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Aktuell: Tesla benennt FSD (Supervised) vor Zulassung in Europa in „Assisted Driving“ um

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Bild: Tesla (FSD-Demofahrt in Paris)

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Fast seit Tesla im Jahr 2016 den Begriff „Full Self-Driving“ (kurz FSD) einführte, wird darüber gestritten. Kritiker bemängeln, dass er in die Irre führe, weil Elektroautos der Marke zwar mehr Fahrfunktionen übernehmen können als andere, aber anders als von CEO Elon Musk lange versprochen nicht völlig autonom fahren. In den USA reagierte Tesla darauf früh mit der Ergänzung „Supervised“ in Klammern hinter FSD. In Europa aber scheint das nicht zu reichen, denn dort wurde das System jetzt in „Tesla Assisted Driving“ umbenannt.

Tesla-Seiten europaweit umgestellt

Die Umstellung erfolgte offenbar am späten Donnerstag. Dass sie noch frisch ist, zeigt eine Google-Recherche: Wer am Freitag nach „Tesla FSD“ suchte, bekam als erstes Ergebnis noch eine Seite mit dem vermeintlichen Titel „Voll-Selbstständiges Fahren (Überwacht)“ angezeigt, also der bisherigen ungelenken Übersetzung von FSD (Supervised). Bei Tesla selbst wird für Deutschland dann aber eine neue Seite namens „Tesla Assisted Driving“ ausgegeben.

Nicht anders sah es am Freitagmorgen auf anderen Europa-Seiten von Tesla aus, während in den USA weiterhin von „Full Self-Driving (Supervised)“ die Rede war und auch die Web-Adresse gleich blieb. Die Änderung scheint also den gesamten Kontinent zu betreffen, aber nur diesen. Der Auslöser dafür könnten Gespräche mit dem deutschen Verkehrsminister Steffen Bilger gewesen sein. Der hatte am Dienstag von einer Einigung berichtet, nach der Tesla das FSD-System für die EU in Assisted Driving umbenennen werde.

FSD laut deutschem Minister irreführend

Als Grund dafür nannte Bilgers Ministerium, dass die Bezeichnung etwas FSD „etwas irreführend“ sei. In Deutschland nutzte Tesla sie streng genommen gar nicht, sondern verwendete für die Option stattdessen „volles Potenzial für autonomes Fahren“. Mit der Umstellung auf ein Abo-Modell in Europa im Mai machte Tesla daraus in Deutschland „Potenzial für Voll-Selbstständiges Fahren“, was wohl immer noch zu weitgehend klang. „Assisted Driving“ dagegen lässt keinen Zweifel mehr daran, dass es sich um ein Assistenz-System handelt.

Noch für FSD Supervised hat Tesla seit April in inzwischen acht kleineren EU-Ländern eine Ausnahme-Genehmigung erhalten. Am Mittwoch fand ein weiteres Treffen eines Ausschusses statt, der eine EU-weite Zulassung des Tesla-Systems erlauben könnte. Die nächste Gelegenheit für eine Abstimmung ist im Dezember. Seit Deutschland seine Zustimmung im Tausch gegen die Umbenennung (sowie striktere Einhaltung von Tempo-Limits) signalisiert hat, ist mit der nötigen qualifizierten Mehrheit für die EU-Genehmigung zu rechnen.

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