Tesla hat im dritten Quartal dieses Jahres deutlich mehr Elektroautos verkauft als selbst von optimistischen Analysten erwartet. Das geht aus Angaben hervor, die das Unternehmen am Freitag vor Börsen-Eröffnung in den USA veröffentlichte. Demnach lieferte Tesla in Q3 2026 insgesamt 486.532 Elektroautos aus. Das waren zwar weniger als vor einem Jahr, als die Zahl mit 497.099 ihren bisherigen Rekord erreicht hatte. Analysten hatten im Durchschnitt jedoch nur mit rund 462.000 Tesla-Auslieferungen in Q3 2026 gerechnet.
Tesla-Minus in Q3 2026 minimal
Vor der Veröffentlichung am Freitag war die Spanne der Erwartungen für die Tesla-Verkäufe in dem Quartal ungewöhnlich breit gewesen. Zwischen 422.000 und 482.000 Auslieferungen hatten Analysten laut einer Übersicht von diesem Dienstag für Q3 vorhergesagt, wobei mehrere davon ihre Prognose zuletzt noch senkten. Beim Durchschnitt hätte sich für Tesla ein Rückgang um 7 Prozent im Vergleich zu dem Rekord-Quartal vor einem Jahr ergeben, stattdessen waren es jetzt nur 2 Prozent.
Damit hat Tesla zum ersten Mal in diesem Jahr in einem Quartal weniger Elektroautos verkauft als im gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor – in Q1 2016 war es um 6 Prozent und in Q2 sogar um 25 Prozent nach oben gegangen. Mit dem Mini-Minus von 2 Prozent im Jahresvergleich ist die Serie zwar vorerst gebrochen. Anders als erwartet, waren die Auslieferungen jedoch höher als im Vorquartal, in dem Tesla mit dem Plus von 25 Prozent auf 480.126 noch stärker positiv überrascht hatte.
484.000 E-Autos reichen für Rekord
Mit den jetzt gemeldeten Zahlen bleibt Tesla auf Kurs, in diesem Jahr nach 2024 und 2025 erstmals wieder steigende Elektroauto-Verkäufe zu erreichen. Nach neun Monaten liegt die Zahl bei rund 1,32 Millionen. Um die knapp 1,64 Millionen aus 2025 zu übertreffen, müsste Tesla in Q4 2026 also auf etwa 311.000 Auslieferungen kommen, was problemlos erscheint. Um auch das bisherige Rekord-Jahr 2023 mit 1.808.581 Tesla-Auslieferungen zu schlagen, würden rund 484.000 gebraucht, also ungefähr so viele wie in diesem Q3.
Die Reaktion der Börse auf die Meldung war zunächst erfreut. In einem allgemein festen Umfeld stieg die Tesla-Aktie in den ersten 30 Minuten des US-Handels am Freitag um gut 4 Prozent. Etwas niedriger als erwartet war in Q3 2026 allerdings die Neuinstallation von stationären Speichern. Dafür meldete Tesla 13,7 Gigawattstunden – etwa zehn Prozent mehr als vor einem Jahr, aber nicht der neue Rekord von 15,9 Gigawattstunden, den Analysten im Durchschnitt prognostiziert hatten.
