Dass Tesla vor drei Monaten eine Übersicht über Analysten-Schätzungen zu seinen Elektroauto-Auslieferungen Ende 2025 auf seine Website stellte, soll offenbar keine Ausnahme bleiben: Für diesen Donnerstag (2.4.) stehen die Zahlen für das erste Quartal dieses Jahres an, und im Vorfeld veröffentlichte Tesla erneut die Börsen-Prognosen dazu. Demnach rechnen Finanzprofis im Durchschnitt damit, dass die Tesla-Verkäufe anders als im Vorquartal zugenommen haben.
Tesla-Plus von 8,6% erwartet
Für das erste Quartal 2025 hatte Tesla vor einem Jahr knapp 337.000 Elektroauto-Verkäufe gemeldet. Das war der niedrigste Wert seit Anfang 2022 und wurde vom Unternehmen mit der weltweiten Umstellung auf das überarbeitete Tesla Model Y begründet. Tatsächlich fielen die Verkäufe in den übrigen Quartalen höher aus als zu Beginn des Jahres. Insgesamt schloss Tesla 2025 dennoch mit einem Minus von 8,4 Prozent auf gut 1,63 Millionen ausgelieferte Elektroautos ab.
Für dieses Jahr gehen Analysten bislang davon aus, dass sich die Tesla-Verkäufe nach zwei Rückgängen in Folge erholen werden: Laut der vergangene Woche veröffentlichten Übersicht erwarteten sie im Durchschnitt knapp 1,7 Millionen Elektroauto-Auslieferungen in ganz 2026, was einer Zunahme um rund 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspräche. Im ersten Quartal sollen es nach den Angaben 365.645 gewesen sein, etwa 8,6 Prozent mehr als in den ersten drei Monaten von 2025.
Rekord-Niveau bei festen Akkus
Verglichen mit dem letzten Quartal von 2025 hätte Tesla bei den Verkäufen dagegen deutlich verloren: Damals lag die Zahl der ausgelieferten Elektroautos bei gut 418.000, also rund 12,6 Prozent über dem, was Analysten im Durchschnitt für Q1 2026 erwarteten. Auch für alle anderen Quartalen nach dem zweiten von 2022 hatte Tesla höhere Auslieferungen gemeldet, als zuletzt für das jüngste prognostiziert wurde.
Besser sieht die Entwicklung bei stationären Akkus wie vor allem dem Megapack für Industrie-Kunden aus. Für diesen Bereich hatte Tesla für Q4 2025 mit 14,2 Gigawattstunden den höchsten je erreichten Wert gemeldet und lag im Gesamtjahr mit 46,7 Gigawattstunden neu installierter Kapazität mehr als 50 Prozent über dem Vorjahr. Für Q1 2026 erwarten Analysten jetzt mit 14,4 Gigawattstunden ein Ergebnis auf dem Niveau des vorherigen Rekords, für das ganze Jahr einen weiteren Anstieg auf 65,2 Gigawattstunden.
