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Aktuell: Tesla plant 25 Mrd. $ Investitionen in 2026 – „schnellste Skalierung seit 2. Weltkrieg“

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Bild: Tesla (Symbolfoto)

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Im zweiten Viertel von 2026 hat Tesla den Großteil seines Umsatzes wie gewohnt mit dem Verkauf von Elektroautos generiert, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Finanzbericht hervorgeht – aber die Zukunft liegt für CEO Elon Musk viel stärker in künstlicher Intelligenz. Nach Angaben in der Analysten-Konferenz zu Q2 sind für dieses Jahr Investitionen von mehr als 25 Milliarden Dollar vorgesehen, von denen nur ein Teil in höhere Produktionskapazität fließen soll. Insgesamt plant Tesla laut Musk „die schnellste industrielle Skalierung in den USA seit dem Zweiten Weltkrieg“.

Tesla-Elektroautos als KI-Basis

Der Verkauf von Elektroautos bildet in zweierlei Hinsicht die Grundlage für die ambitionierten KI-Pläne von Tesla: Zum einen bringt er Einnahmen und Gewinne, die für die Zukunftsinvestitionen verwendet werden können, zum anderen sind möglichst viele Fahrzeuge auf der Straße eine Voraussetzung dafür, künstliche intelligente Systeme breit trainieren und anwenden zu können. Dafür dient die Software FSD (kurz für Full Self-Driving), die von Kunden derzeit nur überwacht genutzt werden kann und von Tesla selbst unüberwacht in Model-Y-Robotaxis eingesetzt wird.

Die neuesten Versionen von FSD (derzeit 14.x und nach Angaben von Mittwoch in Robotaxis teils schon 15) basieren laut Tesla durchgängig auf KI. Die gleiche Technologie soll für den humanoiden Roboter Optimus eingesetzt werden, der seit 2021 auf dem Programm steht und laut CEO Musk das größte Produkt aller Zeiten werden soll. Doch selbst das genügt ihm inzwischen nicht mehr: Zusätzlich ist eine Terafab zusammen mit SpaceX für massenhaft KI-Chips geplant, und weil die so viel Strom brauchen, will Tesla außerdem massiv in Photovoltaik und Batterien investieren.

Tesla will Investitionen verdreifachen

Wie der Finanzvorstand Vaibhav Taneja in der Q2-Konferenz am Mittwoch bekräftigte, sind für dieses Jahr Investitionen von mehr als 25 Milliarden Dollar geplant, etwa dreimal so viel wie 2025. In den nächsten zwei bis drei Jahren sollen die Tesla-Investitionen zudem noch weiter zunehmen. Einen konkreten Wert nannte Taneja nicht, zählte aber die Projekte auf, für die das Geld gebraucht wird: Robotaxi-Expansion, Optimus-Produktion, Chip-Fabrik, Aufbau einer Photovoltaik-Produktion und mehr KI-Infrastruktur, zusätzlich zu Ausgaben für eine höhere Auto-Produktion.

Wie CEO Musk dazu sagte, gibt Tesla viel Geld für das Kerngeschäft aus (das nach seinen Angaben unter anderem dank der FSD-Einführung in zusätzlichen Märkten anzieht) und bereitet sich zugleich ernsthaft auf die Zukunft vor. Er sei zuversichtlich, dass all diese Investitionen „unglaubliche Renditen“ liefern werden. Elektrischer Transport und KI bedeuten laut Musk einen immensen Strombedarf. Darauf reagiere Tesla mit dem „wohl ambitioniertesten Aufbau von Infrastruktur für moderne Produktion aller Zeiten“, sagte er.

Musk: Schnellste Skalierung seit Weltkrieg

Mit dem neuen Superlativ bezog sich der CEO auf das erstmals im Januar erwähnte Vorhaben, bei Tesla 100 Gigawatt an jährlicher Photovoltaik-Produktionskapazität aufzubauen. Ähnlich wie bei Batterien, in die ebenfalls weiter investiert wird, soll dabei fast die gesamte Lieferkette ab der Rohstoff-Verarbeitung im eigenen Haus angesiedelt sein. Wie ein anderer Tesla-Manager in der Konferenz sagte, geht es dabei auch darum, viel Photovoltaik-Produktion in die USA zu holen. Dies sei ein sehr wichtiger und unterschätzter Aspekt, kommentierte Musk diese Aussage.

Bei Batterien wie Photovoltaik wird die Lieferkette derzeit von China dominiert. Dass das angesichts der zunehmenden Bedeutung von beidem und weltpolitischer Spannungen heikel ist, wird der westlichen Welt zunehmend klar, und Tesla will mit als erstes Unternehmen im großen Stil gegensteuern. Wahrscheinlich habe es noch nie eines gegeben, das in derartigem Maßstab in so vielen Bereichen gleichzeitig agiert, vielleicht mit Ausnahme von Ford beim Model T, sagte Musk. Tesla betreibe in den USA die wohl schnellste industrielle Skalierung seit dem Zweiten Weltkrieg.

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