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Aktuell: Gewerkschaft gibt Streik gegen Tesla in Schweden nach drei Jahren ohne Ergebnis auf

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Bild: IF Metall (Service-Center von Tesla in Schweden)

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Für beide Seiten ging es ums Prinzip: Die schwedische Gewerkschaft IF Metall wollte unbedingt verhindern, dass Tesla in ihrem Land ohne Tarif-Vertrag agiert, das Unternehmen wollte nicht zulassen, dass irgendwo auf der Welt eine Gewerkschaft in sein Geschäft hineinreden kann. Im Oktober 2023 begann in Schweden deshalb ein Streik gegen Tesla, in dem die IF Metall viel Unterstützung bekam und viele Register zog. Jetzt aber gibt sie auf: Der fast drei Jahre lange Arbeitskampf wird mangels verbleibender Teilnehmer beendet.

Streikende bei Tesla „herausgekauft“

Das geht aus einer Mitteilung der gewerkschaftlichen Organisation IndustriAll hervor, in der eine offizielle Stellungsnahme der IF Metall enthalten ist. Demnach hat die Gewerkschaft beschlossen, „alle industriellen Aktionen gegen den Betrieb von Tesla in Schweden zu beenden“. Der Grund für diese Entscheidung sei einfach: Tesla habe alle streikenden Mitglieder „herausgekauft“. Ohne Vertretung innerhalb des Unternehmens könnten die eigenen Maßnahmen keine Wirkung mehr haben.

Was genau mit dem „herausgekauft“ (bought out) gemeint ist, geht aus der Mitteilung der IF Metall nicht hervor. Die Formulierung wird aber mehrere Male verwendet und könnte so zu verstehen sein, dass Tesla den gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten Abfindungsangebote gemacht hat, die sie nicht abgelehnt haben. Man habe volles Verständnis dafür, dass Mitglieder nach einem derart langen Streik die angebotenen Buy-Outs angenommen hätten, schreibt die Gewerkschaft.

Musk lehnt Gewerkschaftseinfluss ab

Tesla habe systematisch Streikbrecher eingesetzt und enorme finanzielle Ressourcen aufgewendet, um die Aktion zu untergraben, heißt es in der Mitteilung weiter. Statt Beschäftigten Sicherheit und Einfluss über einen kollektiven Vertrag zu gewähren, habe sich das Unternehmen letztlich entschlossen, Mitglieder der Gewerkschaft herauszukaufen. Ansonsten dankt die IF Metall Gewerkschaftern weltweit, die sie unterstützt hätten, und erklärt, ihren Kampf um Tarif-Verträge fortzusetzen.

Angaben zur Höhe der angeblichen Buy-Outs machte sie nicht, und von Tesla selbst kam zum Ende des Streiks in Schweden wie gewohnt zunächst keine Stellungnahme. Der Preis dafür bleibt also offen, aber eindeutig hat sich CEO Elon Musk in seiner Ablehnung von gewerkschaftlichem Einfluss ein weiteres Mal durchgesetzt. Beschäftigte in Fremont in den USA warnte er einst, mit Gewerkschaft könnten sie ihre Optionen auf Tesla-Aktien verlieren, was ihm später gerichtlich verboten wurde.

Deutsche Tesla-Fabrik umkämpft

In Deutschland setzte sich Musk ebenfalls und mit Erfolg persönlich ein, um zu verhindern, dass die IG Metall eine Mehrheit im Betriebsrat der Gigafactory in Grünheide erlangt. Indirekt drohte er im Vorfeld der Wahl im März damit, Investitionen in die deutsche Tesla-Fabrik einzustellen, falls sich die Gewerkschaft durchsetzt. Sein lokaler Werksleiter Andre Thierig warf außerdem einem Vertreter der IG Metall vor, eine Sitzung heimlich aufgezeichnet zu haben. Die Polizei fand keine Anhaltspunkte dafür, Thierig selbst wurde wegen übler Nachrede angezeigt.

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