bleiben eingefahren. Ob der Modus weitere Funktionen vorweisen kann, ist aktuell nicht bekannt. Auch ist derzeit unbekannt, wann das Update für alle Model S-Fahrer ausgespielt wird.

  • Nic Megert

    Nun? Wer ist schon so dämlich, sich freiwillig irgendwelche Restriktionen zu installieren?!
    Nur damit dann das Auto selber geradeaus parkieren kann und das Garagentor nicht mehr selbst aktiviert werden muss.
    Tesla mutiert doch hoffentlich nicht zu einem zweiten Apfelkonzern! Dort ist man sich die eingeschränkte Sichweise und die Restriktionen ja gewohnt aber bei Tesla……

  • Lukas Merk

    Das Problem beim aktuellen Autopiloten ist, dass es nur eine Beta ist und die leuteballen möglichen scheiß damit machen (zeitung lesen, auf der rückbank fahren,…) und es zT schon gefährliche Situationen dadurch gab. Da muss tesla reagieren, alles andere wäre unverantwortlich. (btw, kann man Softwareaktualisierungen im tesla überhaupt verhindern?)

  • Elektroautofan

    Solange der Autopilot sich keine Blackouts leistet ist das sinvoll, vor allem auf den langen Highways in Amerika. Also wenn er nicht in die Leitplanke fährt kann man auch mal die Hände vom Lenker nehmen. Im Stadtverkehr würde ich ihn nicht verwenden.