Bild: teslamag.de (Symbolfoto)
Wie laut einer vorab veröffentlichten Übersicht erwartet, hat Tesla im ersten Quartal 2026 mehr Elektroautos verkauft als vor einem Jahr. Die Zahl der Auslieferungen stieg auf 358.023 Stück, geht aus einer Mitteilung von Donnerstag vor US-Börsenstart hervor. Das waren etwa 6 Prozent mehr als in Q1 2025. Im Schnitt hatten Analysten allerdings mit einem etwas stärkeren Anstieg auf 365.645 verkaufte Elektroautos (plus 8,6 Prozent) gerechnet.
Starker Tesla-April Europa
Deutlich höher als die Auslieferungen war in Q1 2026 die Produktion bei Tesla: 408.386 Fahrzeuge, also etwa 50.000 oder zehn Prozent mehr, als verkauft wurden. Ein Grund dafür wird in der kurzen Meldung nicht genannt. Mit den jetzt für das erste Quartal genannten rund 358.000 Elektroauto-Verkäufen liegt Tesla über 2025, aber noch rund 7,5 Prozent unter dem Wert, der vor zwei Jahren erreicht wurde.
Die leichte Verfehlung der Erwartungen für die Tesla-Auslieferungen in Q1 2026 kommt insofern überraschend, als die neuesten Daten dazu eher positiv ausfiielen. Aus China wurde am frühen Donnerstag bekannt, dass die Verkäufe von Elektroautos aus der dortigen Tesla-Fabrik im April knapp 9 Prozent höher waren als vor einem Jahr. Auf wichtigen europäischen Märkten seien sie ebenfalls gestiegen, zum Teil steil, hieß es zudem am Mittwoch.
Unfortunately, Tesla missed expectations this time. Actual deliveries were below both my estimate and the analyst consensus.
The 50,363-unit gap between production and deliveries was unusually large, suggesting weaker demand in the US.
Estimates vs Actual:
390,000 – @TSLAFanMtl… pic.twitter.com/IRANHNEMWn— Troy Teslike (@TroyTeslike) April 2, 2026
Von den Tesla-Zahlen von Donnerstag wurden optimistische Beobachter auf dem falschen Fuß erwischt. @TroyTeslike etwa hatte auf 375.000 Auslieferungen in Q1 getippt und diese Prognose kurz vor der offiziellen Veröffentlichung bekräftigt. In einer Reaktion am Donnerstag bezeichnete er die Lücke zwischen Produktion und Verkauf bei Tesla als ungewöhnlich groß. Sie spreche für schwächere Nachfrage in den USA, wo im September 2025 eine Elektroauto-Förderung endete.
Teslas Akku-Sparte enttäuscht
Sogar deutlich unter den Erwartungen lag die von Tesla in Q1 2026 neu installierte Kapazität an stationären Akkus. Hier hatten Analysten im Schnitt mit 14,4 Gigawattstunden gerechnet, knapp über dem Rekord von 14,2 Gigawattstunden von Ende 2025. Stattdessen wurden es 8,8 Gigawattstunden, gut 15 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Energie-Sparte bei Tesla hatte anders als das Elektroauto-Geschäft zuletzt meist starkes Wachstum gezeigt.
Die Aktie von Tesla reagierte im früheren US-Handel am Donnerstag mit einem Minus von rund 4 Prozent auf Kurse unterhalb 370 Dollar. Angesichts der allgemein hohen Volatilität der Aktie und des ebenfalls schwachen Gesamtmarktes hielt sich die Enttäuschung an der Börse also zunächst wohl in Grenzen.

